OK COOL

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Transkript

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00:00:12: Herzlich willkommen!

00:00:14: Liebe Menschen da draußen.

00:00:15: zu einer neuen Folge von Aukicool trifft den Format hier bei Aukicoool, in dem ich Darmstadt freier Journalist jede Woche am Sonntag einen Menschen aus der Spiele und oder Medienbranche zum Plausch einlade.

00:00:27: Zum Plausch über die Arbeit und das Leben drumherum.

00:00:30: und heute durfte und darf ich eine Person begrüßende, die eine ganz besonders sympathische ist und gleichzeitig einen hoch faszinierenden Job ausübt denn mein Gast Daniel Kretsch ist Pfarrer.

00:00:44: Und nicht nur das, Daniel Kretsch is ein Pfarra der eine große Leidenschaft für Videospiele hegt und pflegt – und damit haben wir einen ganzen Korridor an Fragen die sich aufträngen!

00:00:58: Fragen, die sich drehen um seine Beziehung zu spielen, Fragen, sie sich aber auch drehen, um seine beziehungen zur katholischen Kirche.

00:01:05: und genau darüber haben wir in der kommenden Stunde gesprochen.

00:01:08: Ich möchte kurz einen Mini-Schritt ausholen, warum ich mich so auf dieses Gespräch auch gefreut habe.

00:01:14: Und zwar trage in mir selbst eine in Teilen zumindest katholische Biografie.

00:01:20: Ich bin aufgewachsen im Süddeutschland in Franken in einem kleinen Dörfchen und wurde dort herangeführt quasi von Kindesbeinen an die Welt der katholischen Kirche.

00:01:30: Ich war regelmäßig in die Kirche gegangen bzw.

00:01:33: musste regelmäßig gehen.

00:01:36: eingeladen, Ministrant zu werden.

00:01:38: Da war ich zwölf oder dreizehn.

00:01:40: Das sind die Leute, die Jugendlichen mit Kutten, die in der Kirche Kerze anzünden und bei verschiedenen Phasen des Gottesdienstes helfen.

00:01:48: Weihrauschwenken und so ein Kram!

00:01:50: Und das habe ich gemacht bis ich achtzehn war, bis ich quasi mehr oder weniger mein Heimatort verlassen habe fürs Studium.

00:01:56: So lange war ich in der kirche als Ministrant unterwegs – es bedeutete sechs Jahre lang, mindestens jeden Sonntag ab in die Kirche.

00:02:04: Die Lesung lesen vor der großen Gemeinde, die sich da in der Kirche versammelt hatte und unter der Woche hier und da auch mal eine Beerdigung oder andere Veranstaltung mitbegleiten.

00:02:14: Das war ein großes Ding in meinem Leben Und lange Zeit glaubte ich weil mir das so gefällt.

00:02:19: Ich bin ein tiefgläubiger Mensch.

00:02:20: aber dann gab es einen Erweckungsmoment Wortwörtlich der mir gezeigt hat Nähe.

00:02:27: Ich glaube, da ist doch was anderes hier gerade am Laufen.

00:02:30: Und diese Miniannektote, die erzähle ich hier im Podcast, die will ich nicht vorwegnehmen aber das war ein sehr schöner Moment gewesen.

00:02:36: und deswegen weil ich katholisch enteilend zumindest erzogen und aufgewachsen bin habe ich einen ganz großen Fragenkatalog und viel Eigenneugier mitgebracht in dieses Gespräch mit Daniel Kretsch denn da wo ich irgendwann gesagt habe Alles klar, gut bei Kirche.

00:02:53: Heute bin ich Atheist und habe nichts mehr mit der Religion per se erst mal am Hut.

00:03:00: Ist Daniel weitergegangen?

00:03:01: Daniel ist den Weg weitergegang.

00:03:03: Er ist Priester geworden, er ist Pfarrer heute im Bistum Mainz.

00:03:07: Er hat die Priesterweihe absolviert vor vielen Jahren Und engagiert sich jetzt hochaktiv in seiner Gemeinde eben nicht nur als Pfarrer mit allen Verantwortung und Aufgaben, die damit einhergehen.

00:03:18: Sondern er begleitet zum Beispiel auch Präventionsschulungen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen anschulen.

00:03:25: Er ist in der Jugendarbeit engagiert dockt an eines der großen Fragenkomplexe an, die ich ihm entgegengeworfen habe.

00:03:34: Wie fühlt es sich eigentlich an innerhalb der katholischen Kirche zu arbeiten?

00:03:38: Die Kirche, die in den letzten Jahren immer wieder ins unangenehme und furchtbare Rampenlicht gerückt wurde wegen der Berichte von Betroffenen- und Opfern sexueller Gewalt, die innerhalb dieser Kirche diese Erfahrungen machen mussten?

00:03:52: wie fühlt sie das an für einen Menschen wie Daniel Kretsch innerhalb dieser Institution zu arbeiten?

00:03:57: darum dreht sich ein Teil unseres Gesprächs und der andere Teil ist gespritzt, dreht es sich eben um seine Leidenschaft für Videospiele.

00:04:04: Und wie er die eigentlich spielt?

00:04:07: Vielleicht macht ihr euch da draußen keine Gedanken darüber aber ich denke Tag aus Tag ein Darüber nachseitig wusste ich darf Daniel Kretsch treffen nämlich zum einen Rollenspiele.

00:04:16: wenn du in einem Baldur's Gate oder was die Möglichkeit hast wirklich böse zu agieren kann das eigentlich Daniel kretsch vor seinem Glauben rechtfertigen, verwischen da die Grenzen.

00:04:28: Und wie ist es in einem Spiel?

00:04:29: Wie Crusader Kings III-Klobalstrategiespiele im Mittelalter, in dem es auch Religionen gibt... Was macht Daniel Kretsch als Pfarrer wenn er dieses Spiel spielt und der Islam sich in seinen Diözösen ausbreitet?

00:04:43: Was macht er, wenn das Christentum im Spiel aufkommt und dass ihm eigentlich gar nicht in seine spielerische Pläne reinpasst?

00:04:49: Kann er das verbannen?

00:04:50: Geht das?

00:04:50: kann er auch hier?

00:04:52: Grenzen ignorieren die er zwischen sich dem Spiel und seinen Job setzten auch nicht.

00:04:57: Hochspannend hoch spannend.

00:04:59: ihr merkt schon der steckte viel drin.

00:05:01: ich habe viele fragen in richtung von Daniel Kretsch gestellt hat sie alles beantwortet.

00:05:04: es war ein ganz ganz tolles gespräch.

00:05:06: jetzt kommt noch eine kleine überraschung für all jene die das steady angebot von orgy cool tragischerweise nicht im blick haben Daniel kretsch war vor drei Tagen am Freitag jetzt vor diesem Sonntag bereits bei Orchicool zu Gast und zwar zu einem ganz besonderen Anders.

00:05:22: Wir haben da nicht über seine Biografie gesprochen, sondern über seine Erfahrungen mit einem ganz besonderen Spiel das jetzt zu Ostern erschienen ist.

00:05:30: Und dieses Spiel heißt I Am Jesus Christ ein Spiel dass uns zu Jesus Christus dem Erlöser macht und uns nachspielen lässt die wichtigsten Station im Leben dieser Figur aus der Bibel.

00:05:43: und ich habe das gespielt durchgespielt und mir gedacht, okay.

00:05:48: Das einfach mit anderen Journalisten oder sonst wem zu besprechen kann ja jeder.

00:05:53: ich lade Farra ein die noch mal mit einer ganz besonderen Perspektive auf dieses Spiel zugehen.

00:06:00: Und frage die wie findet ihr es als jesus christus ein spiel zu spielen?

00:06:05: ist das für euch blasphemie?

00:06:07: Kann man dass machen?

00:06:08: darf man das machen?

00:06:09: liegt darin vielleicht sogar einen wert?

00:06:11: Oder findet ihr auch wie ich das spiel Echt einfach seltsam rein spielerisch?

00:06:16: das habe ich Daniel Kretsch vergangenen Freitag gefragt und außerdem auch Lukas Simms.

00:06:20: Lukas Sims ist ebenfalls in der Kirche tätig in der katholischen hat gemeinsam mit Daniel Ketsch einen Gaming Podcast.

00:06:26: Nerd Church möchte ich an dieser Stelle auch hinweisen.

00:06:29: da sprechen die regelmäßig über das Feld zwischen dem Glauben und Videospielen.

00:06:34: absolute Hörempfehlung.

00:06:36: Das sage ich auch als Arteist, sie machen da wirklich hochspannende Queranalysen zwischen diesen beiden Feldern.

00:06:42: Und diese beiden Herren jedenfalls hatte ich jetzt am Freitag eben im Podcast zu Gast und wir haben gesprochen eingehend über IM Jesus Christ, über christliche Videospiele und Darstellung des Christentums im Videospiel.

00:06:54: Es war hochinteressant.

00:06:55: Möcht ihr an der Stelle unbedingt darauf hinweisen falls ihr diesen Podcast und viele weitere tolle hören wollt schnappt euch ein Steady-Abonnement, einen Steady Supportterschaft für fünf Euro Monat.

00:07:05: seid ihr dabei könnt ihr das natürlich auch jederzeit kündigen, aber wer will das schon?

00:07:09: So und damit wünschen wir euch ganz viel Spaß mit diesem Gespräch zwischen Daniel Kretsch und mir.

00:07:13: Ich hatte eine große Freude dabei, dürfte die ein oder andere neue Sache lernen und ich hoffe euch da draußen geht es genauso!

00:07:28: Sehr gut,

00:07:30: schön, ich habe einen Moment, ich nehme noch mal ganz kurz einen großen Schluck Tee.

00:07:34: Es ist noch zu heiß, ich muss gleich den T-Stück nehmen und kann dir stattdessen schon mal verraten was ich mir heute überlegt habe.

00:07:41: Ich habe mir überlegt du bist ja eine hoch spannende Person mit allen Dingen was du machst und was mit deiner Biografie verbunden ist in der es übrigens auch parallel zu meiner eigenen Biographie gibt.

00:07:50: Das wird wirklich sehr aufregend!

00:07:51: Und deswegen habe ich mir gedacht, wenn das für dich in Ordnung ist.

00:07:54: Dass wir in unserem Gespräch beginnen erst einmal jetzt in dieser ersten Hälfte über dich zu sprechen deine Biografie, deine Arbeit auch, deine Beziehungen zum großen Thema Religion und von dort schwingen wir dann rüber zu deinem und eurem Podcasts.

00:08:10: Das fühlte sich für mich in der Vorbereitung noch einem schönen Prozedere an.

00:08:14: Ja klingt gut für mich ja Teil gerne!

00:08:16: Dann habe ich doch direkt mal, wenn das für dich in Ordnung ist eine Frage auf den Lippen und das ist alles andere als die leichte Einstiegsfrage mit dem begrenzten Horizont.

00:08:25: Im Grunde rütteln wir da direkt an den ganz großen Dingen, die uns als Mensch ausmachen aber... Das war mit der ersten Frage, die auf meinem Papier stand und ich dachte mir, wenn es schon so weit oben auf meiner Zunge liegt warum künstlich das hier rauszieht?

00:08:39: Und deswegen frage ich dich jetzt einfach mal Was bedeutet für dich persönlich?

00:08:44: Weil es ja oft auch eine persönliche Definitionssache ist, Glaube und ein gläubiger Mensch zu sein.

00:08:50: Was geht da in deinem Kopf so vor?

00:08:52: Ich sehe das

00:08:53: drin.

00:08:53: Das ist die richtige Frage!

00:08:57: Genau.

00:08:57: also es ist ja für viele Leute sehr unterschiedlich würde ich sagen... Du hast ja nach meiner persönlichen gefragt, für mich ist Glaube vor allem so ein bisschen im Sinne von Geborgen sein und zu wissen das da nach dem was wir in dieser Welt erleben auch noch etwas Gutes kommt.

00:09:13: Und dass es irgendwie auch einen Mechanismus gibt der alles zum Guten wendet.

00:09:18: Ja und dass man auch weiß, dass man jemand an der Seite hat, der ein bisschen mächtiger ist als wir normalen Menschen der einem das Leben mitgeht, der das Gute vereinen will.

00:09:29: Der alle Menschen liebt und es ist so eine Kernesache die ich auch immer erlebt habe und die einfach gut findet.

00:09:36: und das auch zu verkünden und den Menschen unterwegs zu sein und zu sagen diese Botschaft wie wir jetzt ja schon seit zweitausend Jahren irgendwie haben im Christentum ist ne Botschaft die auch nicht irgendwie... schlechter wird, sondern die eigentlich auch in der heutigen Zeit Menschen prägen kann.

00:09:52: Und die hatten mich in meinen ... Ich bin jetzt vierzig, in meinen vierzig Jahren doch sehr geprägt.

00:09:56: ja gut im ersten Lebensjahr vielleicht noch nicht so aber später dann schon genau.

00:10:00: und ich glaube das es ein gläubiger Mensch zu sein heißt für mich auch eben diese Botschaft auch zu leben also auch dass was man solist auch im eigenen Leben umzusetzen also nett zu Leuten zu sein und auch von dieser Hoffnung zu erzählen die einen erfüllt.

00:10:16: Genau darum geht's.

00:10:18: Du hast da direkt was Spannendes angerissen, also so in einem Nebensatz verwiesen hast auf ja in den jungen Jahren als Kind natürlich noch nicht und so.

00:10:25: Weil das ist direkt eine Frage die mich da Hand-in-Hand nämlich interessiert auch da natürlich nur soweit du erzählen willst weil es ist ja ein sehr persönliches Thema mitunter.

00:10:34: Gab es denn einen Moment in deinem Leben oder eine Phase in der du gemerkt hast?

00:10:37: Du prägst so ne Vorstellung von Glaube aus und du spürst einen Glauben in dir.

00:10:44: wo sind wir da in deinm Leben?

00:10:45: kannst du dich daran erinnern?

00:10:47: Also ich würde sagen, diese klassische katholische Karriere gemacht.

00:10:52: Das Elternhaus hat mich getauft und für gewöhnlich nicht so die große Wahl das entscheiden die Eltern.

00:10:57: Bin auch sehr dankbar also ist jetzt auch nichts problematisch für mich nicht.

00:11:01: Und dann habe ich die klassische Messdiener-Karriere mit neuen Erstkommissionen gemacht und dann Messdienen in der Kirche Ich würde sagen, so einem Scheitelpunkt unseres Gemeindellebens dabei und konnte mit meinen ganzen Fragen immer.

00:11:14: Ich hatte damals einen Diakon in der Gemeinde zu dem ich mit all meinen Fragen kommen konnte.

00:11:17: Der war sehr geduldig mit mir.

00:11:19: Teilweise wirklich sehr wilde Fragen.

00:11:22: Was auch in der Jugend beschäftigt.

00:11:24: In der Jugend hat man ja eine Phase, wo man sagt, Herr Klau bekommen ist jetzt nicht gerade das Zentrum meines Lebens.

00:11:32: Da hatte ich nur eine Phase wo ich gesagt habe, okay, ich bin mal ein Jahr raus aus der Missdienerarbeit.

00:11:39: Ich hab dabei gemerkt, dass mich das trotzdem festhält.

00:11:41: Also ich konnte dann nicht ganz weg und ich glaube ... Das ist so mit einem Punkt der in meinem Leben so ausschlaggebend war, weil ich gemerkt habe, es gehört irgendwie zu mir dazu, dass man diesen Glauben hat.

00:11:54: Und ich glaub ein großer Pfund, der mich auch dabei gehalten hat, ist, dass sich einfach ganz viele Menschen hatte im Leben die auch immer gesagt haben, dass es gut so wie das unterwegs ist wo ich hingehen konnte und mit meinen Fragen kommen konnte.

00:12:08: Und wo ich eigentlich sehr viele positive Erfahrungen erlebt habe und gemerkt hab, das ist eine gute Sache mit Menschen unterwegs zu sein.

00:12:14: man ist nicht alleine mit seinen Glauben man hat irgendwie Leute die man fragen kann und es hat sich so durchgetragen und ich habe immer gemerkt ich zähre davon sehr viel Kraft und Energie auch für mein Leben weil ich das Gefühl habe, dass mir das alles sehr viel Sinn gibt.

00:12:25: mit dieser Perspektive.

00:12:27: Genau, und ich hatte jetzt nicht so einen ... Die Mutter Gottes ist mir im Schlaf erschienen Moment.

00:12:32: Sondern es ist eher so gewachsen aus der eigenen Erfahrung, aus der eigenem Lebenswelt, aus dem eigenen Dienst auch in der Kirche oder was sich damals ... Das klingt jetzt ein bisschen wild, aber ich war damals sehr gerne bei Beerdigungen dabei.

00:12:46: Und ich beerdige auch immer noch gerne also selbst.

00:12:50: Früher war ich als Messinger, aber jetzt kann ich selbst ... Oder jetzt beerdege ich auch selbst an einigen Stellen weil ich einfach merke das trifft Die viele Personen in ihrer existenziellen Situation, na der Tod ist ja immer eine sehr existenzielle Situation und da gut mit Menschen unterwegs sind jetzt zu begleiten.

00:13:06: Das merke ich schon, da gibt man auch viel den Menschen mit.

00:13:09: Da haben wir die erste unserer gemeinsamen Biografie-Segmente erreicht, die ich vorhin schon angekündigt hatte dass es da Parallelen gibt und zwar auch Ich war Messdiener angefangen quasi sobald es ging bis zum achtzehnten Lebensjahr also sechs sieben Jahre habe ich das durchgezogen.

00:13:25: Und wenn ich das kurz erzählen darf dann gibt es wirklich eine ganz spannende Geschichte die auch gerade zu diesem Gespräch gut passt.

00:13:31: als ich so vierzehn dann war ein Jahr oder so, etwa war ich dann Messdiener schon.

00:13:37: Habe ich richtig gemerkt dass ich es wahnsinnig genieße wirklich jeden Sonntag in diese Kirche zu gehen auch Süddeutschland ich komme aus Franken in die katholische kirche zugehen also quasi auch in der Nachbarschaft einer jetzigen Wirkungsstätte sozusagen und in die Kirche das zu genießen das ganze Primborium all alles was da präsentiert wird die Lesung auch selber lesen zu dürfen.

00:13:58: das war dann sehr bald einen Job von mir mich dahin zu stellen.

00:14:00: Ich habe das Wahnsinnig Genossen und dachte deswegen Aber auch in diesem Moment, ich glaube was ich hier spüre ist Glaube.

00:14:07: Ich habe in mir eine ganz tiefe religiöse Verbundenheit zu diesen Geschehnissen und den Prozesten und so allem was hier gemacht wird der Moment der Wandlung beim Abendmahlinien.

00:14:17: Ich hatte das immer alles sehr erhoben und deswegen Daniel dachte ich mir dann in meinen Sommerferien als vierzehnjähriger etwa Alles klar!

00:14:25: Der nächste logische Schritt ist ja...ich gehe mal ins Kloster Und da bin ich ins Klosster gegangen im Freiburg an Preiskaum Und hab mir gedacht, ja das ist halt, hab ich mir gedacht okay.

00:14:36: Offenbar habe ich ja was in mir und ich möchte dem nachgehen.

00:14:39: Und mal gucken, wie ist das wenn ich jetzt wochenlang im Kloster bin?

00:14:43: Und den Alltag mit den Mönchendor-Teile.

00:14:46: Das war glaube ich sogar ein Dominikanerkloster in Freiburg.

00:14:49: Da bin ich da hingegangen und war dann Teil eines...das ist so eine Art Schulprogramms.

00:14:54: Dann war ich da drei Wochen glaube ich wirklich im Kluster.

00:14:57: Ich habe ein eigenes Räumchen bekommen mit einem Bett.

00:15:00: Da waren schreibtisch eine Bibel wurde mich aufs Bett als Begrüßung quasi gelegt.

00:15:05: richtig schön gemacht.

00:15:06: Und ich werde das nie vergessen, bin da reingegangen noch so ein bisschen skeptisch.

00:15:11: was wird mich jetzt hier alles wirklich erwarten?

00:15:13: oder gab es eine Szene?

00:15:14: Daniel?

00:15:15: Ich wünschte, ich könnte dir, wenn das ein Film wäre, dir diese Szene zeigen.

00:15:18: Weil sie wunderschön war!

00:15:19: Ich kam quasi mit dem Trubel in meinem Herzen in dieses Zimmer rein und sah... Das Zimmer hatte einen Fenster und das Fenster zeigte zum Kloster Innenhof.

00:15:28: Begrünt Baum, eine Bank, wunderschön.

00:15:31: Und dann lief ich zu dem Fenster, guckte aus dem Fenstern die Kriketten wieder gänselaut und dann liefen da zwei Mönche in Kutte quasi nebeneinander her vertieft im Gespräch und das war ein so friedliches Bild.

00:15:43: Ich habe gedacht, okay, das ist ja phänomenal!

00:15:45: So Geschichte geht noch weiter.

00:15:47: Bin in Kloster also da jetzt drei Wochen oder was?

00:15:50: Beschäftige mich mit dem ganzen Kram der mir erzählt wird und merke auch dass gefällt mir alles richtig gut aber gleichzeitig das Gefühl es wird von den Menschen die hier sind so langsam eine Entscheidung von mir erwartet.

00:16:02: wenn ich jetzt mich wieder verabschiede nach diesen drei Wochen möchte ich diesen Aufenthalt wiederholen, ist das ein Weg den ich einschlagen will oder kehre quasi in mein weltliches Leben zurück?

00:16:12: Das war so eine richtige Entscheidungssituation die auch so ein bisschen an mich herangetragen wurde und dann zog ich mich zurück und abgedacht.

00:16:18: Ich denke jetzt noch mal drüber nach.

00:16:19: Möchte ich wirklich mein Leben... diesem Leben widmen oder möchte ich doch etwas anderes machen.

00:16:24: Und dann kam der große Moment der Kenntnis Daniel und da trennen sich quasi jetzt wieder unsere biografischen Wege, Ich merkte dann – und ich muss sagen zum Glück im Hinblick darauf was später noch in meinem beruflichen Leben kommen sollte dass ich all diese Jahre und all diese Monate nicht aus einem Glaubensüberzeugung heraus, von der Begeisterung in die Kirche gegangen bin.

00:16:44: Sondern ich liebe und liebte die Tatsache dass das eine so alte Instanz ist, dass dort auf Latein gesprochen und gesungen wird und merkte was ich eigentlich geil finde ist diese historische Seite davon.

00:16:58: Später habe ich Archäologie studiert.

00:17:00: Das hat mich abgeholt also es kam nicht vom Glauben sondern der Rahmen hat mich so begeistert.

00:17:05: Ich hab dann trotzdem bis achtzehn noch quasi mein Messdienertum vollendet Und dann habe ich aber diese Welt mehr oder weniger hinter mir gelassen.

00:17:12: Aber das ist so ein Moment, da waren wir quasi beide gleichzeitig kurz in derselben Schiene unterwegs und das führt zu keiner Frage!

00:17:18: Ich wollte die Geschichte nur mit dir teilen.

00:17:20: Das ist ja ganz großartig weil ich meine Klosters natürlich schon ein harter oder quasi die höchstmögliche Einfliegs... Hürde, die man haben kann.

00:17:31: Ich bin ja quasi die Zusammenpriester und hab eigenen Besitz.

00:17:35: Das ist nicht so größterlich.

00:17:38: Aber es stimmt was du sagst, finde ich auch ganz gut diese Entschleunigen, die Man erfährt aus dem Alltag.

00:17:45: Also ich erlebe das immer wieder wenn ich Exerzitien mache also wenn ich mich mal für Woche zum Beten zurückziehe, auch in einem Kloster dass man einfach so ruhen runterkommt, Ruhe findet.

00:17:55: Es gibt auch in ... also, das ist überhaupt nicht christlich.

00:17:58: Aber so in Management-Dingungen gibt's ja auch Leute, die sich als Gluster für zwei Wochen zurückziehen, um abzuschalten und runterzukommen.

00:18:06: Das hat dann erst mal nichts mit ich bete jeden Tag oder der Hardcore-Kläufe oder sowas.

00:18:11: Wo man schon merkt, es gibt noch was anderes im Leben, dass ein Berührtes nicht die Arbeit ist.

00:18:17: Oder wo man sagt, es gibts irgendwas mehr als nur meine Welt.

00:18:21: Weil es irgendwie wie du sagst, auch so eine Atmosphäre des irgendwie, das Heiligen oder das Göttin hatte.

00:18:29: Also der Simlischen, er freut mich vielleicht hart, aber mit dem Simlichen auch an so Ort nur merkt okay hier ist irgendwas anders.

00:18:36: Das ist halt nicht die Zeile in Frankfurter Die Einkaufsmeile und das berührt einen dann auf irgendeiner Art und Weise.

00:18:44: und ich glaube dass was alle Menschen miteinander teilen es gibt schon ein Also ein Gefühl, so eine Sehnsucht nach irgendwas was ewig hält.

00:18:53: Was bleibt?

00:18:56: Und dann sich mal an so einen Ort hineinzugeben und zu sagen okay ich bin jetzt einfach mit dem wie ich bin ohne dass ich mich irgendwie verstellen muss nur mit mir selbst oder vielleicht wenn es eben ein Gläubiger ist auch mit Gott im Gespräch.

00:19:08: Einfach mal zu gucken um mich zu sortieren was ist das wo ich mein Leben hin ausrichte.

00:19:13: Das ist ja auch so ne Frage die man gut haben kann Und da muss man natürlich nicht im Kloster bleiben.

00:19:21: Wenn man hinterher merkt, ist es hier nicht das.

00:19:25: Aber ich kenne die Brüder ja jetzt nicht in Freiburg.

00:19:29: Ich habe das immer so erlebt, dass sie dann auch mit einer Offenheit gesagt haben, kannst du jederzeit wiederkommen?

00:19:35: Gerne stehen unsere Tören offen!

00:19:36: Das heißt aber nicht, dass du gleich unterschreiben musst.

00:19:39: Es gab tatsächlich, ich hab diese Geschichte etwas gekürzt.

00:19:41: Aber es gab diesen Moment wo ich wirklich bildlich ins Büro gerufen wurde einer Nonne die da zu Besuch war und ich weiß nicht mehr genau wie das kam also und dass das überhaupt möglich war.

00:19:52: aber diese Nonne beruf mich hilft mich dann in ihr Gastbüro sozusagen am Ende meines Aufenthalts dort und hatte auf dem Tisch auch so ein Bild.

00:19:59: Das hat sie so eingebrägt um Gottes Willen Das ist zwanzig Jahre her, merke ich gerade.

00:20:04: Mehr noch sogar!

00:20:05: Sie hatte auf dem Schreibtisch so ganz viele wie kleine Flyer ausgebreitet von anderen Klöstern in Deutschland und sagte ein bisschen wie bei Pokémon mit dem Starter Pokémon, schau dir das mal an ne?

00:20:16: Und überleg mal wo du als nächstes hingehen möchtest.

00:20:18: also es Druck ist zu stark das Wort aber ein Stübser wurde einen Stübster bemüht mich so ein bisschen weil ich stien es ja zu genießen mich so in diese Welt nur weiterzufüllen.

00:20:29: Das ist auch erst mal nicht verkehrt, aber das war der Moment, wo ich dachte ... hold on!

00:20:33: Ich muss mal kurz nachdenken, ob das hier gerade wirklich der richtige Weg ist?

00:20:36: Ja, das war ganz fantastisch.

00:20:39: Ich karriere jetzt von hier aus zu deiner Biografie zurück.

00:20:41: Du hast vorhin das so spannend gesagt als du ein junglicher Teenager warst, gab es eine Phase, wo du mal etwas weiter entfernt von dieser Glaubenswelt warst und dann wieder dorthin zurückgekommen bist, auch durch dein Umfeld bekräftigt.

00:20:53: Und die spannende Frage, die ja jetzt naheliegt ist Folgende, wie kam es denn dann dazu?

00:20:59: Dass du von einem Verhältnis zum Glauben im Sinne von okay ich glaube das ist wirklich was mir gut tut.

00:21:04: Was mir gefällt, was mich fasziniert gegangen bis zu Priesterweihe!

00:21:09: Ich möchte auch beruflich dahingehen weil das ist ja nochmal ein großer extra Schritt der ja nicht selbstverständlich ist.

00:21:15: Was war denn dafür der Grund die Motivation?

00:21:19: Ja ich würde sagen die Grundlage ist da schon also im Elternhaus gelegt meine Mutter eine gläubige Frau.

00:21:26: Das hab ich schon irgendwie so mitgenommen.

00:21:29: und dann auch diese ganzen Dinge, wie ich die Amtsträger erlebt habe.

00:21:35: Wie gesagt der Diakon, der mich auf meinem Weg begleitet hat ... Ich hatte aber auch Priester kennengelernt, die für mich ein Anreiz der Berufung war, weil ich gesagt hab's nicht.

00:21:44: Da hab ich

00:21:45: Fragen da so reingefragt, was ist da zum Beispiel ein Verhalten oder eine Szene?

00:21:50: Alles natürlich anonymisiert jetzt.

00:21:51: Keine Namen denn aber wo was du quasi gesehen hast und gedacht hast okay das möchte ich nicht machen.

00:21:57: Genau also ich weiß nicht warum aber es gab dann so wir hatten immer einen Priester der von außen eingeflogen kamen Ein bisschen kulerisch in der Sakasteil, sag ich mal.

00:22:08: Und dann ist im Gottesdienst was schief gelaufen.

00:22:10: also da gab es quasi Wasser oder man hat vergessen den Wein das Kännchen zu füllen und so irgendwie...und dann ist er halt richtig ausgetickt!

00:22:19: Und dann hat ein Messdienerkollege von mir gesagt ja so nicht.

00:22:22: sie wissen ja ich opfer hier meine Freizeit das muss ich mich nicht geben auf Wiedersehen.

00:22:26: und dann kamen die wieder ne?

00:22:27: Und hab ich das mit so einem einzigen Moment.

00:22:30: Der hat vier Jahre Messdienerzeit gehabt, und so mit einem einzigem Moment ist es alles vom Tisch gefegt.

00:22:36: Da hab' ich gesagt Daniel, so nicht!

00:22:39: Das was wir jeden Sonntag irgendwie im Gottesdienst hören über die Liebe und über die Gemeinschaft und über alles was dazugehört.

00:22:46: Dann hast du dann Leute wo du denkst, muss nicht sein... Aber die größeren, die meisten, die ich getroffen habe waren da gut und mit unterwegs.

00:22:56: Und wie gesagt, auch Geduld mit mir.

00:22:58: Dann hab ich schon so überlegt aus der Messdienerz, dass am Alltag gefällt mir.

00:23:03: Auch bei den Menschen ... Ich habe von der Beerdigung erzählt, wo ich gemerkt hab, das ist für die Menschen bedeutsam, dass man da jemanden dabei hat.

00:23:10: Da hab ich gesagt, okay, das is interessant!

00:23:14: Ist das was für mich?

00:23:14: Oder nicht?

00:23:15: Hab ich erst mal ein bisschen rumbewegt.

00:23:16: Dann hat eine andere Pfarrer gesagt, wir fahren nach Luchth.

00:23:20: Das ist ja dieser Marinenwallfahrtsort in Südfrankreich weil er findet keinen zweiten Priester.

00:23:25: Und wenn der mich mitnehmen würde, bräuchte er keinen zweiten Prister

00:23:28: mitnehmen.".

00:23:29: Ja und das war natürlich für mich so wie ein Ritterschlag.

00:23:32: Okay was ist hier los?

00:23:34: Und da hat mich dann ständig ins kalte Wasser geworfen.

00:23:36: Das war mir wirklich sehr unangenehm aber auf so einen nett.

00:23:38: also es waren jetzt nicht so... Es war nicht übergriffig, aber es war so... Wie

00:23:41: alt warst du

00:23:42: da?

00:23:42: Ach was war ich da?

00:23:44: Siebzehn?

00:23:44: Wahnsinn!

00:23:46: Da sind wir da runtergefahren und dann drückte er mir auf der Fahrt, darunter den Rosenkranz in die Hand.

00:23:52: Er dachte so, Daniel beten mal vor!

00:23:53: Und ich hab noch nie in meinem Leben eine Rosenkranze gebetet.

00:23:56: Ich habe gesagt keine Ahnung wie das Ding funktioniert.

00:23:59: Man hat gesagt ja, wir machen das schon oder hat er mir das so filiert?

00:24:03: Und ich habe das gebeted und eigentlich hätte es auch selbst machen können.

00:24:07: Aber ich hab mir gedacht, offensichtlich ist das Vertrauen so groß.

00:24:10: Dass ich das jetzt hier auch mal lernen kann und so.

00:24:12: Und dann gab's noch andere Szenen.

00:24:14: Dann hab ich quasi diese ganzen Ministrationsdienst- und Lektoren-Dienste übernommen und sowas am Wallfahrtsort.

00:24:20: Da gibt es abends eine Marienprozession.

00:24:23: Ich bin nicht bekannt für meine riesige Marienfräumigkeit aber da gabs ne Marienfremde.

00:24:28: Es gibt jeden Abend die Mutter Gottes als Figur durch den ganzen Wallfahrtbezirk getragen und jede Person, die da vor Ort ist hat eine Kerze in der Hand.

00:24:38: Und wir standen oben auf der Balustrade in Lourdes.

00:24:42: ja so, da gibt es drei Kirchen übereinander.

00:24:44: Das ist ganz wild!

00:24:45: Da kann man oben so draufstehen.

00:24:46: Wir standen obend.

00:24:47: ich pflegte nach unten und habe gesagt das gibt offensichtlich irgendetwas in diesen Glauben dass all diese Leute miteinander verbindet.

00:24:54: Das will ich noch mal intensiver kennenlernen.

00:24:57: Ja dann sind wir wieder zurückgefahren.

00:24:59: Und dann hab ich gesagt, na, ich weiß noch nicht, ob ich bereit bin.

00:25:01: Habe ich ja noch zwei Jahre Geschichte studiert und bin dann quasi zwei Jahre nach dem Abi ... ... in das Prise-Seminar meins eingetreten.

00:25:14: Ich habe gesagt, ey, ich guck mir das mal an!

00:25:16: Ich kann nur doch wieder gehen, seltsam wie so als wenn man da eine Seele abgibt und ist dafür immer verwurzelt.

00:25:21: Dann hab ich gemerkt, dass es genau was sich machen will diese Botschaft, die mich bewegt.

00:25:26: Diesen Glauben, der irgendwie in mir drin steckt, den ich gemerkt habe, dass es mir viel Halt und Basis so für mein Leben auch für meinen Handeln gibt.

00:25:33: Dass sich das gerne auch anderen Menschen mitgeben möchte.

00:25:36: Und was für mich immer noch ein ganz großer Punkt ist, warum ich finde, dass das der beste Beruf der Welt ist, weil man einfach Menschen vom ersten bis zum letzten Lebensjahr begleiten kann also.

00:25:49: In diesem ganzen Spektrum von Lebenssituationen, die einem begegnen.

00:25:53: Kann man immer ein Angebot machen und sagen komm vorbei redet ich bin da für euch.

00:25:58: das finde ich einfach ganz großartig.

00:26:01: Ich finde, das ist eine so spannende Geschichte.

00:26:04: Die ja auch offenbar entscheidend mitgetragen wird von Menschen und Außen.

00:26:08: Das scheint ein roter Faden deiner Beziehung zum Glauben zumindest in dieser Zeit zu sein.

00:26:12: Dass immer Menschen da waren die sich darin bekräftigen und unterstützten gefördert haben.

00:26:16: Und gleichzeitig – und das finde ich wirklich hochspannend – einen Jahr oder was hattest du?

00:26:20: Zwei Semester Geschichte gab es dann ...

00:26:23: Vier Semester habe

00:26:24: ich gespürt.

00:26:24: Oh mein Gott!

00:26:24: Okay, das sind zwei Jahre.

00:26:25: Hol dich den.

00:26:27: Alter und Mittler.

00:26:29: Okay, ich hab alte Geschichte und klassische Archäologie.

00:26:31: Auch da schon wieder eine Parallele in der Biografie.

00:26:34: Frage diese zwei Jahre Geschichte?

00:26:37: Alte Geschichte, mittlere Geschichte ... Sollte das also wahr daran geknüpft tatsächlich auch eine berufliche Zukunftsüberlegung oder war es eher so ein Ja okay mich reizt schon dieses Theologiedings.

00:26:49: aber ich mach jetzt erst mal was anderes.

00:26:50: Und lieb Eugler aber schon mit dem anderen Oder hattest du wirklich auch ne Berufsvorstellung weg von der Kirche außerhalb des Glaubens?

00:26:59: Also, man kann ja auch als nicht priestergläubiger Mensch sein.

00:27:02: Das darf man nicht vergessen.

00:27:04: Man kann im Glauben und trotzdem ein Geschichtsprofessor sein oder so.

00:27:07: Und das war die Frage?

00:27:08: Hattest du beruflich vor in eine andere Richtung zu gehen?

00:27:11: Ich

00:27:11: hatte mir das schon überlegt, auch andere Sachen zu machen ... Ich muss dazu sagen, dass Religion in der Schulzeit nicht mein Lieblingsfach war.

00:27:21: Das war Geschichte!

00:27:22: Da bin ich voll aufgeblüht.

00:27:23: Ich fand es interessant herauszufinden oder zu hören, wie sich Dinge entwickeln und was da passiert ist.

00:27:30: Deswegen war das erst mal mein logischer Schluss, dass ich gesagt habe, hinterher würde mich gerne machen.

00:27:35: Und ich hätte mir schon vorstellen können, irgendwas Historisches an der Uni zu machen oder vielleicht auch irgendetwas mit Medien zu sagen.

00:27:42: Eher irgendwie so ein Terra X-Doku oder sowas.

00:27:45: Finde ich auch interessant ... als Geschichtsjournalist, oder wenn es sowas gibt.

00:27:50: Also quasi auch Geschichte den Menschen näherzubringen.

00:27:53: Oder in die Museumspädagogik und so was.

00:27:56: Und dann hatte ich zwischendrin noch einen ... Was ich Gott sei Dank nicht gemacht hab ist, ob's nicht cool wäre eine Videothek zu eröffnen?

00:28:04: Sehr gut!

00:28:06: Das wär jetzt doof gewesen.

00:28:09: Oder was ich mir heute vorstellen könnte, weil ich sehr gerne lese, ob ich ne Buchhandlung hätte.

00:28:15: Genau.

00:28:15: Und dann ist aber während des Studiums in ... Ich hab in Gießen studiert, die Geschichte und währenddessen ist aber da noch mal kommen.

00:28:24: ja das doch reizt mich mehr.

00:28:27: also ich muss dazu der Weitzhalber muss sich auch noch dazu sagen dass ich alte und mittlere Geschichte und Theologie studiert habe auf Magista.

00:28:35: Das ging da im Master-Magistik.

00:28:36: Ich glaub damals hieß es Magista Also ich hatte quasi schon ...

00:28:40: Ah!

00:28:40: Das Fundament so ein bisschen?

00:28:41: Ja

00:28:42: genau weil die Theologie hat mich auch schon immer gereizt.

00:28:45: Und dann habe ich aber irgendwann eben auf diesen Berufungsgründen gesagt, na ich will jetzt ein volles Theologischudio machen.

00:28:50: Und ehrlich gesagt ist ja die es jetzt ein bisschen fies den profanen Geschichtsschreibern gegenüber, aber streng genommen ist ja diese Geschichte des Mittelalters bis zur Reformation das hier alles nur Kirchengeschichte oder viele Stellen davon Kirchen-Geschichte.

00:29:04: wo ich gedacht hab da hab' ich auch meine Leidenschaft in der Kirchengeschichte auch gefunden zu sagen man kann sich auch historisch damit gut denken.

00:29:14: Ich finde das sehr interessant und es führt direkt zu einer Folgefrage zum Theologie-Studium.

00:29:19: Ich habe in meinem Freundeskreis einige Menschen, die zumindest im Nebenfach ebenfalls damals Theologie studiert haben und manche von ihnen waren auch gläubig und da hab ich etwas ganz Spannendes miterlebt.

00:29:30: Ich hab selber nie Theologie Studiert aber ich find das aus der Ferne sehr interessant.

00:29:34: was ich vor allem erfahren habe vor vielen Jahren dann damals dass das Theologiestudium ein sehr ein Bibel kritisches Studium ist.

00:29:41: Es ist nicht so ein Studium, wie sich manche Menschen draußen vielleicht gerade vorstellen, dass man den ganzen Tag nur an Gott denkt und dann schreibt man da Briefchen oder keine Ahnung?

00:29:48: Nee!

00:29:49: Es ist ein knallhart-kritisches Exeggese-Studium wo du dich hinsetzt mit der Bibel zum Beispiel auch anderen Schriftquellen und die kritisch liest und auch diskutierst und debattiert.

00:30:00: Und das führte dazu, dass einige meiner Freunde damals ... Wie sage ich das?

00:30:05: im Glauben erschüttert wurden.

00:30:06: Sie gingen in das Studium rein als gläubige Menschen und gingen raus, als Menschen die eine neue Beziehung zu ihrem Glaubem entwickelt hatten weil sie Dinge gehört und gelesen hatten vor denen sie merkten.

00:30:18: ich kann das nicht mehr übereinbringen mit meinen eigenen Glaubensvorstellungen.

00:30:21: Und da will ich mal anknüpfen und dich fragen hattest du auch einen solchen Moment?

00:30:24: oder wie hat das Theologie-Studium dein Verhältnis zur Religion zum Glaube verändern?

00:30:29: Also das stimmt.

00:30:31: Im Theologiestudium ist es so.

00:30:35: Also mich hat es unter dem Strich zum Schluss eher bestärkt, weil ich gemerkt habe, dass man sehr gut einfach auch mit den Schriften umgehen kann.

00:30:44: Alles was wir da hier haben sind ja Erfahrungen mit Menschen zu ihrem Gott und das ist zum Beispiel bei den Bibeltexten auch so.

00:30:54: Ich glaube, was das Theologiestudium schon macht ist.

00:30:57: Dass man mit so einem, ich bin erst jetzt ein bisschen hart formuliert, aber in seinem naiven Kinderglauben da reingeht und sagt irgendwie der gute liebende Gott und so.

00:31:05: Und dann merkt man aber, hm, okay, dass was an den Evangelien steht, ist erstmal auch Gottes Wort aus Menschenhand geschrieben und nicht ... Das ist jetzt nicht quasi Gott hat es offenbart und das liegt dann da und so, sondern das ist quasi auch eine Leute die quasi darüber schreiben wie sie mit Jesus unterwegs waren.

00:31:21: So ein ganz witziger Fakt ist, die Evangelien sind nicht die ältesten Texte in der Bibel.

00:31:28: Sondern die Paulus-Briefe oder die Briefwinden dran.

00:31:31: Weil natürlich der Apostel, der ja schon nach Jesus geschrieben hat, noch viel näher dran ist als irgendjemand, der in den Seventy Jahren was geschrieben hat.

00:31:39: Und es stimmt schon und man beschäftigt sich dann auch mit der Frage, gab's diesen Jesus wirklich?

00:31:44: Und dann macht man so eine historisch-kritische Exegese zu den Texten und sagt, okay was könnte ... Was davon ist?

00:31:51: Ich sag jetzt mal ein bisschen hart.

00:31:52: Also was ist da quasi der Versuch die Botschaft der Evangelien rüberzubringen?

00:31:57: Und was ist quasi historisch richtig?

00:32:00: Genau, das ist dann die historisch kritische Methode.

00:32:02: Da gab's diesen Jesus nicht.

00:32:04: Die Theologie ist ja schon dazu gekommen, dass es diesen Menschen gab.

00:32:07: Das ist schon mal ne gute Sache für die Theologie würde ich sagen!

00:32:10: Ist nen Gewinn kann man schon mal einstecken.

00:32:13: Und wo man natürlich an vielen Stellen dann auch noch mal ein bisschen ins Straucheln kommen kann, ist wenn man dann so Moralfragen hat.

00:32:19: Da sind ja die katholische Morallähre an vielen Ställen nicht immer das was... heutzutage morale stenkbar ist.

00:32:29: Da gibt es ja doch einige Crashpunkte, würde ich sagen.

00:32:32: Dem begegnen wir natürlich im Studium auch, wo man sich selbst fragt, okay, ist meine Moralverstellung das auch?

00:32:37: Oder wie ist das?

00:32:38: und dann ist es ganz wichtig dass man so ein bisschen den Übersprung schafft dazu zu sagen na' Ich kann schon mit dem was ich als Theologe dann auch mache auch mit in die Theologie hineinwirken Und auch in die Diskussionen gehen.

00:32:48: So und ich glaube das ist bei allem etwas Glaubenssachen Wahrscheinlich anderen Sachen auch politisch auch Dass man immer das was man was man fühlt, was man irgendwie auch im Herzen mit ins Gespräch bringen kann.

00:32:59: Wo er nicht sagt oder es ist alles doof ich lasse das einfach sondern dass man sagt ich gebe auch etwas dazu ich beschäftige mich damit ich will vielleicht auch Dinge verbessern kann auch sein und da muss man glaube ich diesen Abstand im Theologiestudium hat dann auch finden zwischen meiner persönlichen Gottesbeziehung die sich natürlich gut aus der Theologie auch schöpfen kann, weil man natürlich immer wieder Sachen aus seinem Leben in den Schriften finden kann.

00:33:25: Jetzt nicht nur im biblischen Text und bei den Kirchenvätern oder bei neueren Theologen.

00:33:31: Und man das gut machen kann.

00:33:33: Aber es ist in der Tat richtig, dass man am Anfang erst mal so ein bisschen denkt hoch was da los ist.

00:33:40: Ist

00:33:40: wirklich ein super spannendes Studium.

00:33:42: Wie gesagt, das war für mich damals eine Augenöffne als ich Mitte zwanzig war und erfahren habe, was Theologie-Studium eigentlich bedeutet?

00:33:48: Ganz interessant.

00:33:49: Ich glaube auch vollkommen richtig, dass da eben so eine kritische Auseinandersetzung gefördert und gefordert wird mit diesen Texten.

00:33:56: Jetzt bist du ja diesen Weg weitergegangen.

00:33:57: Du bist heute aktiv als Pfarrer und auch Jugendseelsorge.

00:34:01: Und damit teil ... Und ich bin mir sicher, du hast damit gerechnet, dass du auch danach gefragt wirst.

00:34:06: aber auch da interessiert mich einfach wirklich... Du bist damit Teil der Institution der katholischen Kirche.

00:34:12: Da würde mich interessierend brennend sogar.

00:34:15: Wie du das für dich persönlich, wenn du das beantworten willst unter einen Hut bekommst zum Einen all das was du im Theologiestudium gelernt hast deine eigenen Überzeugung von Glauben von dem was richtig ist was moralisch ist und das zusammenbringst mit all diesen Geschichten die mittlerweile aus der Institution der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit gekommen sind zum Thema sexuelle Belästigung oder auch Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Geschichten Die mittlerweile teilweise bewiesen und auch bestraft wurden.

00:34:43: Wie bringst du das für dich moralisch unter einen Hut quasi in einer Institution zu arbeiten, wo solche Dinge zumindest in der Vergangenheit auch passiert sind und mit einer gewissen Risikozahl versehen?

00:34:56: Auch heute noch passiert.

00:34:57: Wie machst Du das für Dich?

00:34:59: Ja also das schließt ein bisschen an dem an was ich eben gesagt habe zum Theologiestudium.

00:35:04: Ich finde Die Botschaft Jesu ist so stark und so gut in ihren grundsätzlichen Sachen, dass sie auf jeden Fall heutzutage auch verkündet werden muss.

00:35:13: Und auch in einer Institution wie Kirche finde ich es wichtig, dass man Leute hat die auch sagen hey das ist nicht richtig, wie das hier gerade läuft.

00:35:21: Das muss gut geregelt werden und es muss auch geregkelt werden und da ist die Kirche an vielen Stellen schon auf einem sehr guten Weg Und es muss auch Leute im System geben, die auch sagen wir müssen daran arbeiten.

00:35:33: Es muss irgendwie weitergehen und aufgeklärt werden.

00:35:37: Es darf da keine Dunkelziffern geben, sondern das muss alles wirklich geklärt werden damit wir wieder gut mit dieser guten Botschaft auch weiterarbeiten können.

00:35:45: Also mich persönlich hat das auch sehr getroffen ... Das war ja als der erste Studium rauskam in den Jahr zwei Tausendzehn, glaube ich, war ich ja mitten im Studium.

00:35:54: Ich hab mich schon gefragt, was da los ist?

00:35:58: Ist das dann noch das, wo man da sein kann?

00:36:01: Ich

00:36:01: finde jetzt von Institutionen ein bisschen weg.

00:36:06: Aber dass diese Gemeinschaft von Menschen, die seit zweitausend Jahren diesem Jesus Christus nachfolgen auch in Zukunft gut bestehen muss.

00:36:13: und da muss es Leute im System geben, die nicht sagen ich werfe meinen Hut weg und dritte aus weil ich enttäuscht bin.

00:36:19: Und dann hat man nur noch diese Leute Komische Sachen machen, sag ich mal.

00:36:25: Und dann ist das Ding gegen die Wand gefahren.

00:36:27: also ich finde man braucht auch Leute die sagen es muss wirklich eine ehrliche Arbeit geben und Ich erlebe das bist du meinst zum Beispiel als sehr gut.

00:36:35: Also dass Es gibt natürlich immer noch Schattenseiten und so wie das überall ist aber muss natürlich auf den gesamten tanker des Bistums jetzt umlenken.

00:36:41: wir haben natürlich den großen vorteil Dass wir da auch sehr gut mit dem betroffenen Beirat zum beispiel zusammenarbeiten da auch tun, was wir können.

00:36:49: Das war für mich eine positive Entwicklung zu sehen, dass das Bistum in dem ich tätig bin, da gute Arbeit macht.

00:36:57: Wenn es Bistums gescheitert wäre ... Es gibt ja andere Biste, weil die nicht so gut läuft.

00:37:03: Weil sicherlich bei mir noch mal eine schwierige Frage gewesen ist.

00:37:07: Und man muss Leute haben, die sagen, es muss auch gut gehen und so.

00:37:17: Aber natürlich in der Tat schwierig.

00:37:18: Ich merke auch, dass Leute mir gegenüber anders auftreten wenn die merken das ich Priester bin weil diese ganze Apparatur, die man aus den Medien hört, immer mitschlinkt und es mich selbst mega belastet, dass ich in einer Institution, die für was ganz anderes steht, Arbeiter oder Dienst unterwegs bin... als das in der Vergangenheit an vielen Stellen so war.

00:37:49: Das ist natürlich eine schwierige Sache und ich hoffe sehr, dass der Weg da ein guter

00:37:54: ist.".

00:37:55: Danke schon mal für diese Offenheit und diese Einblicke auch, wie du dich da selbst damit fühlst.

00:37:59: Auch dazu kann ich noch ergänzen was sie in der Vorbereitung auf dieses Gespräch gefunden haben und was sich natürlich auch nicht unterschlagen will gerade weil du gelobt in der Vorgabe machst dein eigenes Bistum bis zu Mainz.

00:38:08: Da werden Dinge angeboten.

00:38:09: die ist zu meiner Zeit im Meinem-Bistum wo ich quasi aktiv war so etwas noch in weiter Ferne lang und zwar Präventionsschulungen.

00:38:16: Das finde ich ganz interessant um das man an der Stelle ganz kurz hier zu nennen.

00:38:19: ihr geht im Bistumeins an Schulen offenbar und bietet Prävention Schulung an.

00:38:24: kurz für die Leute draußen zitieren, was da auf dem Beschreibungstext steht von diesen Schulungen um einmal ein Bild davon zu bekommen und zwar ich zitiere Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Thema.

00:38:36: Wir möchten in den Schulungen verantwortliche sensibilisieren und stärken.

00:38:39: Neben Informationen zum Thema geben wir Handlungsleitungen für den Notfall denn für uns heißt es nicht wegschauen sondern Wegesuchen um zu helfen.

00:38:47: Daneben finden wir es hilfreich einen kritischen Blick auf die eigenen Verhaltensweisen den Umgang miteinander Vertrauten Kindern und Jugendlichen zu werfen, Zitat Ende.

00:38:56: Und das so wie es da steht, dass ist ja wirklich eine gute Initiative?

00:39:01: Es ist auch gelebt also bei uns Pflicht.

00:39:04: wenn man in den Dienst geht sowohl als Haupt- als auch aus Ehrenamtlicher muss man diese Präventionsschulung machen und lernt quasi... Also da geht's nicht darum, es gibt auch darum, dass man selbst guckt wie man, also auch wenn man jetzt keine Veranlagen hat aber das man aussagt Okay, zum Beispiel das Anziehen von Messdienergewändern, dass man davor fragt und so Sachen.

00:39:25: Also ich kenne noch Sakristane die früher dann einfach rumgezuppelt haben.

00:39:30: Die haben es nicht aus Böswilligkeit gemacht, aber ... Dass man da ein bisschen sensibilisiert auch so Sachen infrage zu sehen.

00:39:35: Aber auch, und das ist glaub ich auch was ganz Wichtiges, dass Man auch Anzeichen erkennt wenn Missbrauch quasi vorgefallen ist.

00:39:43: Und dass man da aktiv wird und sagt irgendwas stimmt hier nicht wir müssen nochmal draufgucken weil natürlich Missbrauch an unterschiedlichen Stellen passieren kann.

00:39:52: In Familien, Schule und was weiß ich... Wenn man zum Beispiel in einem Zeltlage mit der Jugend unterwegs ist oder man hat dann irgendwie einen Kind dabei wo merkt Da müssen wir noch mal genauer hingucken, das ist natürlich auch sehr hilfreich.

00:40:04: Und bei uns ist es schon so dass diese Schulungen wie gesagt auch verpflichtend sind.

00:40:08: die müssen erweitertes Führungsteugnis abgeben eine Selbstverpflichtungserklärung machen.

00:40:13: Bei Auslandsreisen muss das nochmal erweitern werden diese Präventionsschulung weil's der ja häufiger so ist.

00:40:19: also wenn wir zum Beispiel auf dem Weltjugentag unterwegs sind hatten wir jetzt auch da schliefen halt in der großen Tourenhalle nicht viel mit Tränung der Geschlechter oder so.

00:40:28: Da muss man natürlich noch mal mehr sensibel sein, genau und das ist uns ganz wichtig dass wir halt auch sensibilisieren für diese ganzen Fragestellungen.

00:40:35: ja und es hat auch schon gute Früchte getragen weil viele von uns dann ja auch Sachen nicht mehr machen oder die wo bevor gedacht haben das wäre irgendwie kein Problem.

00:40:45: aber dass man doch mal fragt und so und das merken wir schon dass das in dem Gesamtkontext auch bei meinem Arbeitsfeld der Jugendarbeit.

00:40:54: erstes ja quasi Besonders wichtig, sag ich mal.

00:40:58: Dass wir das schon merken, dass die Sensibilität da sehr stark gestiegen ist und auch die Aufmerksamkeit für Dinge ... Das die Schieflaufen möglich.

00:41:07: Ich habe noch eine letzte Frage zu diesem ganzen Themenkomplex.

00:41:11: Deine persönliche Beziehung zu Klaube und Kirche und all dem, bevor wir dann umzuschwenken ist ja so schon spannend genug.

00:41:16: aber auf das andere spannende Thema tun die Welt der Videospiele um Gotteswillen.

00:41:20: Oh Gott!

00:41:22: Es ist so lustig.

00:41:23: es ist ne Floske zu sagen um Gottes Willen hier vorhin auch Holy Shit gesagt und nur weil ich weiß was für ein Beruf du hast fühlt ihr mich direkt schlecht?

00:41:29: Das ist lustiger.

00:41:31: Ich weiß, das ist Quatsch.

00:41:33: Aber es ist ein lustiger Nebeneffekt!

00:41:35: Man ist plötzlich oder ich bin plötzlich sensibilisiert für Sprache an dieser Stelle.

00:41:39: Aber das nur im Rande... Was ich sagen wollte?

00:41:42: Eine Sache ist eigentlich gar kein... Also genau nochmal katholische Kirche.

00:41:46: immer mehr Menschen gehen daraus.

00:41:47: die Zahlen kennt man ja.

00:41:48: viele Menschen verlassen die kirche treten aus.

00:41:51: spürst du das bei deiner eigenen eigenen Arbeit, also jetzt krasses Bild wäre.

00:41:56: Du erinnerst dich an deine Ministrantenzeit vor vielen, vielen Jahren?

00:41:59: Volle Kirchen und guckst heute in die Kirche wo kaum noch jemand sitzt.

00:42:02: das ist natürlich das drastische Bild.

00:42:03: aber bemerkst du so etwas?

00:42:07: Ja ich bemerke es schon In der Jugendarbeit das ganz witzig ist nicht so schlimm.

00:42:15: Das muss ein bisschen unterscheiden.

00:42:16: Es gibt ja die Ministrantengruppen vor Ort und auch Gruppen, die sich so in der katholischen Kirche engagieren, die aber kein Jugend verbandt sind – also Fadis oder KJG oder sowas -, die sich verbandlich organisieren.

00:42:28: Und wir haben das in Corona gemerkt, es war eine ganz schlimme Phase für uns, weil natürlich die Ministranten und Ministrantinnen überhaupt nicht arbeiten konnten.

00:42:35: Die konnten ja gar nicht am Altar stehen, weil ja alles im Lockdown war und es gab Abstandsregeln

00:42:40: usw.,

00:42:44: warum sie ihre Tätigkeit irgendwie verloren.

00:42:47: In den Jugendverbänden ist es nicht so extrem gewesen, die haben ein Gefühl jedenfalls eher so ein größeres Zusammenhaltsgefühl als Verband und da haben wir gemerkt dass die Zahlen relativ... gleich geblieben sind.

00:43:01: Wobei man natürlich auch dazu Wahrheit sagen muss, dass nicht alle in den katholischen Jugendverbänden auch Katholiken sind.

00:43:06: Da gibt es ja auf evangelisch und nicht getauft oder so... Und das ist auch gut so!

00:43:09: Also die haben sich trotzdem dafür entschieden im katholischen Verband unterwegs zu sein was ja auch erst mal eine gute Sache ist.

00:43:15: Gesamtgesellschaftlich merken wir das aber schon, dass die Kirchen ich würde sagen an vielen Stellen schon Lehrer sind.

00:43:24: Ich bin mir aber nicht so ganz sicher ob das nicht auch ein gesellschaftlicher Trend.

00:43:29: Also, dass er die orangenische Kirche erlebt ist ja auch.

00:43:32: Und die Glaubensfragen von vielen Menschen sind glaube ich sehr viel individueller als das noch vor ... Vor keine Ahnung, vor sechs Jahren war.

00:43:40: Wo man auch nochmal so Stabilität durch die Institutionenkirche irgendwie noch mal wollte weil alles ein bisschen unsicherer war in der Welt.

00:43:47: Aber es natürlich schon für meine Berufsklasse ein großes Problem Weil wir quasi gar nicht mehr genug Nachwuchs haben um Perspektivisch alle Stellen nachzubesetzen.

00:43:59: Das gilt aber jetzt nicht nur für Priester, es geht auch für.

00:44:01: wir haben ja auch Gemeindereferenten und Pastoralreferentinnen und sowas die sich natürlich auch reduziert haben so.

00:44:07: Und dann kommen natürlich schon irgendwann auf das Problem hin dass wir quasi Gemeinden überhaupt nicht mehr dienstlich... also ist ja jetzt schon so, dass wir einiges zusammenlegen müssen.

00:44:22: Aber das ist natürlich in der Tat ein Problem.

00:44:23: Wenn wir jetzt alle, die noch katholisch und sonntags in der Kirche sind und engagiert sind an einem Ort hätten, hätten wir genug Personal?

00:44:29: Das wäre kein Problem.

00:44:30: Ähm ... aber die große Fläche.

00:44:33: Also, das ist ja ... Gefahr gemeinten sind ja so Flächen-Konstrukte.

00:44:36: Und die müssen natürlich alle bestellt werden.

00:44:38: Das ist schon ein Problem, ja.

00:44:40: Es macht sich auch in der kirchensteuer bemerkbar, dass wir diese ganzen sozialen Dinge nicht mehr so gut finanziert bekommen wie es noch vor, keine Ahnung, vierzig Jahre war.

00:44:52: Wenn ich fragen darf, was macht das mit dir?

00:44:53: Ist es nicht wahnsinnig frustrierend, das vor allem mit anzusehen und dir erst mal direkt nichts machen zu können um diesen Trend zu ändern als Einzelpersonen.

00:45:02: Ja also wenn man... Also ich will sagen im Gesamttrend ist es schon.

00:45:07: merke auch dass das auch nicht gut ist für so eine Perspektivfrage.

00:45:12: Ich merke aber und vielleicht ist es auch ein bisschen mein Schutzmechanismus Dass immer da wo ich bin das Gutes Gut funktioniert.

00:45:19: Also ich komme gut ins Gespräch.

00:45:22: Ich kann meine seelsorglichen, fristerlichen Dinge auch gut irgendwie an den Mannern die Frau bringen.

00:45:27: Ich merke wenn ich in das Gespräch komme ist es eine gute Sache.

00:45:31: aber ich merke dann natürlich schon wenn ich irgendwo als Vertretungspriester hinfahre und die mich nicht so kennen, ist das natürlich auch schwieriger weil dann manchmal nur ein paar Leute da sind.

00:45:41: Aber diese ist für die Zukunftsfrage ist natürlich schon einer die mir mit geht wo ich auch sag mal gucken wo das alles noch hin führt Hoffnungsvoll, auch aus der Botschaft heraus.

00:45:55: Dass ich sage... Also dass ich hoffe, dass der Glaube die Kirche, das Evangelium, dass sich weiter trägt ja schon über zweitausend Jahre Krise an vielen Stellen, auch weiter bestehen bleibt.

00:46:05: Da bin ich schon hoffnungsfull.

00:46:07: Ich glaube nicht, dass da der Glabe jetzt einfach so verschwindet?

00:46:10: Ja!

00:46:10: Da haben wir eine Brücke.

00:46:12: Muss ich ablenken von den Sorgen im Leben Eskapismus?

00:46:15: Da sind wir bei Videospielen, wir haben es geschafft!

00:46:16: Wir sind rüber geschwungen!

00:46:18: Das

00:46:18: sehen wir gerne!

00:46:21: Naja, was soll ich sagen?

00:46:22: Ich habe hier noch mal so viele Fragen die alle sich drehen um dieses Thema.

00:46:26: Ich muss sie alle fragen!

00:46:27: Es interessiert mich viel zu sehr.

00:46:29: Ich hab's in der Ammonation erzählt du bist ja Teil eines Podcasts, eines ganz fantastischen und Interessanten und deswegen will ich auch darüber mit dir sprechen über deine Beziehung zu Videospielen weil da auch schon wieder im Verband mit deiner Beziehungen zu Glauben Religion eigene womögliche Fragen komplex entstehen, wo ich so neugierig bin die Antwort zu erfahren.

00:46:50: Vorher aber muss ich grundlegend fragen wenn du mir das mal offenbaren könntest Du und die Welt der Videospiele, wann beginnt denn diese Geschichte?

00:46:59: Und vor allem warum wurde es eigentlich eine Geschichte.

00:47:01: Hast du so was wie ein prägendes erstes Spielerlebnis oder ein Lieblingsspiel von ganz früher oder wann noch immer du dazugekommen bist zu diesem Medium das bei dir geblieben ist?

00:47:17: Also bisschen schwierig weil das natürlich auch schon ein paar Jahre her ist aber ich erinnere mich daran dass sich um meine Erstkommunion rum also mit neun dass ich schon ein, dreißig Jahre her irgendwie den Computer gekriegt hab.

00:47:27: Und dann hatte ich so einen ... Ich glaub jetzt Raptor?

00:47:31: Wo man so ein Flugzeug hat, wo man nach links und rechts fliegen kann oder so.

00:47:35: Und drei, sechs, nachtzig, da glaub ich war das nicht mehr.

00:47:39: Dann irgendwann, wo ich älter wurde, gab's Diablo I. Das hat mich dann schon irgendwie ... Als ich dachte, es ist mir viel zu friggelig.

00:47:47: Ich weiß gar nicht, wie man überleben kann.

00:47:49: Dann ist natürlich ein großer Meilenstein im Leben gewesen, Diablo II... In diese Richtung.

00:47:55: Das hatte ich ja in meiner Kindheit und Jugend schon gespielt, da hat ich abgesehen als von den Messdienerarbeit noch nicht die Perspektive direkt Priester zu werden sollen erst mal so unterwegs sein.

00:48:07: Und dann hat sich das gehalten.

00:48:10: Das macht mir immer noch Spaß und Laune.

00:48:12: Ich merke schon, dass meine Koordination ein bisschen nachlässt für Shooter aber in diesen ganzen Strategiesachen und so bin ich immer noch super drin, es macht auch Spaß.

00:48:23: Genau, das hat sich gehalten.

00:48:24: Ich würde sagen es ist ein Hobby aus der Kindheit, dass sich so ein bisschen das Erwachsenenalter durchgezogen hat wie das ja auch, ich meine statistisch gelesen haben bei siebenundsechzig Prozent der Leute irgendwie auch heute ist.

00:48:33: also es ist ja auch kein spartender Ding mehr, was man sagt.

00:48:36: Ja bis natürlich in der Tat ein bisschen irritieren, dass ein katholischer Priester kompetuerspielfreund ist.

00:48:40: Denkt mal nicht so dran

00:48:47: ne?

00:48:49: passiert das gerade?

00:48:50: oder ob ich mir das einbilder, aber wir sehen uns ja gerade während wir sprechen.

00:48:52: Die Hörer und Hörere wissen das nicht, aber sie sehen uns von allen Spielen die es in dieser Welt da draußen gibt, die man hätte nennen können als frühen prägende Titel nach unserem halbstündigen Gespräch über dich und Prädigion

00:49:05: Diablo

00:49:05: nennt.

00:49:08: Da rutschte über meinen Mund ein richtig breites Grinsen.

00:49:11: Und du hast auch in dem Moment gekritzt, vielleicht auch weil du dich schön erinnert hast an diese Zeit.

00:49:15: aber es war so einen Moment wo ich mir Einbildete ganz kurz zu spüren da sind's beiden.

00:49:20: klar ist dass da drin ein gewisser Gag liegt und vielleicht auch eine Ironie.

00:49:26: Das ist auch tatsächlich was.

00:49:27: da können wir mal kurz bleiben.

00:49:28: das meine jetzt ganz ernst.

00:49:29: weiß nicht wie das klingt Aber ich meine ganz ernst eine Frage die mich sehr beschäftigt hat auf den Weg hierher Wo ich neugierig bin die Antwort kennenzulernen.

00:49:37: Diablo ist ein wunderbares Beispiel, aber es gibt auch viele andere.

00:49:40: Glaube und Religion – wir haben's gerade gehört!

00:49:43: Ist ein wichtiger Teil deines privaten und auch beruflichen Lebens.

00:49:46: Wenn man jetzt so meinen möchte….

00:49:48: Das will ich mir einfach mal ein ableiten zu können aus diesem Gespräch bisher in einem omnipräsenter Faktor in deinem Leben das Thema Glaube.

00:49:56: Man sollte ja jetzt meinen dass wenn man jetzt wie du zum Beispiel einen Rollenspiel spielt oder auch in Diablo irgendwas anderes, sich dazu angeleitet fühlt oder vielleicht auch den Instinkt hat, die Werte an die man im echten Leben hier auch glaubt.

00:50:14: Nächsten liebe christliche Glaubenswerte überträgt ins Rollenspiel im Spiel das man quasi ein Verhaltenschema was man im Echten Leben verinnerlicht hatte und was sich speistet in deinem Fall aus dem Christlichen Glauben und all dem was damit zusammenhängt übertlägt auf die Spielwelt mit anderen und einfachen Worten Spielst du christlich in Rollenspielen?

00:50:37: Oder ist das für dich ein Raum des absoluten Eskapismus, weil und da sind wir wieder bei diesem alten Satz es ist ja dann am Ende doch nur ein Spiel.

00:50:47: Ich würde sagen ich mache das nicht bewusst aber ich glaube schon dass an vielen Stellen natürlich schon eine gewisse Beleitung also wenn ich irgendwie einen Dialogoption habe mein Gegenüber im Stich zu lassen oder irgendwelche Dörfer, die da zu brennen.

00:51:07: Dass ich eher dazu neige, den Dörfern zu helfen.

00:51:10: Auf der anderen Seite ist es manchmal auch ganz witzig, wenn man eine nur dunkle Gruppe spielt.

00:51:14: Das vor allem im Rollenspiel bei Pen & Paper war eine Frage in meiner Kindheit und Jugend gewesen.

00:51:20: Auch ob man nicht einfach mal eine böse Gruppe spielte.

00:51:21: wie das funktioniert?

00:51:23: In Computerspielen habe ich das Gefühl aber vielleicht ist es auch nur ein persönliches Gefühl dass man als guter Charakter meistens besser durchs Spiel durchkommt Und das meistens auch vom Gefühl her, also jedenfalls mir persönlich.

00:51:38: Auch ein bisschen mehr Freude macht und es ist auch noch so'n bisschen ein Motiv, dass ich zum Beispiel bei Filmen nicht verstehe, dass sich Leute auf die böse Seite schlagen weil der immer böse is'.

00:51:50: Also wenn man versagt wird man ja gleich irgendwie dann vom Stifflord weggemeuchelt oder sowas.

00:51:58: Ich versteh nicht warum man sich auf böse Seiten schlagen kann auch schon Bestrafungsmechanismen hat, die einem nicht zugutekommen.

00:52:06: Ja?

00:52:06: Also ... und das, wo ich dann immer denke, dass es ... Ich würde mich niemals auf die böse Seite schlagen, weil ich das einfach ... So war ich so.

00:52:16: Aber das ist natürlich im Computerspiel nochmal eine andere Frage, ne?

00:52:19: Da find ich jetzt auch nicht schlimm, wenn man mal eine böse Seite ausspielt oder mal da unterwegs ist.

00:52:25: Wenn ich da noch mal nachhaken darf, bis hierhin bist du quasi wie auch ich in großen Teilen Teil dieser gigantischen Gruppe der Spielerinnen und Spieler, die default standardmäßig immer sich gut verhalten spielen.

00:52:36: Und vor allem auch aus dem Grund den du gerade beschrieben hast weil wir die Erfahrungen gemacht haben.

00:52:40: Spiele sind vor allem konzipiert für diesen guten Spieldurchlauf.

00:52:44: da gibt es mehr Inhalte besondere Inhalter.

00:52:46: Die bösen Spiel-Durchläufe sind eher so Neben Straßen und man versperrt sich teilweise auch Inhalte des Spiels mal ganz doof mechanisch gesprochen.

00:52:54: Das ist so eine Lektion, die viele von uns gelernt haben.

00:52:56: deswegen viel von uns das sagen die Statistiken spielen default erstmal gut durch.

00:53:01: das ist quasi der Standardmodus.

00:53:03: So jetzt will ich aber nochmal nachhaken.

00:53:05: merkst du dann trotzdem beim spielen?

00:53:07: vielleicht ist es ja auch gar nicht so Aber Ich muss noch Mal nachfragen merkst Du Beim Spielen Trotzdem wenn wenn plötzlich Situationen herbeigerufen werden oder auch Szenen gezeigt werden, die indirekt oder direkt auf deinen Glauben anspielen.

00:53:18: Nehmen wir mal Diablo wo ja oft auch von gefallenen Engeln gesprochen wird und Teufels Brut sind Gegner und Dämonen also und Kram.

00:53:26: das sind ja Dinge die eins zu eins inspiriert wurden vom Entwicklerteam aus dem christlichen Glaube.

00:53:31: mitunter merkst du dass das sich irgendwie auf einer Weise berührt wie es vielleicht bei einem nicht gläubigen Menschen nicht so doll wäre?

00:53:38: Merkst du Dich erreicht, oder ist es wie gesagt dieser Moment wo du sagst naja.

00:53:43: Ist halt ein Spiel also das trennst Du dann davon?

00:53:47: Nö, das würde ich nicht sagen.

00:53:48: Also das glaube ich...also das treddig.

00:53:50: Ja okay.

00:53:50: Ich

00:53:51: habe jetzt nicht das Gefühl ich bin der katholische Kreuzritter der da durchzieht und äh... Hätte

00:53:55: sein können!

00:53:55: Nein nein nein.

00:53:56: Also er hätte sich mehr auf vorstellen können ja.

00:53:57: Nein nein

00:53:58: genau.

00:53:58: Ne ich glaube das ist auch sehr wichtig.

00:53:59: Ich glaube dass auch in allen Spielarten eine wichtige...Also wenn wir zum Beispiel im Pen and Paper Rollen spielen.. Also ich hab so ne DSR Leidenschaft dann eher so Wenn man an Gewalten spielt, ist das natürlich auch nichts mit einem eigenen Glauben kollidiert.

00:54:15: Weil das ja quasi Fantasy ist und ich glaube es ist wichtig, das gut auseinanderhalten zu können.

00:54:21: aber es gibt natürlich schon Momente also jetzt ohne dass eben für den eigenen Klaufen zu adaptieren wo man auch lernen kann.

00:54:28: Genau, bei Diablo vielleicht ist nicht so.

00:54:30: Aber Pen & Paper Rollenspiel ist natürlich auch so, dass man geht okay wie würde jetzt der eigene Charakter da handeln?

00:54:35: Ist das dann auch was ... Was ist noch sehr viel stärker mit dem eigenen Moralkodex-Zusammenhalt als im Computerspiel?

00:54:41: Weil man in einem Pen and Paper Rollen Spiel sehr viel mehr Handlungsfreiheit hat ne?

00:54:46: Und da ist schon die Fragestellung auch, wie der eigene Moralkodex und das Spiel beeinflusst.

00:54:53: Dann würd ich eher sagen, bei einem offenen Pen- und Paperrollenspiel eher habe, zu sagen.

00:54:59: Ich bin mit meinem eigenen Moralkompost etwas stärker unterwegs als in dem Computerspiel, wo man an vielen Stellen gar keine eigenen Entscheidungen treffen kann.

00:55:07: Fühlst du dich auf der anderen Seite ... als gläubiger Mensch gut repräsentiert in der Welt der Videospiele?

00:55:16: Es klingt vielleicht ein bisschen komisch!

00:55:17: Ich möchte das erklären.

00:55:18: Das ist ja eine Eigenschaft die Du hast von der man glaub ich und nicht erkläre auch gleich warum man ja vielleicht auch das Bedürfnis hat, man möchte auch gesehen sein in Spielen.

00:55:27: Man möchte auch abgebildet werden und auch ernst genommen werden.

00:55:29: Und ich muss da zum Beispiel denken... Das ist jetzt ein bisschen komisch das als Vergleich anzubringen.

00:55:33: aber das ist das erste was mir gerade eingefallen ist.

00:55:36: Ich habe eine Geschichte mit psychischen Erkrankungen.

00:55:39: Ich war in Therapie, weil sie übrigens allen Menschen erstmal Kursetze empfehlen würde es Kanischaden mal zumindest ein Erstgespräch zu machen.

00:55:45: Hier Thema Depression und all dieser Kram.

00:55:48: Und ich finde es immer toll, wenn ich ein Spiel spiele in dem dieses Thema ernst genommen wird.

00:55:52: In dem psychisch kranke eine Stimme bekommen und deren Erfahrungen auch... als Erlebniswelt dargestellt werden.

00:56:00: Das finde ich toll und ärgere mich manchmal vielleicht mehr als andere darüber, wenn nicht dann stattdessen sie in manchen Spielen das psychisch kranke hier schön mit den mit den Jacken die Sie tragen als Zielscheiben genutzt werden als Feindbilder, die man nicht näher erklären muss weil die sind ja verrückt.

00:56:16: Das ist was, was ich sehe und dafür sensibilisiert sind und mir denke Find ich nicht so geil, ehrlich gesagt.

00:56:21: Ich frage mich, ob du was Ähnliches hast in Bezug auf deinen eigenen Glauben?

00:56:25: Wenn du Spiele spielst und mal wieder siehst ... Das ist ja oft ein Thema.

00:56:28: Okay, also eine strenggläubige Person wird hier als Gag gezeigt oder das Christentum, was hier inszeniert wird in diesem Spiel eigentlich nur ne Karikatur des echten Christentums.

00:56:38: Spürst du da dann auch, wie ich es gerade beschrieben hab, so einen Gefühl von

00:56:42: Unmut

00:56:42: oder vielleicht auch Enttäuschung darüber, wie damit umgegangen werden?

00:56:47: Ähm... Für mich ist das eine Frage, wie das Spiel am vielsten umsetzt.

00:56:53: Zum Beispiel habe ich bei Diablo überhaupt gar keine Probleme, weil es ja eine Anlehnung gibt an ein christliches mystisches Gebilde-Sone und das ist natürlich auch alles davon... also nicht alles, aber vieles davon ist ja auch gar nicht biblisch oder im christlichen Glauben irgendwie verankert und man lehnt das an!

00:57:13: Das finde ich noch mal eine andere Sache.

00:57:15: In den Comedy-Spielen bin ich doch nicht ganz so getriger, was ich aber schon mal merke ist in Filmen, merke ich das schon eher.

00:57:23: Vielleicht ist es auch eine Frage der Profession.

00:57:26: Wenn man, wenn ich dann da sitze und dann ist in irgendeiner Serie eine Beerdigung von einem katholischen ... Nee, der war katholisch.

00:57:32: Und ich denke mir, so macht man das nicht!

00:57:33: Das ist falsch, ne?

00:57:34: Könnt ihr euch nicht mal eine Beratung suchen.

00:57:36: Da geh ich halt neben Tram an die Kirche und lass dich beraten wie das ist oder ... Ich hab ein großes ... Das ist auch so was ... Ich bin ein großer Horrorfilm-Freund!

00:57:45: Oh ja, toll!

00:57:46: Und wenn dann so'n Exorzismus kommt...

00:57:48: Oh ja da macht man's

00:57:50: aber nicht.

00:57:50: Nein!

00:57:52: Das geht so nicht, ne?

00:57:54: Nicht dass ich Exozysten machen würde.

00:57:55: Aber in der Theorie ist das nicht richtig.

00:57:57: So über so Sachen riege ich mich dann schon auf.

00:58:01: und was ich auch schwierig finde ... Wenn man eine Motivik hat manchmal zu sagen... Also was mich zum Beispiel an einigen Filmen schon manchmal etwas stört ist es gab damals eine ganz witzige Komödie war ich im Kino gewesen da ging's darum Ich weiß gleich, wie der hieß.

00:58:22: Aber dessen irgendwie kein Plan auf die also einer der Pfarrer werden muss soll ... Auf eine Insel gekommen und da kam kein Mensch in die Kirche!

00:58:28: Und dann haben die Gottverhüte, hieß der.

00:58:31: Da ging's ein bisschen darum, der hat nichts zu tun.

00:58:33: Dann ist dann der Kioskbesitzer im Beichtstuhl und sagt ja, ich brauch mal hier ein bisschen Arbeit?

00:58:39: Ich will, dass du als Buße in alle Kondome so einen Loch rein

00:58:42: machst.".

00:58:42: So.

00:58:43: Dann sind natürlich tausend Kinder geboren,

00:58:45: d.h.,

00:58:45: der musste ständig taufen und verheiraten und so.

00:58:47: Es war an sich eine wirklich gute Komödie bis zum letzten Drittel.

00:58:50: Und dann gab es noch plötzlich so ein Storystrang über der Priester, also der alte Priester mit einem Missbrauch von einem Mini-Ministrant.

00:58:56: So habe ich das Hatzes nicht gebraucht in dem Film!

00:58:59: Der Film war auch so gut.

00:59:01: und da frage ich mich aus filmischer Perspektive schon warum war das jetzt nochmal nötig?

00:59:05: Also hast du einen guten

00:59:06: Film?!

00:59:07: Und dann immer diese Thematik anzuhängen die eigentlich nicht finde ich jedenfalls auch nicht in nem kommediantischen Filmset.

00:59:19: Also, da kann man ein gutes Drama machen oder so.

00:59:21: Oder eine Geschichte erzählen.

00:59:23: Da gibt es auch viele gute Beispiele verfilmt.

00:59:26: Wo ich denke, dann Komödie ist das einfach nicht, gehört das nicht hin?

00:59:28: Über so Sachen rege ich mich schon auf.

00:59:32: Ich würde gerne noch eine Frage stellen was so spezifische Beispiel angeht deiner Beziehung zu diesem Medium bevor wir zu diesem wundervollen Podcast kommen.

00:59:40: aber eine Frage.

00:59:41: sie brennt mir auf den Lippen da an und ich würde mich ärgern wenn ich sie nicht gefragt hätte.

00:59:47: Noch kennst du die Frage nicht?

00:59:49: Du hattest vorhin gesagt, Strategiespiele.

00:59:51: Auch große Leidenschaft von dir.

00:59:53: Hast du mal gespielt Crusader Kings III oder... Natürlich!

00:59:55: Ich hab auch schon Crusader King II gespielt.

00:59:58: Jetzt wird's hochinteressant an die

01:00:00: Kingdoms II.

01:00:01: sehr gut hervorragend.

01:00:01: Ja,

01:00:02: eines meiner absoluten Lieblingsspiele.

01:00:03: Ich habe mich in diesem Moment vorgebeugt.

01:00:05: Mein Gesicht nimmt gerade ein Großteil des Kamerabildes ein weil das jetzt wirklich eine Schlüsselfrage ist für mich persönlich.

01:00:10: Ich bin so gespannt und zwar folgendes.

01:00:12: In diesem Spiel, du ahnst es vielleicht schon?

01:00:14: Achso für alle da draußen also.

01:00:15: Es ging zu drei.

01:00:16: Global Strategiespiel, Mittelalter auf der ganzen Welt nicht nur Europa usw.

01:00:20: Und sofort erkläre ich jetzt nicht viele Systeme.

01:00:23: super komplex eine quasi Alternativ-Nachbildung des Mittelalters.

01:00:26: So!

01:00:27: Da gibt es mitunter die Möglichkeit auch... Glauben und Religion zu verbreiten.

01:00:33: Menschen können natürlich dort einen Glaubem haben, Glaube kann auch entstehen, neue Religionsrichtungen können entstehen mit bestimmte Glaubensgruppen zusammenkommen.

01:00:40: das ist ein super faszinierendes und komplexes Thema.

01:00:43: Natürlich gibt es in diesem Spiel auch das Judentum den Islam und auch das Christentum.

01:00:47: Und was ich mich jetzt nochmal frage und vielleicht ist eine Quatschfrage aber Ich muss fragen wenn du jetzt vor der Begeisterung nächtelang so stelle ich mir vor Klusarkings drei Spiele Und jetzt kommt das Angebot im Spiel.

01:00:58: Okay, mein Herr was für ein Glaube sollen wir annehmen oder?

01:01:01: Wir haben die Möglichkeit das Christen zum zu verbannen, was einen exakt starken in-game Vorteil für dich als Spieler bieten würde.

01:01:09: wie gehst du damit um?

01:01:10: und die Frage ist deswegen finde ich so spannend weil Crusader Kings III einen solchen Aufriss macht so vieles Korrekt abzubilden.

01:01:22: Die Vererbung von Titeln, Feudalrecht, historische Stattnahmen ... Das ist so geerdet in Geschichtsbücher natürlich auch wieder mit viel Freiheit.

01:01:30: Aber es ist so nah dran an dieser Erlebniswelt mittelalter.

01:01:34: ich frage mich wie du damit umgehst wenn das Christentum dort als Religion auftaucht Wie sieht das dann da aus?

01:01:41: die Interaktion zwischen dir und diesem Feature?

01:01:43: Es

01:01:43: kommt immer ein bisschen drauf an was ich spiele.

01:01:47: Ich hab

01:01:47: z.B.,

01:01:48: wenn ich ... also, in Cruiserikings II zum Beispiel und jetzt aber auch im Dreier bin ich ein großer Freund von allem was orthodox ist.

01:01:57: Was die In-Game-Mechanik Vorteil hat, dass ich nichts an den Papst abgeben muss?

01:02:02: Sondern das ganze Geld von mir bleibt!

01:02:04: Ja, sehr

01:02:05: gut!

01:02:05: Genau.

01:02:06: Und dann ist es natürlich schon so, dass man ja irgendwann im Laufe des Spiels diese ganzen alten Städten des Byzantinischen Reiches oder als orthodoxer Glaube erobert hat kann man quasi die Orthodoxie zum eigentlichen Glauben machen und kann damit den Kathodizismus abschaffen.

01:02:21: So das mache ich dann schon.

01:02:22: Das ist in der Spielmischarnik auch eine gute Sache wenn dann plötzlich alles irgendwie geeint ist weil natürlich auch und das macht Crusader Kings glaube ich sehr gut, Crusader kings, dass das ein Stabilitätsvorteil ist der gleichen Religionsgruppipierung angehören.

01:02:38: Deswegen find ich die Mechanik auch so gut, dass wenn man andere Kulturen irgendwie annektiert, erobert oder erbt, geht ja alles ... Dass man dann auch seine eigenen Glaubens-Dinge noch mal abändern kann, wenn das plötzlich da hilft und es ist ja auch historisch richtig.

01:02:55: Es gibt ja im Katholizismus auch zum Beispiel an unterschiedlichen Orten, je nachdem auf welche Kultur das getroffen ist, auch sehr viele eigenkulturelle Sachen jetzt nicht im Vatikan gefeiert werden würden, aber dann was weiß ich irgendwie in Südamerika schon eine Tradition ist die auch zum katholischen Glauben dazugehört.

01:03:14: So und das macht das Spiel ganz gut finde ich gut genau und ich hatte mein letzter Speicherstand ist quasi das Kaiserreich Irland dass sich da quasi über die gesamten Kontinente zieht und das ist natürlich katholisch geblieben wobei natürlich in dieser sei der Papst mein Vasal geworden ist es klar

01:03:33: Eines Tages, du musst das jetzt wieder mit Ja oder Nein beantworten.

01:03:36: Eines Tag lad ich dich ein gemeinsam mit mir Crusader Kings III zu spielen.

01:03:40: Wir haben hier mal bei Okkul dieses wunderbare Experiment gemacht, okkul spielt war das.

01:03:44: da habe ich mit einem Historiker Andreas Coupelius Andreas Coupellis Andreas Meuzi Alias Coupellius Crusader King's III gespielt.

01:03:51: wir haben ein gemeinsames Reich regiert und immer den Speicherstand dann miteinander getauscht und uns quasi darüber unterhalten welche Entscheidungen wir zuletzt getroffen haben und dann spielen wir quasi gemeinsam weiter.

01:04:00: Ich würde das brennend gern mal mit dir machen.

01:04:02: Du musst nicht sagen, ja oder nein?

01:04:04: Ich leg's jetzt hier rein!

01:04:05: Alles klar.

01:04:05: So, Daniel ich seh dich grinsen... Das

01:04:07: ist nicht der schlechteste Angebot.

01:04:10: Von hier aus jetzt aber Nerd-Church.

01:04:12: Der Podcast habe ich schon in einer Anmoderation vorgestellt was ihr da macht welche Themen ihr anbietet eine Sache die ich ja fenomenal finde.

01:04:20: dieser podcast nerd church findet offenbar zumindest offiziell musste mir gleich verraten wie es den Kulissen aussieht breite Akzeptanz im Bistum Mainz.

01:04:31: Denn ich habe gesehen, da musste ich sehr lang, weil das ganz toll fand,

01:04:35: gefunden

01:04:36: eine Pressemitteilung des Bistums Mainz im Oktober in der die offizielle Pressestelle des bis zu Mainz den Launch dieses Podcasts bewirbt.

01:04:47: Und ich möchte das kurz zitieren auch hier wieder folgendes Daniel Kretsch und Lukas Walter, dein Companion beschäftigen sich einmal im Monat mit Themen aus der Pop- und Nerdkultur mit einem Flair von Kirche.

01:04:58: Beide haben eine Leidenschaft für Videospiele, Fantasy-Universum alles wo man sich richtig reinfuchsen kann.

01:05:04: In zukünftigen Folgen wird es auch Gäste zu Spezialthemen geben.

01:05:08: Zitat Ende.

01:05:09: Und ich finde das so toll, dass offenbar auch das Bistum Mainz als große Organisation sagt diesen Podcast bewerben wir!

01:05:16: Ich bin ehrlich, ich hätte das nicht gedacht.

01:05:18: Ich hätte eher damit gerechnet, weil ich das so meine Vorstellung und meine eigene Erfahrung von früher ist mit Kircheninstitutionen, dass man da eher kritisch drauf schaut und denkt was wollen sie denn jetzt mit dem Gaming-Podcast?

01:05:31: Ja... Das hat mich aber auch sehr gefreut.

01:05:34: Es ist ja schon, das muss man zum Podcast dazusagen, es merkt man ja auch, wir haben ja so ein Impressum wo man sieht dass das ja auch von Bistu Mainz getragen ist also das quasi unser rechtlicher Backup-Background.

01:05:48: Also wir sind quasi ein Podcast des bischoflichen Jugendamtes BDKJ in der Trägerschaft des Bistums Mainz.

01:05:55: Also das Jugendaus nicht der BDkJ.

01:05:58: Genau und aber natürlich von der Thematik schon was ... was anderes als die klassische katholische Sachen.

01:06:06: Und es ist aber schon so, dass überhaupt gar keine Probleme gab hinter dem Kulissen.

01:06:11: Wir haben gesagt wir würden das gerne machen und dann haben wir die E-Mail-Adresse beantragt, die müssen wir ja auch

01:06:16: ertragen und so.

01:06:17: Ja klar!

01:06:18: Warum wir sie haben wollen?

01:06:19: Dann habe ich mich mit den Öffentlichkeitsmenschen unseres Bistums zusammengesetzt und gesagt, wir würden gerne das machen ... Ist der auch

01:06:25: verrattet?

01:06:25: Der Öffentlichkeitsmensch oder ist

01:06:28: er... Ja.

01:06:29: Und der hat gesagt, das findet er gut und interessant.

01:06:32: Warum nicht?

01:06:36: Dann ist es auch nicht so, dass wir unsere Folgen vorher abchecken lassen müssen.

01:06:40: Wir haben veröffentlichen die einfach ... So großes Vertrauen ist da!

01:06:45: Das freut uns natürlich sehr.

01:06:47: Es ist immer ganz gut, weil das Bistum hat noch mal eine andere Reichweite als nur wir.

01:06:52: Von daher sind das gute Sachen.

01:06:55: Also es gab auch noch seit, ich meine das ist jetzt ja seit Oktober also schon ein paar Monate.

01:06:59: Ist jetzt noch nichts Schlimmes passiert wo man sagen muss, das Bistum hat da irgendwie involvieren müssen oder reinvolviert dazu.

01:07:06: Fantastisch!

01:07:07: Ich muss fragen was ist der für dich persönlich der Antrieb gewesen die Motivation zu sagen?

01:07:11: Ich will diesen Podcast haben Das ist ja viel Arbeit Die sind ja auch recherchiert die Folgen Es ist nicht einfach nur Laba-Laber sondern ich habe mir das ja angehört Da wird ja recherchierter und sich darauf vorbereitet.

01:07:21: Was ist dein Anreiz dahinter?

01:07:22: warum machst du das?

01:07:24: Also, ganz kurz für uns beide ist gewesen oder es immer noch.

01:07:28: Dass wir diese Nerd-Welten auch so ein bisschen aus der staubigen Ecke rauskriegen und nicht merken, dass wir mal darstellen, dass das auch ein gläubiger Mensch machen kann?

01:07:42: Das ist kein Hexenwerk oder da steckt der Träufel drin.

01:07:46: Dass man sagt, okay Kirche war ja in vielen Stellen immer so gewesen und Klaube hat sich an immer die Medien der Zeit getragen.

01:07:54: Also dann irgendwie auch angefangen mit ... dass man plötzlich vom Gespräch ins geschriebene Wort ging.

01:08:00: Dann hat man im Mittelalter Kirchenfenster gestaltet, damit das optisch dargestellt ist Und man ist immer auch in den Medien der aktuellen Zeit unterwegs gewesen.

01:08:08: Das gilt nach heutiger Zeit genauso, wo die Medienvielfalt sehr viel breiter ist und dass wir zeigen wollten ... Man darf einen Film gucken, es gibt unterschiedliche Kombinationspunkte zwischen Filmen und Glauben an denen man zum Beispiel andocken kann, wo man was rausnehmen kann als gläubiger Mensch.

01:08:31: An vielen Stellen natürlich auch, weil's einfach Spaß macht!

01:08:39: Das Evangelium heißt der frohe Botschaft.

01:08:41: Und Jesus sagt uns ja auch, ihr könnt auch ein bisschen Freude im Leben haben.

01:08:45: und das kann man natürlich auch dadurch machen, dass man sich fünfhunderttausend Staffeln Pokémon anguckt.

01:08:50: Und das war dann schon für uns auch ein Motor zu sagen, ey, es ist nicht alles so altbacken.

01:08:56: Man kann damit gut ins Gespräch gehen.

01:08:57: und was wir jetzt rausgefunden haben ... Wir wussten vorher auch schon, dass es da eine große Community gibt von Leuten, die da unterwegs sind.

01:09:09: Das freut uns natürlich sehr, weil wir nur einen kleinen Teil davon abbilden können.

01:09:15: Aber wir uns schon bemühen dann immer Themen, die gerade aktuell sind.

01:09:17: Auch bei uns irgendwie im Podcast zu haben.

01:09:19: Also wir haben jetzt zum dreißigjährigen Pokémon und Jubiläum eine Pokémon-Folge gemacht.

01:09:24: Wir hatten nach unserer ersten Folge jemanden der gesagt hat, ihr macht doch mal was über Relikiosität in Computerspielen?

01:09:29: Das haben wir dann anhand von Koffeak z.B.

01:09:33: gemacht.

01:09:34: Und so läuft das gut.

01:09:35: Wir hätten jetzt zur Fasennacht ne Folge ... Eine Interview-Folge mit dem Programmchef des Gondelsenheimer Karneval, der eins bleibt meins wie es Hinkt und Lacht mitmacht.

01:09:45: Dann fragen wir an vielen Stellen immer okay ... Das sind ja nicht immer so Hardcore-Katholiken oder Gläubige, also ein bisschen nicht.

01:09:54: Wir fragen aber auf wo aus diesem Grundidee?

01:09:58: Wir haben noch nicht so viele Interviewfolgen bei unseren Grundideen.

01:10:01: dazu ist zu fragen, du hast irgendwie so einen Hobby, was gibt dir Sinn daraus?

01:10:05: Wie kannst du damit auch dein Leben gut gestalten?

01:10:07: Oder wie befruchtet das auch dein Leben, deinen Spaßfaktor und deine Sinnfrage?

01:10:14: Und so was wir ein bisschen besprechen wollen.

01:10:17: Auch zeigen, wie vielfältig das an vielen Stellen ist.

01:10:22: Viele Rückmeldungen sind ... Ich bin nicht im Thema drin gewesen, aber es war gut, dass man angerissen zu haben.

01:10:27: Das ist immer eine schöne Sache!

01:10:29: Ich finde das ganz toll, dass ihr das macht.

01:10:30: Ich höre euch auch wirklich gerne zu!

01:10:32: Ihr habt da eine ganz angenehme Art des Austauschs und der Präsentation Und jetzt seht ihr mich natürlich weit aus dem Fenster weil jetzt reisen wir durch Zeit und Raum.

01:10:39: Wenn diese Folge hier erscheint wenn wir gerade miteinander reden dann haben wir schon miteinander woanders noch mal gepodcastet also hier auch bei.

01:10:46: ok cool aber über ein über einen Spiel im Jesus Christ.

01:10:50: Aber jetzt im Zeitpunkt dieses Gesprächs haben wir es noch nicht getan.

01:10:53: Ich krieg schon Kopfschmerzen, aber was ich eigentlich nur sagen will ... Ich genieße es hier auch schon mit dir das Mikrofon zu kreuzen und ich werde es genossen haben werden wenn es ein weiteres Mal festiert war.

01:11:03: Mein Gott!

01:11:05: Super.

01:11:05: Ich hab

01:11:06: Knoten im Kopf jetzt!

01:11:07: Ganz furchtbar, bevor wir hier durchdrehen.

01:11:09: eine letzte Frage habe ich noch in deine Richtung, das ist verging ja wie ein Flüge hier.

01:11:13: für die Menschen da draußen, die von diesem Podcast gehört haben und auch dieses Gespräch gehört haben sich denken Mensch, richtig angenehmer Typ, ich will da mal reinhorchen.

01:11:20: gibt es ne Folge auf die du persönlich in eurem Portfolio von euren Podcast ganz besonders stolz bist?

01:11:26: Wo denkst du, Mensch hat richtig Spaß gemacht?

01:11:28: oder da hatten wir inhaltlich einen richtig tollen Moment?

01:11:30: gibt's da was, was du wie so ne Visitenkarte den Leuten da draußen noch in die Hand geben willst?

01:11:35: Also ich würde sagen, inhaltlich ist natürlich die Relikosität im Computerspielenfolge, glaube ich auf dieser Basis irgendwie interessanteste.

01:11:43: Mein persönlicher Favourite aktuell ist aber die Pokémon-Folge.

01:11:46: Das liegt aber ein bisschen daran dass sich da sehr viel Spaß an dieser Folge hatte.

01:11:52: Genau von daher... Aber es lohnen sich natürlich alle!

01:11:55: Ich muss fragen.

01:11:56: letzte Frage tatsächlich Lieblings-Pokémon?

01:11:58: Deins persönlich?

01:12:01: Ja also ich bin ein großer Glurak Freund ersten Generationen.

01:12:05: Glumanda-Start

01:12:06: der Pokémon?

01:12:07: Ja,

01:12:07: natürlich!

01:12:09: Schwierigster Weg.

01:12:11: Für mich immer Shigi.

01:12:12: Shigi Ultra... krass!

01:12:14: Da haben wir noch mal ein Konflikt aufgemacht hier.

01:12:17: Und dann ist es aber natürlich... Du bist zwar ganz witzig, weil wir haben dann schon Gespräche gekriegt, wo die sagen, Pikachu ist das Wichtigste und da haben sie gesagt, das sind schon sehr niedlich, ne?

01:12:27: Aber nicht mein Lieblingspokémon.

01:12:29: Und ich hab mich damals vorgestellt mit... Ich wurde dann gefragt bei der Forschung, als ich Fahrtfinder-Kurat geworden bin.

01:12:34: Was denn mein Lieblingstier wäre?

01:12:35: Dann habe ich auch Relaxo.

01:12:38: Da gab das natürlich erst mal wunderbare ... Wunderbare ... Lachfleisch im ganzen Raum und all die Sachen gegessen.

01:12:45: Das war super!

01:12:46: Ja, guck mal und helft.

01:12:48: Ich bin im tinkischen Leben.

01:12:50: Also, ich hätte kein schöneres Schlusswort finden können als das und gleichzeitig hätte niemand damit gerechnet dass dieser Podcast hier mit dir endet auf Pokémonhilft aber fantastisch.

01:13:03: Ich danke dir von Herzen.

01:13:03: es war wirklich hochinteressant!

01:13:05: Ich bin ganz froh, dass du nicht nur meine Fragen ausgehalten und beantwortet hast sondern auch uns so einen tiefen Einglick gegeben hast in dein Leben und all die Dinge die dazu geführt haben zu dem was du jetzt machst und arbeitest.

01:13:15: Hoch interessant wirklich habe mich ganz doll gefreut.

01:13:17: schön dass das geklappt hat.

01:13:18: Sehr gerne, vielen Dank für die Einladung.

01:13:20: Toll!

01:13:20: Ich wink dir zu wir hören uns bald wieder bzw.

01:13:23: Wir werden uns gehört haben.

01:13:24: Großartig So Freunde.

01:13:29: Das war mein Gespräch mit Daniel Kretsch.

01:13:30: Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß wie ich auch!

01:13:32: Wenn demso erst dann berichtet der Welt schon euren Freundinnen und Freunden und eure Familie von diesem Podcast-Projekt?

01:13:38: Okay cool neue Hörerinnen und Hörern sind immer gern gesehen und wenn ihr noch mehr von mir und meinem Team hören wollt, dann schnappt euch ein Steady-Abonnement für den fünfer Monat.

01:13:47: seid ihr dabei jederzeit kündbar.

01:13:48: alles verlinkt in der Folgenbeschreibung über.

01:13:50: twelvehundertdreißig Leute haben das bereits vor euch getan und bereuen das nicht.

01:13:55: das behauptet jetzt einfach mal und ich hoffe es stimmt.

01:13:57: Ich wünsche euch was, Freunde.

01:13:58: Wir hören uns ganz bald wieder!

01:14:00: Ich denke an euch.

01:14:01: Kuss auf die Stieren.

01:14:02: Tschüss.

Über diesen Podcast

OK COOL ist das unabhängige Magazin über Menschen, Spiele und ihre Geschichten. Sowohl in tiefgründigen Audioreportagen als auch in kurzweiligen Gesprächen lernt Gastgeber und Journalist Dom Schott jede Woche neue Menschen kennen, die mal mehr, mal weniger viel mit Spielen und Medien zu tun haben — von der Entwicklerin bis zum Wissenschaftler. Es geht um Arbeitsrealitäten, Alltagsgeschichten, Spieleentwicklung, Zukunftsängste und vieles, vieles mehr.

von und mit Dom Schott

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