OK COOL

OK COOL

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:12: Herzlich Willkommen, liebe Menschen da draußen zu einer neuen Folge von Aukicool trifft den Format hier bei Aukicoool.

00:00:19: In dem ich Domschat freie Journalist jede Woche am Sonntag einen Menschen aus der Spiele... und oder Medienbranche zum Plausch einladen darf.

00:00:27: Und heute habe ich einen ganz besonders tollen und spannenden Gast mit einem ganz besonders spannenden Spiel hier vor meinem Mikrofon versammelt, bevor ich aber zu ihr und ihrem Spiel komme – ganz kurz eine zwei persönliche Worte!

00:00:41: Es soll mir erlaubt sein, denn das ist einer der ersten Momente... Nein, ich glaube es ist sogar der erste Moment seit einer Woche in dem einigermaßen schmerzbefreit in einen mikrofon sprechen kann.

00:00:57: das klingt jetzt sehr dramatisch aber es ist angemessen denn ich war jetzt die rücklaufende woche so lange und intensiv krank wie schon lange nicht mehr.

00:01:09: ich weiß nach wie vor nicht komplett was hier passiert ist.

00:01:13: ich weiß nur dass ich in den letzten acht Tagen die Hälfte dieser Zeit verbringen musste ohne Stimme.

00:01:20: Es kam kein Ton raus, das ist schon mal ein kompletter Umbruch meines Lebens und die anderen vier Tage hatte ich eine erkältete Stimme so wie sie jetzt gerade auch noch ein wenig klingt ne Menge Rots Wasser Schleim rund um den Körper Und abends noch eine schöne Portion Schüttelfrost oben drauf.

00:01:39: Ich habe mich versucht mit der ganzen Reihe von Wild West filmen davon abzudenken Hat nur so halb geklappt.

00:01:45: und so schaue ich zurück auf eine der schlimmsten Wochen meines Lebens.

00:01:50: Es ist wirklich nicht schön, ich habe in den letzten Tagen nachgezählt neun Podcast Aufnahmen und Hinterkundgespräche verschieben müssen.

00:02:00: das war kein Spaß für den Terminkalender aber auch ehrlich gesagt nicht für den eigenen Selbstwert.

00:02:06: Ich wusste ja schon, ich arbeite gerne und ich wusste auch das vor allem okay cool sehr Identitätsstiften für mich ist.

00:02:12: Weil mich das sehr erfüllt was ich hier tue Und dass alles von Herzen kommt und wenn man dann plötzlich sowas nicht mehr machen kann ordentlich arbeiten Dann macht das etwas mit einem.

00:02:23: Mich zumindest hat es wirklich nach unten gezogen in ein kleines Löchlein Zumal ich an mich nicht mal zum Ausgleich mit Freunden treffen konnte weil war ja krank ging er nix habe eine Geburtstagsfeier verpasst, ich habe eine Reise in meine Studienstadt verpasste.

00:02:40: Ist furchtbar!

00:02:41: Dafür hab' ich ein schönes Museumscafé in Two Point Museum eingerichtet und ich denke das ist ein Sieg dem ihr keiner nehmen kann.

00:02:49: Und letztendlich insgesamt geht es wieder aufwärts.

00:02:53: Ich kann sprechen nicht kling noch ein bisschen na Saal Aber es geht in die richtige Richtung.

00:02:58: Ich bin sehr froh und glücklich, und kann euch deswegen hier wieder einigermaßen aufrechtsitzend von einer neuen Folge Orchicult Drift erzählen!

00:03:09: Und damit kommen wir zum Thema... Beziehungsweise zum Gast heute, es ist eine ganz besondere Person auf die ich aufmerksam geworden bin durch eine Nomination des deutschen Computerspielpreises.

00:03:21: Ich spreche von der Person Lorena Müller, die gemeinsam mit einem interdisziplinären Team der Hochschule Rhein-Main gearbeitet hat nun schon eine ganze Weile an einem ganz besonderen Spiel namens Umfeld.

00:03:34: Umfeld wiederum ist ein Spiel, ein Serious Game über häusliche Gewalt und die Auswirkung für Betroffene.

00:03:43: Und war dafür nominiert beim Deutschen Kompetitionsspielpreis zwanzig sechsundzwanzig in der Kategorie Bestes Serious Games.

00:03:50: Ich möchte mal ganz kurz den Beschreibungstext der Webseite des DCP hier vorlesen weil es euch schon einen sehr guten Eindruck davon gibt was ihr euch bei diesem Spiel vorstellen könnt und zwar steht hier Umfeld beleuchtet eindrücklich die Auswirkung von häuslicher Gewalt.

00:04:07: Es konfrontiert die Spielenden auf behutsame Art und Weise mit verschiedenen Situationen, in denen sie als Freunde oder Freundinnen und Bekannte des Opfers aber auch das Tätas entscheiden wie sie sich in welcher Situation verhalten und führt dabei vor Augen welche Einflussmöglichkeiten der soziale Umfeld tatsächlich auf den Fortgang der Geschichte hat.

00:04:28: Ein Paradebeispiel dafür, dass spielerisches Lernen andere Zugänge vermitteln kann.

00:04:33: Vor allem zu einem solch frausforderungsreichen

00:04:36: Themengebiet.".

00:04:39: Eine Lobpreisung der ich mich tatsächlich anschließen kann!

00:04:42: Ich habe Umfeld gespielt und es verlinkt in der Folgenbeschreibung.

00:04:46: Das Spiel hat zwar nicht die Auszeichnung Bestes Series Game gewonnen aber mindestens die Nominierung war mehr als gerechtfertigt.

00:04:55: Dass dieser Titel, wie auch der Name schon sagt, stellt die große Frage.

00:05:01: Was können Freundinnen und Freunde von Menschen machen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind um diesen Betroffenen tatsächlich zu helfen?

00:05:10: Das klingt ziemlich trocken wird aber auf eine Weise inszeniert und spielbar gemacht, die so... Und es klingt komisch bei dem Thema.

00:05:17: Aber kurzweilig ist dass man sehr schnell hineingerät in diese Überlegung, was kann ich denn tun?

00:05:25: Was für Zeichen gibt es bei Menschen die betroffen sind von häuslicher Gewalt.

00:05:29: Wie äußern sich diese Anzeichen und wo kann ich als Freundin oder Bekannte dieser Person tatsächlich hilfreich eingreifen?

00:05:38: Spielmechanisch funktioniert das ziemlich einfach.

00:05:41: Das Spiel nimmt als Ausgangspunkt den Moment, in dem eine junge Frau ins Krankenhaus geprügelt wurde.

00:05:48: von ihrem Partner spult dann die Zeit zurück und stellt die Frage, was konnten die einzelnen Menschen im Umfeld dieser jungen Frau tun um das zu verhindern oder zumindest ihre Hilfe anzubieten?

00:06:00: Und dafür klickt man sich durch eine Reihe unterschiedlichster Gespräche mit eben diesen verschiedenen Figuren nach und nach.

00:06:06: Und bekommt dann die Möglichkeit am Ende dieser Gespräche eine Handlung zu vollziehen aktiv Hilfe anzubieten andere Freunde mit einzubinden all diese Dinge und bekommt dann eine Rückmeldung vom Spiel wie sinnvoll, gut oder nachhaltig diese Entscheidung jetzt war.

00:06:24: Das passiert auf eine Art und Weise die sich nicht belehrend oder auf den Zeigefinger pointiert anfühlt sondern es ist empathisch geschrieben Es ist informativ Und das ist ein Spielerlebnis dass lange bei einem bleibt.

00:06:42: Ich werde es auch im Gespräch mit Lorena erzählen, aber hier schon mal von der Weg.

00:06:45: Ich habe dieses Spiel gespielt wie gesagt komplett gratis alles verlinkt in der Folgenbeschreibung und entdeckte Szenen die ich aus meinem eigenen Umfeld wieder erkannte und mir dann direkt die Frage stellte oh man wenn ich das Spiel schon etwas früher gehabt hätte hätte ich anders in alten Situation reagieren können als ich tatsächlich getan habe und damit hat umfeld komplett bei mir funktioniert.

00:07:11: Es hat genau das bei mir getan, was es tun will!

00:07:15: Es klingt wieder komisch aber spielerischer angeführt an dieses Thema und hat mir tatsächlich etwas beigebracht über etwas, über das ich viel zu wenig weiß.

00:07:24: und deswegen die ganz große Empfehlung falls ihr euch für dieses Thema interessiert mal einen Blick auf dieses Spiel zu werfen.

00:07:33: Falls Ihr Betroffen sein solltet.

00:07:35: Von häuslicher Gewalt habe ich außerdem von der Frauenhauskoordinierung in der Folgenbeschreibung einen Link eingebunden, der euch unter anderem zu einem bundesweiten Hilfetelefon führt.

00:07:46: An dieser Stelle soll dieser Hinweis ausgesprochen sein.

00:07:49: Lorena Müller um diese Anmoderation noch komplett zu machen hat eben maßgeblich mitgearbeitet an diesem Spiel Umfeld gemeinsam mit einem Team der Hochschule Rhein-Main Und sie habe ich deswegen hier eingeladen, um mal zu fragen.

00:08:04: Wie habt ihr das eigentlich gemacht?

00:08:05: Wie macht man ein Spiel über häusliche Gewalt?

00:08:07: Worauf muss man achten?

00:08:08: wie geht man da eigentlich vor und wann weiß man dass man tatsächlich auch ein gutes Spiel gemacht hat?

00:08:14: Das ist eine Hälfte des Gesprächs in einer anderen Hälften.

00:08:16: aber wie es die Tradition verlangt nehmen wir uns natürlich auch Zeit Lorena erstmal als Menschen kennenzulernen und verfolgen ein wenig ihre Biografie bis zur Hochschule Rhein-Main.

00:08:25: schließlich hoch interessant.

00:08:30: Ich habe das Gespräch sehr genossen und mich gefreut, dass Lorena sich die Zeit genommen hat.

00:08:34: ich wünsche euch da draußen enorm viel Spaß mit dieser Unterhaltung.

00:08:39: und wie gesagt alle wichtigen Links für diese Folge sind verteilt in der Folgenbeschreibung und damit würde ich sagen geht's los!

00:08:54: Damit kommen wir zu etwas, was auf meinem Fragenpapierchen ganz zuallererst aufgetaucht ist und Vorbereitung auf unser Treffen hier.

00:09:01: Und das richtet sich an diese große Veranstaltung die mittlerweile zum Zeitpunkt dieser Aufnahme schon zwei Wochen etwa in unserer aller Rücken liegt und zwar der deutsche Computerspielpreis.

00:09:09: da wart ihr ja mit eurem Spiel nominiert und du warst vor Ort habe ich gesehen.

00:09:14: Ich frage erstmal Ganz groß hinein weil ich da ganz groß neugierig bin als jemand der selber erst einmal als Gast und auch nominierter vor Ort war.

00:09:22: wie wars Wie war's?

00:09:24: Ja, geil.

00:09:26: War echt sehr fasziniert auch da zu sitzen und zu realisieren ja wir sind jetzt wirklich nominiert und es waren mir von vornherein also ich habe mir schon gedacht dass das Paint Bucket das abräumt hat mich nicht groß überrascht und sie haben es halt auch komplett verdient so Und das war.

00:09:48: aber allein dort zu sein war schon irgendwie Ja, einfach beeindruckt die ganzen Leute da zu sehen.

00:09:57: Die halt hinter den Spielen stehen dann die ganzen nominierten Spiele.

00:10:00: Die Veranstaltung war auch echt cool!

00:10:01: Also hat mir echt Spaß gemacht und war natürlich super spannend und ja allein nominiert zu sein.

00:10:08: also ich konnte mich auch tatsächlich für alle drei Nominierten in unserer Kategorie freuen weil für Darkest Files natürlich einfach ein cooles Spiel ist Für Pictures, weil ich da jemanden kenne im Team Und für uns setz ich mich natürlich auch gefreut.

00:10:21: Deshalb, es konnte nur gut werden!

00:10:23: War das denn dein erster deutscher Konfliktspielpreis an dem du teilgenommen hast?

00:10:27: Ja.

00:10:28: Wie groß war die Aufregung einfach nur Teil dieser Veranstaltungen zu sein?

00:10:31: Weil... Ich frage auch wie gesagt, ich war vor zwei Jahren glaube ich oder letztes Jahr war ich da auch zum allerersten Mal und ich muss wirklich gestehen unabhängig dass ich da nominiert war in dieser Kategorie Spieler-Spielerin des Jahres was ich immer noch nicht verstehe.

00:10:43: warum ehrlich gesagt aber ich freue mich.

00:10:46: Ich war sehr aufgeregt, ich hatte einen Anzug extra dafür gekauft.

00:10:49: Naja, ich muss eher sagen so ein Anzug-Kombi, weil ich nicht sicher war was ich da eigentlich anziehen will und am Ende wurde es Cosplay eines Geschichtsaushilfelehrers aber auch großartig!

00:10:58: Ich war richtig aufgereght obwohl ich ja eigentlich nicht viel zu tun hatte.

00:11:01: Ich stelle mir vor bei dir etwas ähnlich

00:11:04: Ja, auf jeden Fall.

00:11:05: also es sind auch... Also wir das sind mein Team und ich weil wir's geschafft haben durch Warteliste Nachrückerplätze, tatsächlich das ganze Entwicklungsteam aus unserem Fachbereich mitzunehmen.

00:11:17: Wie viele Leute waren das dann so etwa?

00:11:19: Wir waren zu fünf.

00:11:20: Das hat mich durchzählen.

00:11:24: Sehr gut!

00:11:25: Also fünf die hingefahren sind genau und da waren wir dann auch morgens noch schnell unterwegs und haben nochmal geguckt.

00:11:31: Noch irgendwie Blazer weil man dann doch gedacht hatte irgendwie ist es doch sehr schick alles.

00:11:41: war vor allem auch so aufregend, weil es überraschend kam.

00:11:46: Ich hatte ein bisschen déjà vu Anfang des Jahres als wir uns da angemeldet haben und eingereicht haben, weil wir letztes Jahr waren wir beim Games for Change Festival, falls ihr das was sagt, auch nominiert und haben da tatsächlich gewonnen.

00:12:01: Da war's halt auch so, dass wir gesagt haben, ach komm, wir reichen mal ein!

00:12:04: Mehr als schief gehen kanns ja nicht... So dieser Moment, wo dann die Nachricht kam so ja ihr seid nominiert kommt jetzt mal nach New York.

00:12:12: Oh okay und das war dieses Jahr genau so.

00:12:17: es war ich auch.

00:12:18: ja komm lass uns noch einreichen mehr als schief gehen kannst du nicht?

00:12:22: Und gar nicht wirklich damit gerechnet dass da viel zurückkommt auch einfach weil... Ich sag's mal Konkurrenz also ist einfach nochmal ein ganz anderes Level weil halt nur drei Spiele ausgewählt werden in der Kategorie Serious Games.

00:12:37: Wenn Games Verchanged sind es ja alle Serious Games in verschiedenen Kategorien.

00:12:40: Und auf jeden Fall war das dann auch, als die Mail kamen so Ja ist er nominiert?

00:12:46: Auch wieder so ein Moment wo ich dachte okay krass!

00:12:50: Also ich muss sagen wir werden dazu später noch kommen.

00:12:52: aber ihr schon mal vorweggenommen für mich jetzt ehrlich gesagt als jemand der das von außen begleitet hat als Zuschauer und auch diese Spiele alle gespielt und ausprobiert hat, die in dieser Kategorie nominierten waren in der ja auch dominierte was Serious games eben Muss sagen, so klar ist das eigentlich gesagt gar nicht gewesen.

00:13:08: Dass ihr jetzt nicht im Vergleich zu den anderen eine Chance auf dem Preis habt oder du da sitzt und denkst naja das wird ja wahrscheinlich eh nichts wie du es gesagt hast.

00:13:16: ich habe dieses Spiel gespielt.

00:13:17: Wie gesagt wir werden noch darüber sprechen dass ihr gemacht habt und saß davor nach dem Jahr.

00:13:22: Das ist wahrscheinlich eines der besten series games die seit vielen vielen vielen Jahren gespielt haben.

00:13:27: aus so vielen gründen das meine ich ganz ernst.

00:13:29: Also noch mal alles andere als klar war das für mich, dass ihr da nur in Anführungszeichen als Nominierte rausgeht.

00:13:35: Das ist nunmal schon vorausgeschickt.

00:13:37: Krass!

00:13:38: Es freut mich voll zu hören.

00:13:39: Also gerade von jemanden der jetzt wahrscheinlich auch sehr viele gespielt hat... Sehr viel.

00:13:43: ...das ist ein sehr wertvolles... Freudiges Lob.

00:13:47: Apropos Freunde, letzte Frage zum dcp bevor wir zu dir persönlich kommen hast du hotdogs gegessen.

00:13:52: jetzt wird sie sich fragen ah was ist das für eine komische frage.

00:13:54: ich möchte es kurz erklären.

00:13:56: als ich beim dc p war wurde gegen nachts so nach den veranstaltungen da waren man dann noch vor ort und tanzen und rumstehen um zwanzig uhr jesus von irgendwo plötzlich achtung des gepotdocs vegane mit fleisch und so.

00:14:09: und dann begann sich so ein pulg in bewegung zu setzen Richtung eines hotdog stands offenbar.

00:14:14: Und ich und einige andere sagten, wir warten mal bis die weg sind und dann holen wir unsere Hot-Docs weil es ja wahnsinnig da ist anzustellen.

00:14:20: Dann gingen wieder hin nachdem die Menge weg waren und dann war es nicht nur so dass wir nicht mehr Hot-docs bekommen haben sondern Menschen leugneten aktiv die Existenz eines Hot-docs standes!

00:14:34: Wir haben's nie lösen können.

00:14:35: und jetzt muss ich mal ganz kurz fragen spielten Hot- Docs eine Rolle an diesem Arm für dich?

00:14:41: Nee.

00:14:42: Aber es war ... Es war sehr edel, muss ich sagen.

00:14:46: Also, es gab ja auch einen Staatsempfang vorher alles so ganz zu.

00:14:50: Das war in der Residenz in

00:14:51: München und das

00:14:52: sind die ganze Zeit ... Nein, Hot Dogs hab' ich keine gesehen!

00:14:55: Vielleicht haben sie sie irgendwo versteckt?

00:14:57: Es gab Buffet.

00:14:58: Ja...

00:14:59: Du hast ja keine Ahnung, wie wichtig mir diese Frage war.

00:15:01: Ich habe mich da so lange mit auseinandergesetzt... Naja!

00:15:05: Okay also schade wir werden es nicht klären können verlassen den DCP und wenden uns dir quasi erstmal zu als Mensch ich kenne dich ja noch gar nicht persönlich sondern nur quasi deine Arbeit und alles davon aus was schon faszinierend genug ist.

00:15:17: und deswegen fragte ich mich und jetzt in diesem moment auch dich warum warst du eigentlich beim dcp?

00:15:24: oder um diese frage größer zu machen warum Hast du überhaupt irgendwann in deinem Leben mal gesagt, ich möchte beruflich mal irgendwo in diese Welt der Spiele reingehen oder zumindest in die Sphären, die diese Branche umgeben.

00:15:38: Kannst du das irgendwie festnageln auf eine Phase in deinm Leben?

00:15:42: Eine Station in dein dem Leben wo das aufkam?

00:15:45: Ich kann das fest nageln auf das Making of von Jurassic Park III.

00:15:49: Oh wow!

00:15:49: Okay damit habe ich nicht gerechnet.

00:15:52: Weil also es ist ein bisschen bogen und hat da noch nicht so viel mit Games zu tun.

00:15:57: Aber da kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit dem Konzept eines Storyboard-Artists und fand das so cool, dass ich gesagt habe, das will ich machen.

00:16:06: Und hab dann überlegt, ja, wie kann man es machen?

00:16:09: Was ich studiert habe ist Animation and Game.

00:16:11: Das ist ein Misch ... Also, das kann auch in Richtung VFX gehen.

00:16:15: Es ist jetzt nicht nur Game.

00:16:20: Die waren halt bei mir in der Nähe.

00:16:21: Ich bin im Odenwald aufgewachsen.

00:16:23: In Darmstadt ist die Hochschule.

00:16:26: Die Hochschule Darmstadt, wo man das studieren kann und da gab es dann auch jedes Jahr so eine Berufsstudienwahlveranstaltung.

00:16:34: Da bin ich hin, hab mit den Leuten gequatscht und habe die gefragt ob man das dort studieren können und die so ja, ja kannst du machen?

00:16:39: Und da war ich dann aber schon ein bisschen... Also da hatte ich dann ja schon herausgefunden dass man auch Games machen kann und dann wollte natürlich Games machen.

00:16:49: Ja, das war der Punkt.

00:16:50: Dann hat sich's halt.

00:16:51: so kamen so eins zum anderen.

00:16:52: also dann habe studiert, den Master gemacht und hatte dann sehr viel Glück.

00:16:59: Weil mein Prof mitbekommen hat dass die Stelle hier an der Hochschule wo ich jetzt bin ausgeschrieben ist und meinte zu mir so hey guck mal das könnte doch was für dich sein.

00:17:10: und es war halt komplett etwas für mich.

00:17:11: weil also man muss dazu sagen ist ein gefördertes Projekt vom BMBF jetzt BMFTR Bundesministerium für Forschung Technologie in Raumfahrt Und das ist ein recht großes Team, aber die Mitarbeiterinnenstelle für die Entwicklung zuständig ist.

00:17:28: Das war eine volle Stelle also meine Stelle.

00:17:30: es gab doch noch Prof-Stellen und andere Stellen.

00:17:32: Aber so die Entwicklung ist eigentlich quasi eine Vollzeitstelle Die ich mir dann irgendwann auch mit einer Kollegin geteilt habe und das fand ich halt super cool weil man da alles machen konnte Weil ich jetzt kein Mensch bin, der sich besonders gut auf so eine Sache konzentrieren kann.

00:17:49: Sondern... Ich hab dann auch Bock zu programmieren!

00:17:51: Ich habe aber auch Bock die Grafik zu machen und Story zu schreiben und Game Design zu machen.

00:17:54: Und das war halt für mich perfekt ein Job in Aussicht zu haben und mich darauf bewerben zu können wo ich all das machen kann.

00:18:05: Fantastisch.

00:18:05: Schon mal vielen Dank für diesen gespannten Bogen, damit bist du quasi, ich konnte sozusagen mitlesen in meinem Dokument schon über einige Absätze drüber gelaufen aber das ist fantastisch!

00:18:13: Jetzt haben wir quasi schon mal eine grobe Orientierung.

00:18:15: jetzt würde ich mir die Freiheit erlauben nochmal ganz kurz an den Anfang dieser Geschichte zu gehen und zu fragen Jurassic Park III Making of?

00:18:21: Ich habe in der Zwischenzeit kurz ge-googelt, Jurassic Park Three erschien.

00:18:25: zwei Tausend Eins.

00:18:27: Also wie sage ich das jetzt?

00:18:28: Ich hatte damit gerechnet aus irgendeinem Gefühl heraus dass wir etwa vielleicht so gleich alt in dem gleichen in der gleichen Klammer sein könnten.

00:18:36: Aber wenn du jetzt, und das ist eine Möglichkeit zu verstehen sagst ... Du hast das Making Off zu ... Oh Gott, es wäre ein zu Jurassic Park III gesehen... Und ich jetzt einfach mal annehme, dass Making Off verschiehend im gleichen Jahr wieder Kinofilm rauskammt also ... Dann bist du doch älter als ich gedacht habe.

00:18:52: Jetzt weiß ich gar nicht was ich fragen soll!

00:18:55: In welchem Jahr?

00:18:55: Also

00:18:55: ich bin dreißig und deine Frage zu beantworten.

00:18:59: Und in welchen Jahr kam das Making-Off in dein Leben?

00:19:03: Wann das in mein Leben kam, weiß ich gar nicht genau.

00:19:04: Als ich den Film gucken durfte ... Ich kann's auf keinen Ja festmachen aber früher gab es noch was wie für die Jahre Fernsehen wo das abzulief und es lief auch immer nur der dritte Teil.

00:19:17: Immer wenn Jurassic Park kam war es der Dritte Teil,

00:19:19: d.h.,

00:19:19: ich hatte den schon zwei oder sogar dreimal gesehen, aber nie Teil eins und zwei.

00:19:24: dann hab ich mir irgendwann die DVDs gekauft um halt auch die anderen Zwei Filme mal sehen zu können.

00:19:29: Und?

00:19:32: Gut, gut.

00:19:33: Ja?

00:19:33: Oh Mann!

00:19:34: Ich

00:19:36: hab noch nie jemanden mit so wenig Emotionen über Trastic Park eins zu sprechen.

00:19:39: Aber es ist okay.

00:19:43: Also... Doch, sie hat mir gefallen.

00:19:46: Ich

00:19:47: fand Dinos cool!

00:19:48: Das heißt im Fernsehen hast du es dann gesehen und dann trug offenbar dieser Gedanke dich ins Studium.

00:19:53: das habe ich mir in den Notier.

00:19:54: zwei tausend vierzehn begann dass eben an der an der Uni Darmstadt Animation Game Design noch einige andere Dinge die schon berührt haben so mit reinfliegen.

00:20:02: das heißt um da nochmal nachzufragen Die Idee war dann schon auch motiviert durch diese Making of Sache.

00:20:09: ich möchte was machen Richtung digitale Medien aber Games, also spielte das auch wirklich schon eine Rolle bei deiner Berufsvorstellung?

00:20:19: Das weiß ich gar nicht genau ob es zu dem Zeitpunkt schon war.

00:20:22: Also da war halt der Punkt wo ich dachte ah so was kann man machen!

00:20:25: Da gibt's einen Drop für und ich hätte diesen Drop gerne.

00:20:28: So da habe ich überhaupt erst gemerkt dass das ist halt Berufswälder in diese Richtung gibt.

00:20:33: Und dann hab' ich mich da halt informiert und tatsächlich seit der... Was gibt er nicht mehr?

00:20:39: Klassen Ich war ja G-Acht also E-Phase Das ist, glaube ich die zehnte Klasse.

00:20:45: Radlos bin ich da?

00:20:47: Egal jedenfalls... Da war ich dann bei dieser Hobbit.

00:20:50: heißt das diese Hochschulenformationsstudiumsveranstaltung?

00:20:57: Ich weiß nicht was es abkürzt!

00:20:59: Aber auf jeden Fall da war ich sehr sicher zumindest im Studiengang dass sich das machen will und Ich meine mich zu erinnern, dass ich auch schon hingegangen wäre und gefragt hätte ob man dann irgendwie auch lernt wie man so ein Drachenspiel macht oder einen Flügel steuern kann.

00:21:14: Also da hatte ich da glaube ich schon eine etwas genauere Vorstellung das es auch Richtung Games gehen kann.

00:21:20: Aber wann das jetzt genau eingesetzt hat, weiß ich nicht.

00:21:22: Ja, Hobbit steht für Hochstudien- und Berufsinformationstage über hundertfünfzig Studiengänge und fünfzig Ausbildungsberufe stellen sich da so im Schnitt vor.

00:21:31: Wahnsinn!

00:21:32: Bevor wir zur Uni kommen auch hoch spannendes Kapitel was ja dann quasi mehr oder weniger fast direkt hinfür zu dem Spiel über das Worte aussprechen werden.

00:21:39: noch eine kurze Frage ohne Wald.

00:21:41: Das bedeutet Wir sind in derselben Ecke dieses Landes aufgewachsen.

00:21:44: Ich komme aus Franken Nähe Wertherm am Main.

00:21:47: Das ist nicht soweit weg.

00:21:49: Stimmt das so?

00:21:50: Also du hast jetzt nur den Wald genannt, aber ich nehme an wir sind in derselben Ecke.

00:21:54: Ungefähr also... Ich bin aus Michelstadt falls du das was sagst.

00:21:58: Pilgerort.

00:21:59: Ich kenne es von der Kirche.

00:22:01: Katholische Kirche war Strong bei uns.

00:22:03: Das ist viel häufiger mal toll!

00:22:05: Wie wird man in Michelstadt mit Spielen sozialisiert?

00:22:08: Wann hat das bei dir angefangen dass die ersten gerne auch digitalen Spiele auf irgendeinem PC in einer Reichweite landeten oder Konsole um Gottes Willen?

00:22:17: PC war's am Anfang Konsole hat dann noch ein bisschen gedauert.

00:22:22: Also ich habe einen Bruder, der fünf Jahre älter ist als ich und er hat dann halt schon ein bisschen gespielt.

00:22:27: und die ersten ... also die ersten Spiele, in denen ich mich erinnern kann das allererste war Lego Creator.

00:22:31: Oh da klingelt was!

00:22:32: Lass mich das ganz kurz mal mit fliege... oh guck ich kann nicht mehr sprechen.

00:22:36: mit Fliegen in der Hand.

00:22:38: reinjagen in die Suchzeile ja nee doch das kenne ich.

00:22:42: Ich kenne es Wahnsinn.

00:22:43: Ja

00:22:45: Das war so das eins der ersten.

00:22:46: und dann diese Löwenzahn-Spiele.

00:22:49: Oh,

00:22:49: wunderschön!

00:22:50: Es waren glaube ich auch Serious Games, da habe ich nicht mehr so viel Erinnerung

00:22:52: gehabt.

00:22:53: EDV-Spiel oder sowas hieß es doch früher in der Stadtbücherei?

00:22:57: EDV Anwendung.

00:22:59: Löwentzahne Pusteblumen oder so.

00:23:00: irgendwie hießen die und da konnte man halt irgendwie so Wissenssachen... Ja sowas, das waren so die ersten Spiele aber tatsächlich LEGO Creator war das erste wo ich wirklich also auch mehr Erinnerungen dran hab.

00:23:11: Haben wir nicht dass fragen darf deine Eltern das unterstützt als klar wurde Vielleicht willst du was in Richtung Spiele machen, aber vor allem willst du etwas in Richtung Jurassic Park Spezialeffekte machen.

00:23:21: Wie kam das so an?

00:23:23: Die haben mich da voll unterstützt.

00:23:25: Also

00:23:25: die sind eh die besten!

00:23:30: Also da war kein, kamen keinen.

00:23:32: so ja macht doch lieber was geschaltet oder so.

00:23:35: Ne die haben gesagt ja mach.

00:23:37: Ja sehr gut!

00:23:38: Dann haben wir also die Uni Darmstadt.

00:23:40: jetzt wie gesagt im Jahr ist das Ganze los bis wenn man den Masterabschluss auch noch mit dazu nimmt habe ich mir das so aufgeschrieben bis zwanzig-zwanzig im Grunde so um diesen Dreherum.

00:23:50: Wie ist es?

00:23:51: Auch wieder eine große Frage aber Bisher immer verpasst, Gäste zu fragen die an der Unidarmstadt unterwegs waren.

00:23:56: Wie ist es an der Universität zu studieren?

00:24:00: Ich muss direkt sagen mit Darmstadt habe ich gar keine Berührungspunkte.

00:24:03: in meiner Vorstellung ist das ein relativ kleines Städtchen und er steht in so einem gewissen spannenden Kontrast zu dem Wort Universität.

00:24:10: Mehr hab' ich dazu nicht!

00:24:11: Wie ist's?

00:24:14: Man muss dazu sagen die Hochschule Darm Stadt also es gibt hier TU-Darmstadt und es gibt die HochSchule Darnstadt Und die Fachbereiche, Media und ... Ich glaub, BWL ist auch noch ausgelagert.

00:24:27: Die sind in einem anderen Campus, die sind in Dieburg.

00:24:30: Das ist so ein Städtchen nebendran, sehr viel kleiner.

00:24:35: D.h.,

00:24:35: man hat da einen relativ kleinen Campus, wenn man das studiert außerhalb was... Also ich hatte eine richtig gute Zeit da.

00:24:45: Also das Studentenleben hab ich schon manchmal ein bisschen vermisst, weil halt die ganzen größeren Sachen ... Das hat alles in Darmstadt und in Dieburg.

00:24:51: Es ist relativ verschlafen so.

00:24:53: aber also zumindest als ich da angefangen habe es hat sich inzwischen vielleicht auch verändert weiß nicht wie der Studiengang jetzt ist Aber da waren wir relativ wenige Und hatten auch direkt also wenige Studierende Ich glaube am Anfang so Fünfzig bis Sechzig oder so und es ist dann weniger geworden und hatten aber einen total engen Zusammenhalt.

00:25:13: Also am Anfang hatten wir ziemlich geregelten Stundenplan, wo wir auch immer zusammen Pausen hatten und haben immer aufeinander gehangen.

00:25:20: Und da haben sich heute auch Freundschaftengebildete die es bis heute gibt und die auch immer noch tiefer werden.

00:25:29: Ich glaube gerade Animation in Game da zu studieren war für mich richtig cool!

00:25:33: Wir hatten dann auch Projekträume, wo wieder die Semesterprojekte drin machen konnten.

00:25:38: Ich hatte eine richtig gute Zeit.

00:25:40: Ich

00:25:40: hab, ich musste gerade ganz doll schmunzeln, während du von Dieburg erzählt hast... ...ich habe mir das kurz angesehen bei Google reingejagt, die Burg um Eindruck zu bekommen und die Burg steht sich heraus ist eines dieser Städtchen in Deutschland wenn Google quasi Bilder raus gibt diese automatisierten wo man dann so durchklicken kann als erste Ergebnisse.

00:25:56: es ist eines der städtchens wo du dich automatisch nach vorne beugen musst um die kleinen häuserchen zu entdecken inmitten der Natur.

00:26:04: Fünfzehntausend Einwohner haben sich gut versteckt wie in hobbingen.

00:26:07: vorhin hatten wir.

00:26:08: Man sieht kaum, wo die Stadt anfängt und endet weil sie so süß klein ist.

00:26:12: Also führt zu keiner Frage.

00:26:14: aber das sieht ja ganz malerisch aus!

00:26:17: Ja also ich habe jetzt von Dieburg gar nicht so viel immer mitbekommen weil ich eigentlich nur am Campus rumgehangen hab.

00:26:22: Ich bin dann auch gependelt.

00:26:25: Hab da also nicht gewohnt... Aber es ist nett.

00:26:30: Ich würde jetzt nicht hinziehen.

00:26:34: Jetzt kommen wir zu einem ganz spannenden Moment.

00:26:36: Du hast jetzt alte dein Studium beendet, zwanzig-zwanzig noch in Darmstadt und jetzt... erst mal vom Lebenslauf ausgeht, was man so über dich finden kann wenn man sich informiert.

00:26:45: Sieht das ja erstmal nach einer super linearen Abfolge aus?

00:26:51: Und dafür Hallo Wiesbaden Hochschule Rhein-Main da bist du eingestiegen als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

00:26:57: Du hast es vorhin schon erwähnt bei dem Projekt Auswege und da hat im Grunde auch welches richtig mir angelesen habe die Arbeit an Umfeld begonnen und jetzt ist natürlich ein Lebenslauf das eine und ich frage mich wie war's zu einem echten Leben?

00:27:11: Ab wann war für dich absehbar, wie es für dich nach Darmstadt weitergehen wird?

00:27:15: War das so eine Last-minute-Sache wo du schon überlegt hast durch die Straßen Diebux und Darmstatt gewandert und gesagt Wo geh ich denn hin?

00:27:23: Und dann kam sie das entgegen oder stand da schon früher fest?

00:27:28: Also ich hatte... Das war ja auch Anfang der Pandemie.

00:27:30: Stimmt

00:27:31: natürlich!

00:27:32: Da war ich dann erstmal mitbeschäftigt.

00:27:33: also Ich habe tatsächlich gar nicht so viel voraus geplant hab da im Sommersemester meinen Mein Master eben gemacht und war erst mal damit befasst, den zu machen.

00:27:43: Dann ... ja, war halt das ganze Pandemiegedöns noch ein paar private Sachen um Zug oder was weiß ich so was.

00:27:52: also Ich hatte gar nicht so viel Zeit mir da viele Gedanken zu machen.

00:27:55: Da kam dann auch schon mein Prof und hat mir mitgeteilt Ja hier guck mal dass eine Stelle bewirblich da doch Mal.

00:28:01: Und das habe ich dann auch gemacht.

00:28:02: und dann hatte ich dazwischen.

00:28:03: noch War ich anderthalb Monate in Nürnberg und hab dabei nach Theaterproduktionen mitgemacht ... hab da Bühnenprojektionen gemacht, das habe ich die ganze Zeit so ein bisschen nebenbei... ...gemacht.

00:28:16: Also bis dato eigentlich ehrenamtlich und das war dann der erste ... ... in Einführungszeichen professionelle Produktion professionell deshalb nicht weil die anderen nicht professionell gewesen wären

00:28:25: von

00:28:27: Techniklevel sondern weil da unterschieden wird ob du bezahlt wirst oder nicht.

00:28:30: also alles wo du niemand bezahlst ist halt amateur egal wie gut es gemacht ist.

00:28:36: Genau da war ich dann nürnberg Da hatte ich auch meinen Bewerbungsgespräch.

00:28:39: Ich war, weiß nicht, online irgendwas.

00:28:43: Weiß nicht mehr was das für Dienst war und dann habe ich als ich zurückkam eigentlich auch fast nahtlos angefangen.

00:28:51: also Das ging alles sehr stark auf stark.

00:28:55: Dann

00:28:56: ganz kurze frage wenn ich darf zu dem theater.

00:28:58: engagement dass ist ja auch etwas spannendes.

00:29:01: und gleichzeitig was worin man Ja oder wohin man nicht zufällig stolpert gab es da mal Abmissionen von dir in diese Richtung beruflich dich zu entwickeln?

00:29:10: Gibt es.

00:29:16: Ich glaube, ich muss da ein bisschen ausholen... Also die Affinität zur Theater kommt weil ich auch seit ich sehzehn bin so also in so einer Gruppe bin wir machen Feuerschaus und sowas.

00:29:25: Moment, Moment!

00:29:25: Jay,

00:29:26: ihr musst kurz fragen Feuerschaus?

00:29:28: sind das die, die das Feuer essen und dann wieder ausspucken oder...?

00:29:32: Nein, nein.

00:29:34: Also ja, gehört auch mit dazu.

00:29:35: aber wir machen keinen Feuerschlucken und Feuerschmucken nicht mit Fluid sondern nur mit ... ist auch egal.

00:29:40: Aber ich hab doch

00:29:41: gefragt wieso ist das nicht egal?

00:29:45: Ja also ... Einen Feuer-Schmuck und Feuer schlucken gehört dazu.

00:29:50: Aber was ich hauptsächlich mach es mit Tools wie Poi.

00:29:53: Das sind wie Fackeln an Ketten und Stäben und so Hula Hoop Reif und so was genau unter.

00:30:00: Ich trete mir dann auf Hochzeiten oder Geburtstagen.

00:30:04: Oder Stadtfessen und so, das ... Das ist

00:30:08: superkrass!

00:30:09: Artistiker heißt das?

00:30:10: Da bin ich seitdem ich sechzehn bin, mach' ich da mit und hab auch irgendwann angefangen, da wie so ein Nebenjob draus zu machen was übrigens der coolste Nebenjob ist dem man haben kann.

00:30:20: Aber hallo!

00:30:21: Immer noch studiert.

00:30:23: Genau... Und da hatte ich halt so eine Affinität zu Performance also Live-Performance Theater und so Und hatte auch einfach Lust, mal was mit Projektionen zu machen.

00:30:35: Also die Idee ... Zu Beginn war das auch mit Tanz irgendwie zu verbinden und dann war Praktikumssemester.

00:30:45: Das war ganz schlimm, weil da musste man sich bewerben und man konnte aber noch nix, weil es war das vierte Semester.

00:30:51: Viele haben jetzt nicht so richtig Bock, sich um Praktikantern ein halbes Jahr zu kümmern.

00:30:58: Da war dann auch wieder so ein Glücksfall, dass ich erfahren hab.

00:31:01: Dass da eine Amateur-Produktion eben einen Musical für Dracula war das in Rostov.

00:31:08: der Verein heißt Broadway Entertainment und die haben halt Leute gesucht, die Projektionen machen und ich war so let's go!

00:31:16: Und habe das gemacht mit noch ein paar anderen Kommilitonen.

00:31:19: Das war dann der Anfang.

00:31:20: In den nächsten Jahren hab ich das weitergemacht und ja es ist jetzt ... Dadurch, dass ich jetzt so lange halt in dem ... also im Games-Job war ein bisschen liegengeblieben, sag ich mal.

00:31:35: Weil auch der Verein inzwischen pausiert.

00:31:39: Aber an sich, also bin ich ja grade ... Also, ich werd nicht mehr lange hier in der Hochschule sein.

00:31:46: Mein Vertrag läuft bald aus und dann muss ich mir überlegen, was ich mache.

00:31:49: Und es gibt diese zwei Richtungen Games und Theater, die ich beide ins Auge gefasst habe.

00:31:57: Ich schieh' so ein bisschen auf Selbstständigkeit, mal gucken ob das was wird.

00:32:00: Aber da bin ich so ein bissel am ausloaten gerade in welche Richtung das jetzt für mich geht und...

00:32:06: Spannend, da werden wir am Ende des Gesprächs nochmal drauf kommen wie die nächsten Schritte vielleicht aussehen oder was du dir am besten vorstellen könntest.

00:32:14: Das klingt ja jetzt schon hoch spannend.

00:32:15: und ich muss noch mal kurz zu diesem Feuerkram sagen.

00:32:18: Völlige Begeisterung!

00:32:19: Ich habe gerade auf der Webseite immer ganz kurz mir das angesehen.

00:32:21: Da gibt es auch ein paar Bilder von euren Auftritten also spektakulär.

00:32:24: Also falls jemand da draußen für eine größte Veranstaltung Genau Feuer, Magier noch braucht und Magier rin.

00:32:30: Äh das ist der Ort wirklich also beeindruckend!

00:32:33: Wirklich einfach nur beeindrucken.

00:32:34: Hast du dich schon mal schwer verbrannt?

00:32:37: Nee man hat eigentlich auch immer eher Angst dass es nicht brennt.

00:32:41: Ich habe mir einmal ähm bei einer privaten Show hab ich meinmal super eng war.

00:32:46: Ähm... hab ich meine Mal den Rock angezündet aber das habe ich halt gemerkt.

00:32:51: dann habe mich gelöscht und dann habe ich weiter gespielt.

00:32:53: Also.. Wir achten da auch sehr drauf, dass es sicher ist.

00:32:59: Also wir machen jetzt auch keine Späßchen mit irgendwie unsicherem Tools oder so und ich spiele nur Tricks mit Feuer die wirklich im Schlaf beherrschen.

00:33:07: also dann kannst du mich nach zum fünf wecken sagen spielen eine Show dann kann ich dir die spielen.

00:33:11: also klar kann immer was passieren.

00:33:14: man muss doch immer den Respekt behalten vor dem Tanzpartner dem Feuer.

00:33:17: aber ich habe mich noch nie verletzt.

00:33:19: gefährlich ist tatsächlich stets in Laufen.

00:33:22: Da ist noch nix passiert, aber ich bin noch nie gestürzt.

00:33:28: Wenn mal irgendetwas passieren würde, würde es wahrscheinlich eher da passieren als mit dem Feuer.

00:33:32: Ich muss jetzt eine ganz dode Frage stellen!

00:33:34: Aber ich muss sie fragen... Wenn du jetzt zum Beispiel privat Rollenspiel oder so was spielst, in dem man auch Magierklassen spielen kann.

00:33:43: Hast du dann eine natürliche Anziehung die du spürst zu Feuermagierkram?

00:33:48: Eventuell!

00:33:49: Das ist tatsächlich

00:33:50: nicht so... Nein

00:33:51: wirklich?!

00:33:53: Ja also tatsächlich wollte ich im Baldest Gate eine Figur spielen, die halt die ganze Zeit alles anzündet.

00:33:59: Ist dann letzten Endes doch nicht so gekommen weil Droiden sich dafür nicht so eignet als Klasse da jetzt voll auf Feuermagie zu gehen, aber das war eigentlich der Plan.

00:34:10: Das hat sich dann ein bisschen geändert.

00:34:11: Aber doch es macht schon Spaß.

00:34:13: also mag ich auch lieber als jetzt irgendwie Eis oder Säure oder so.

00:34:16: Wahnsinn!

00:34:17: Hast du dich jemals gefragt woher die Faszination für Ausgleich in dieses Element kommt?

00:34:24: Eigentlich nicht... Also Also diese Gruppe Artistiker ist halt in Michelstadt auch mal sehr aktiv gewesen.

00:34:32: Da hab ich das schon häufiger gesehen und fand, dass halt einfach schon immer cool.

00:34:35: Und deshalb bin ich da noch irgendwann nach einer Show mal hin und habe gefragt so ey kann ich mitmachen?

00:34:41: So ist das entstanden.

00:34:42: aber

00:34:42: ja... Spannend.

00:34:44: Also wirklich eine spannende Nebenstrasse, die habe ich überhaupt nicht gesehen.

00:34:46: Vielen Dank für diesen kleinen Ausflug!

00:34:48: Und jetzt können wir wieder an die Uni zurückkehren und du hast das schon so wunderbar gesagt.

00:34:52: Darmstadt geht zu Ende, zwanzig-zwanzig Anfang der Pandemieumzug

00:34:55: usw.,

00:34:56: Du orientierst dich neu?

00:34:57: Jetzt kommen dieser Prof auf dich zu und sag guck mal da ist dieses Forschungsprojekt, schau dir das mal an und da bist du ja tatsächlich auch gelandet.

00:35:03: Meine Frage ist.

00:35:04: jetzt wusstest du zu dem Zeitpunkt schon welches Spiel in Planung oder was für einer Art Spiel dort in Planung ist oder kam das erst vor Ort dann raus?

00:35:14: Also ich wusste, dass es sich um Partnerschaftsgewalt oder Gewalt im Paarbeziehungen dreht und fand das auch super spannend.

00:35:21: Ich wusste ,dass es um Serious Games geht aber es gab jetzt noch keinen Konzept im dem Sinn.

00:35:29: also das war die Info, die halt da war.

00:35:32: Das war Teil des ganzen Projektes, dass man auch erstmal schaut inwiefern eignet sich dieser Ansatz Serious games überhaupt für das Thema.

00:35:39: Es ist ja nicht nur in Anführungszeichen eine Entwicklung, sondern es geht auch um die Forschung.

00:35:45: Also wir haben daran auch geforscht eben und im Fachbereich Sozialwesen liefen noch ganz viele Sachen nebenbei da lief noch eine Kampagne, die die auch evaluiert haben und alles so in die Richtung.

00:35:56: Wir haben nebenbei auch noch Studieprojekte betreut Und also das gehörte alles mit dazu.

00:36:02: als zweites Nicht nur die reine Entwicklung Also genau, Serious Game über Gewalt und Paar Beziehungen entwickeln.

00:36:10: Das war der Stand als ich da angefangen habe.

00:36:12: Wie waren denn damals, wenn du dich noch erinnern kannst?

00:36:14: Es ist ja auch schon wieder erstaunliche sechs, fünf Jahre her!

00:36:18: Wie war denn damals so deine Reaktion, als du dann verstanden hast und gesehen hast okay das wird tatsächlich das Thema eines Spiels werden, eines Serious Games weil... Ich frage deswegen, da draußen gibt es ja einige Menschen auch die in der Spielebranche selbst kommerzielle Spiele entwickeln Immer noch so eine gewisse... Wie sage ich das?

00:36:39: Wenig Glauben in die Möglichkeiten von Serious Games haben und damit oft immer noch Spiele assoziieren, die man eigentlich an der Zwei-Tausender verorten würde.

00:36:48: So trockene Lernspiele einfach, die dieses Potenzial nicht so richtig sehen von dieser Art Spielung.

00:36:53: Wenn die jetzt hören würden wir wollen ein Spiel machen einen Serious Game über Partnergewalt dann würden glaube ich diese Menschen, die ich meine so bisschen irritiert zurückschrecken und sagen Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist.

00:37:05: Gehörtest du auch in dieser Gruppe?

00:37:06: Hattest du schon Erfahrungen mit Serious Games?

00:37:08: Wie hast du auf diese Idee reagiert so ein Spiel zu machen?

00:37:13: Ich hatte ein bisschen Erfahrung also gleich wusste was Serious games sind, hatte auch ein paar schon gespielt.

00:37:20: ich habe es als Herausforderung gesehen.

00:37:22: also ich dachte auch okay mal gucken ist ja immer ein bisschen das Problem bei Serious game gerade bei solchen Spielen die Ja, so einen Umdenken oder sowas anleiern wollen.

00:37:33: Oder ein gesellschaftliches Problem ansprechen, dass man denkt okay, wollen die Leute das überhaupt spielen?

00:37:39: Oder wollen sie sich damit beschäftigen?

00:37:41: und das war auch tatsächlich in der Anfangsphase einer der Kernpunkte weil wir gesagt haben Wir müssen jetzt unsere Zielgruppe Insofern eingrenzen, dass wir uns überlegen müssen was können wir mit dem Spiel denn anbieten?

00:37:54: Also wenn man sagt ja ich möchte also klar Übergeordnete Ziel ist ja, dass diese Zahlen runtergehen.

00:38:01: Dass es weniger Gewalt im Paarbeziehung eben gibt und es war auch von Anfang an relativ klar das wir uns anders.

00:38:08: also es wäre ziemlich schnell klar, dass wir uns ans Umfeld wenden möchten.

00:38:13: Und dann ist aber die Frage was kannst du den Leuten denn anbieten?

00:38:18: Dass sie das spielen wollen gerade wenn... Also gerade Leute im Umfeld wo man oft gar nicht weiß, wie tiefgreifend dieses Problem ist.

00:38:27: Also da hatte ich auch ziemlich viele augenöffnende Momente als ich mich in das Thema reingearbeitet habe weil ich das auch dachte dass das komplett fern von mir ist und dass sich da niemanden kenne.

00:38:37: und dann hab' ich diese ganzen Strukturen und Muster mich damit beschäftigt und dann gemerkt oh äh ich kenne doch Leute die in dieser Situation waren oder sind.

00:38:48: Und ich hab das bisher nicht gesehen, und das haben wir dann auch ein bisschen versucht zu dieser Huckzumachen um Leute anzusprechen von denen wir sagen ... Die haben schon einen Zugang irgendwie dazu.

00:38:59: also werden jetzt niemanden sag ich mal umdrehen der vielleicht selber Täter ist oder Wir wollten auch nicht ein Spiel für die Betroffenen selbst machen weil wir gesagt haben die brauchen andere Hilfe als so ein Spiel sondern Der Leverage Point, wie kann ich das übersetzen?

00:39:19: Der Ansatzpunkt ist wirklich das Umfeld um dieses Tabu aufzubrechen.

00:39:24: Weil dieses Tabuh dafür sorgt, dass Leute nicht darüber reden können, dass es nicht angesprochen wird weder von den Betroffenen noch vom Umfeld und dass er super schwer wird überhaupt erst mal zu erkennen, dass jemand in der Situation ist und für die Personen auch ... Es ist schwierig sich Hilfe zu holen.

00:39:41: Und deshalb haben wir dann gesagt gut... Wir wollen Leute ansprechen, die an sich schon ein Interesse daran haben, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

00:39:51: Und jetzt nicht ... Leute, die von vornherein sagen nee kein Bock auf das Thema so oder ich sage irgendwie so woker Scheiß-Treck oder so, ist mal blöd gesagt.

00:40:02: aber und deshalb haben wir damit glaube ich diese Fragestellung insofern nicht umgangen, aber sind darauf eingegangen dass wir es gesagt haben Ja, Leute die dann halt sagen skeptisch ich habe keine Lust so ein Spiel zu spielen.

00:40:17: Die werden es auch nicht spielen deshalb bewusst auf die leute gehen die da an sich schon.

00:40:24: Ich halte das für einen ganz fantastischen Ansatz, dieses Umfeld in einem Blick zu nehmen was diese Spiele macht.

00:40:30: Und es heißt ja auch nicht zuletzt genauso um Feld und ich musste beim spielen und auch als ich dieses Konzept kennengelernt habe, daran denkt man eine parallele Entwicklung wenn man so sprechen kann.

00:40:41: im anderen Themenbereich aber auch irgendwie ähnlich und zwar gibt es ne ganze Eigentlich ein Genre von Mental Health Games, in denen psychische Erkrankungen, Depressionen zum Beispiel, Suizidalität eine wesentliche Rolle spielen.

00:40:53: Und ich interessiere mich da sowohl beruflich als auch persönlich sehr dafür wie dieses Medium mit diesen Themen umgeht.

00:40:58: und dann habe ich eine Entwicklung wahrgenommen im letzten Jahrzehnt etwa die Passt zu dem, was du gerade zur Umfeld erzählt hast und zwar, dass es so die ersten Spiele gab.

00:41:07: Die versucht haben sich diesem Thema anzunehmen.

00:41:09: Die berichtet haben entweder über die Perspektive von Menschen, die direkt betroffen sind also zum Beispiel Menschen mit depressiven Erkrankungen dann waren das Spiele Alltag spielbar gemacht haben, aus Perspektive eines depressiven Menschen.

00:41:23: Diese Spiele arbeiten ganz viel mit Restriktionen und oh du willst Duschen gehen leider kannst du das nicht.

00:41:27: oder willst die mit Leuten verabreden?

00:41:29: Leider geht das nicht!

00:41:30: Es gab Spiele, die haben sich beschäftigt... Beziehungspartnern, die in Beziehungen sind mit psychisch kranken Menschen.

00:41:37: Und auch diese Spiele arbeiten mit ganz vielen Restriktionen so dass ich davor immer wieder saß und mir dachte irgendwie ist es das nicht!

00:41:43: Ich weiß nicht an wen diese Spieler eigentlich gerichtet sind.

00:41:45: was wollen sie eigentlich vermittelt oder erzählen?

00:41:49: Da kommt nichts rüber.

00:41:50: Und als diese Spiele angefangen haben, sich aufs Umfeld zu konzentrieren und die Fragestellungen zu äußern wie kann man ein Spiel entwickeln?

00:41:59: Dass das Umfeld eines zum Beispiel depressive Menschen zeigt und auch zeigt was dieses umfeld machen kann, um dieser Person zu helfen und was es nicht machen kann.

00:42:08: Das war etwas wo es bei mir klick gemacht hat und ich davor saß und dachte ja hier spüre ich gerade am meisten was mit mir passiert als Spieler?

00:42:15: Was wird mir passieren als jemand der das begleitet diesen Prozess was dieses Genre durchgemacht hat?

00:42:20: und genau das habe ich auch beim Spiel Umfeld gesehen.

00:42:23: Ich hab das gespielt und ich war von Anfang an ganz in Bann genommen, nicht nur auf die Atemweise wie es produziert und inszeniert ist sondern weil der Themenschwerpunkt auf das Umfeld gelegt wird.

00:42:37: Und da Szenen in diesem Spiel plötzlich zu sehen waren... Ich habe es in einer Anmoderation vorgestellt, die Leute haben Bild vor Augen wo ich mir dachte genau das was du auch gerade gesagt hast Moment mal!

00:42:48: Ich kenne diese Szenien aus meinem Umfeld und bis sich umfällt Das Spiel von paar Wochen gespielt habe zum ersten Mal, dachte ich auch immer, statistisch müsste ich Leute kennen.

00:43:00: Die betroffen sind von Partnergewalt oder häuslicher Gewalt oder auch verbaler Gewalt in Beziehung.

00:43:06: aber ich kenne niemanden.

00:43:07: und dann spiele ich dieses Spiel und entdecke plötzlich Phrasen und Szenen und erkenne sie wieder und blicke jetzt plötzlich auf alte Paar-Dynamiken in meinem Umfeld zurück und denke mir Moment mal!

00:43:19: Ich glaube da lief zumindest etwas nicht sehr angenehm ab für eine der beteiligten Personen.

00:43:24: Und das hat mich so retrospektiv sensibilisiert, was ich bisher gar nicht gesehen hatte und das war krass!

00:43:33: Das hat das Spiel bei mir geschafft.

00:43:35: und ich muss wirklich noch mal sagen, dass passiert nicht oft bei Serious Games, dass sie den Knopf drücken von dem, was Sie erzählen wollen und das halte ich um zum DCP zurückzukehren für vollkommen auszeichnungswürdig.

00:43:49: Da geht mir gerade echt das Herz auf.

00:43:52: Ja, also freu mich gerade sehr.

00:43:54: Ich bin grad ein bisschen sprachlos.

00:43:56: Also ja genau das ist was wir erreichen wollten weil das da auch ein Thema ist was sich sehr gut versteckt.

00:44:03: Die Betroffenen schämen sich wollen nicht drüber sprechen die Täter oder Täterinnen sowieso nicht und auch zu erfahren dass es diese subtilen Gewaltform gibt.

00:44:14: ich hatte bei jetzt häuslicher Gewalt oder gewalten paar Beziehungen auch mal als erstes ans blaue Auge gedacht Aber davor passiert halt so viel, was auch ganz viel psychisch einfach ist.

00:44:24: Und soziale Gewalt, finanzielle Gewalt ... Was man so gar nicht wahrnimmt und was auch viele Leute als normal irgendwie empfinden.

00:44:35: Erst wenn man dann mal innehält und sich überlegt, nee eigentlich ist das nicht normal oder nicht in Ordnung?

00:44:42: Dann fängt man erst anders zu sehen!

00:44:47: Klar, dass mögen auch mal Sachen sein die auch Beziehung auftauchen können.

00:44:52: Die funktioniert, dass man jemand eine blöde Bemerkung oder so macht.

00:44:55: aber es ist auf jeden Fall ne Red Flag und wenn halt genug von diesen Red Flags auch zusammenkommen dann lohnt das sich auf jeden fall mal nachzufragen.

00:45:02: So hey Kann also kann ich irgendwie helfen?

00:45:07: Oder also auf jedenfall diese diese Awareness zu haben Das zu erkennen und zu merken.

00:45:12: okay da habe Ich jetzt in der Situation beobachtet die dich in diese Richtung einordnen könnte.

00:45:17: ich gucke da Mal genauer hin ich guck mal ob ich weitere Hinweise irgendwie finde und ob ich die Person mal darauf ansprechen kann.

00:45:24: Das ist genau das, was wir erreichen wollten und deshalb freut mich das sehr!

00:45:29: Das ist genau so funktioniert.

00:45:32: Wir gehen gleich mal in die Entwicklung rein, weil ich da ein paar Fragen habe wie das eigentlich alles zustande gekommen ist auf die Art und Weise wie man es jetzt spielen kann.

00:45:37: aber ich möchte noch eine Sache ganz besonders hervorheben die mir so positiv aufgefallen ist und zwar das geht zur Hand in hand zum einen welches Feedback Mann bekommt wie jetzt die eigenen Entscheidungen die man aus dem Umfeld heraus getroffen hat die Protagonistin beeinflussen und ihre Beziehungsdynamik Und zum anderen in welcher Sprache diese Folgen kommuniziert werden.

00:46:00: Mit der Sprache meine ich, hier wird ein Ton angeschlagen im Spiel, der so echt klingt!

00:46:07: Es ist kein Lehrbuch, es ist auch kein Hey Kids TikTok!

00:46:12: Wir sind cool sondern es ist Sprache die gesprochen wird, die sich echt anfühlt.

00:46:18: und das erst mal hinzubekommen fand ich krass.

00:46:20: Man liest es auf eine sehr natürliche Art und Weise.

00:46:22: Und dann nochmal hand in Hand gehend die Sache mit dem Umfeld, dass das auf mehreren Ebenen ganz innerhalb von wenigen Bildschirmen kommuniziert wird was hier gerade passiert wird.

00:46:32: Wenn man sich für eine Entscheidung entscheidet, bekommt man erst das direkte Feedback aus dem Spiel heraus bezogen auf konkrete Figuren die für dieses Spiel erfunden wurden.

00:46:40: Dann gibt es direkt im nächsten Bildschirm eine Ebene der Höhe Soziokontext aufmacht und sagt okay in diesem gefühl in dieser kleinen Dorfgemeinschaft, kam es jetzt zu folgenden neuen Entscheidungen weil du dich so für gewisse Dinge entschieden hast.

00:46:55: Und dann wird quasi nochmal ganz kurz als dritte Ebene das Lehrbuch aufgemacht und gesagt so allgemein gesprochen Das sind Dinge die passieren in Gewaltbeziehung und all diese dinge und diese Abfolge die innerhalb von Sekunden passiert wenn man normal schnell liest.

00:47:10: Auch das führt zu keiner frage.

00:47:11: ich will sie noch mal erfolgen.

00:47:12: dass ist so gelungen gewesen.

00:47:18: Und jetzt kommt natürlich die Frage, was hast du da eigentlich alles dran gemacht?

00:47:22: Ich befürchte ja fast alles.

00:47:25: Du hast das vorhin nämlich schon so angerissen.

00:47:27: Du magst Herausforderungen und hast hier und da überall mal schon reingeguckt bei diesem Spiel.

00:47:31: Und ich sah auch auf deinem LinkedIn-Profil – ich wollte da nicht zu viel lesen damit ich dir noch neugierige Fragen stellen kann dass du eine ganze Reihe von Tätigkeiten aufgelistet hast, was deine Arbeit an diesem Spiel anging.

00:47:43: Afraik kannst du es ja noch mal sagen?

00:47:44: Was hast du dir jetzt genau in diesem Spiel gemacht?

00:47:48: Also zunächst war immer noch ein Team.

00:47:51: also ich habe das nicht allein gemacht gerade was das Game Design betrifft.

00:47:55: da haben wir sehr viel... Das hat sehr lange gedauert bis wir zu diesen Design gekommen sind um das auch so zu machen und Da kann ich jetzt nicht mehr auseinanderdröseln, wer da genau welche Idee ist.

00:48:11: Also wie es bei Games immer ist.

00:48:13: Da haben wir wirklich sehr lange dran rumgefallen und hatten auch zig verschiedene Versionen vorher die ganz anders waren zum Teil auf ganz andere Mechaniken und also ganz viele Entwürfe gemacht erst mal.

00:48:27: Und jetzt beim finalen Spiel.

00:48:31: Großteil der Programmierung ist von mir Die Grafiken sind alle von mir Ähm ... Und so was Story und so betrifft, das war komplett Zusammenarbeit.

00:48:44: Also da haben quasi die Kolleginnen von Sozialwesen uns so ... ja ... Skizzen geschickt?

00:48:51: Also so kurze Treatments, dass dann in der Szene passieren soll dabei rauskommen.

00:48:57: Das haben wir halt eben in die Form gegossen, dass es in diese Spielform passt, in dieses Spielformat mit den drei Entscheidungen und was dann das alles passt.

00:49:08: Und haben auch hier im Team, da kam dann irgendwann noch ein Kollege dazu, haben das zusammen in Storyboards und so zusammengefasst die Dialoge ausformuliert.

00:49:21: Das war eigentlich immer irgendwie eine Teamleistung.

00:49:27: Wie kam denn diese Geschichte ins Spiel, die da erzählt wird?

00:49:33: eine gut übertragbare Geschichte über häusliche Gewalt, Paargewalt aber gleichzeitig auch eine sehr individuelle mit bestimmten Protagonisten und bestimmte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Spiel umfällt.

00:49:44: Was ist das für die Geschichte?

00:49:45: Ist das so eine Art repräsentative Querschnittsgeschichte durch das was zum Beispiel die Forschung ja auch noch parallel dazu lief herausbekommen hat?

00:49:53: oder ist es ein besonders anschauliches Beispiel aus diesen Pool an Erlebnissen?

00:49:59: wie kamt ihr da drauf?

00:50:01: Das war ein Workshop, zusammen mit den Sozialwesenkolleginnen.

00:50:06: Ähm ... Und das ist tatsächlich so'n ... Ja, wie so'nen ... Ich nenn's jetzt mal als bürdes Wort da.

00:50:12: Durchschnittsbeispiel also greift eben die langjährige Gewalt in paar Beziehungen auf dann meistens wird es auch schlimmer, soweit dann Kinder da sind.

00:50:23: All diese Faktoren haben wir mit reingenommen Also auch das Alter der Betroffenen.

00:50:28: ähm Ja, das kam quasi von den Sozialwesenkolleginnen aus deren Forschung.

00:50:34: Also haben die quasi so ein Querschnittsbeispiel gemacht mit Fokus auf den ländlichen Raum wobei sich das Ganze natürlich auch übertragen lässt.

00:50:43: im ländischen Raum ist halt eben der Punkt nochmal gravierender dass die Leute alle so eng miteinander verzahnt sind was es dann noch mal schwieriger macht da irgendwie sich irgendeine Hilfe zu kommen oder darüber zu sprechen.

00:51:00: Es ist eine klassische Frage, aber es ist mir egal.

00:51:02: Weil die ist an dem Punkt finde ich wirklich interessant was war denn für dich persönlich während der Arbeit in diesem Spiel in diesen vielen Bereichen?

00:51:08: Für die du damit zuständig warst so mit das herausforderndste weil das ist ein schweres Thema.

00:51:14: Das ist eine große Herausforderung das spielbar zu machen und dann auch noch so spiel beizumachen dass am Ende irgendeine Art von Erkenntnis oder Botschaft bei rumkommt.

00:51:23: Ich stelle mir vor alles war schwer Aber was würdest Du denn herausgreifen?

00:51:27: Ich glaube das Spielziel zu definieren war einer der schwierigsten Punkte.

00:51:33: Wir haben angefangen, uns dem Thema zu nähern in dem wir so ein riesiges Systems-Map gemacht haben.

00:51:38: Da habe ich mich dann mit den Mitarbeiterinnen von Sozialwesen zusammengesetzt und wir haben alle möglichen Quellen und Faktoren aufgelistet und verbunden wie da was beeinflusst und geguckt wo können wir hier überhaupt ansetzen?

00:51:52: Irgendwann hatten wir schon den Punkt, okay es soll irgendwie um dieses Tabu gehen und das soll sich auch aufs Umfeld konzentrieren.

00:51:57: Und das irgendwie ansprechen und aktivieren aber daraus dann dieses Spielziel zu machen ein Umfeld aufzubauen.

00:52:04: dass klingt jetzt rückblickend sehr naheliegend.

00:52:07: Aber bis wir da waren das hat tatsächlich gedauert weil wir am Anfang tatsächlich auch Den point of view von der betroffenen eher so so intuitiv hatten ... das aber sehr schwer fanden.

00:52:24: Also die Idee war erst mal, ja du spielst halt eine Person, die in so einer Beziehung feststeckt und dann eben Empathie dafür zu entwickeln wie schwer es ist da rauszukommen... Und das hat aber irgendwie nicht funktioniert weil die ganzen Aspekte, die einen da drin halten, so tief emotional sind, das kannst Du in einem Spiel gar nicht so schwupps erzeugen!

00:52:44: Ich kann ein Beispiel geben, es gibt ein Spiel das heißt Spent.

00:52:47: Das ist auch ein Serious Game und es geht darum Armut Und da wirst du in die Schuhe von jemandem gesetzt, der halt einen Monat überleben muss mit einem gewissen Gehalt und dann kriegst du immer Entscheidungen.

00:52:58: Ja hier musst du irgendwie was ausgeben oder bla bla.

00:53:00: Wenn das Spielziel ist eben am Ende des Monats anzukommen ohne Pleite zu sein.

00:53:05: Das ist etwas, da kann man glaube ich sehr schnell Empathie mit entwickeln.

00:53:09: weil eben diese Ressource sage ich jetzt mal Geld oder Währung ist jedem bekannt.

00:53:16: Da ist einfach nur die Skalierung eine andere aber Konnte man so jetzt für die Sicht des Betroffenen nicht übertragen?

00:53:27: Weil was ist da, also da gab es nicht eine klare Ressource, die für jeden gleich ist und das ist dann auch nicht einfach nachzuvollziehen.

00:53:35: Es kommt halt immer die Frage warum gehen die Betroffene nicht einfach.

00:53:38: Und dass nachzuvollziehen ... Ist sehr schwierig.

00:53:42: Das haben wir gemerkt, das können wir in einem Spiel nicht einfach so umsetzen wo man auch davon ausgehen muss, dass die Leute vielleicht nach zehn Minuten schon abbrechen.

00:53:53: Und gar nicht so tief reinspielen das überhaupt diese Emotionen entwickeln.

00:53:58: und ja deshalb bis wir dann auf dieses Spielziel gekommen sind.

00:54:02: es geht in dem Spiel darum ein unterstütztes Umfeld aufzubauen.

00:54:07: Das war tatsächlich einen sehr weiter Weg geflastert mit sehr vielen Ideen Die verworfen und neu gemacht und halb umgesetzt und dann doch wieder verändert wurden.

00:54:19: Ja, super spannende Einblicke.

00:54:21: vielen Dank schon mal dafür.

00:54:21: Ich habe auch gesehen auf der HIO Seite.

00:54:23: übrigens liebe Leute da draußen ist verlinkt in der Folgen Beschreibung.

00:54:26: wenn ihr das selber mal spielen wollt gibt es die Möglichkeit anonym über einen Google Doc Link oder was Umfragetool Feedback darzulassen zu diesem Spiel.

00:54:35: Ist denn da irgendwas bei rumgekommen?

00:54:36: In diesem feedback Kanal wo du drauf geschaut hast und gedacht hast

00:54:40: schön

00:54:41: Das zu hören oder überraschendes Feedback ist da irgendwas gelandet was im Kopf geblieben ist?

00:54:47: Also was du vorhin auch gesagt hast, dass Leute gesagt haben, da hab ich so noch nie darüber nachgedacht.

00:54:53: Und das ist genau das ... Was wir auslösen wollten?

00:54:59: Ähm... Ja, das war eigentlich so.

00:55:02: das, was mir am meisten hängen geblieben ist, weil das eben so genau diese Erfahrung wiedergespielt hat, die ich ja selber auch hatte.

00:55:10: Ich hab's ja selber nicht gesehen.

00:55:12: So, ich hätte das auch nicht identifizieren können, wenn es in der Beziehung von mir passiert wäre.

00:55:17: Und das ist volles Problem, also dass man das auch bei Freunden und so nicht sieht.

00:55:22: Dass man die einfach auch nicht unterstützen und schützen kann wenn man einfach nicht mal merkt was da im Argen oder ein Problem ist.

00:55:33: Ein wichtiges Spiel!

00:55:35: Wie geht's mit dem Spiel, bevor wir zu dir kommen?

00:55:38: Denn jetzt eigentlich weiter.

00:55:39: Also es ist ja im Grunde ... Wenn man so will, fertig!

00:55:41: Man kann das spielen auf IDGIO oder steht irgendwo noch Pilot.

00:55:44: also das ist ja immer dieses Wort wo ich dann als jetzt jemand der das Spiel wirklich teufelt und denkt so oh das könnte er doch da anfangen von noch mehr sein.

00:55:51: keine Ahnung.

00:55:51: wie gehts damit weiter?

00:55:53: kannst du dazu was verraten?

00:55:56: Ja gute Frage.

00:55:58: also das Problem ist bei den Forschungsprojekten ist dass sie halt immer Zeitlich limitiert sind und das Projekt ist auch schon vorbei.

00:56:05: also ich bin inzwischen im anderen Projekt.

00:56:09: Und wir haben da jetzt halt so, weil es halt ging und weil wir auch Lust drauf hatten dass noch weiter getrieben.

00:56:15: aber eigentlich ist es schon seit december vierundzwanzig vorbei oder seit januar fünfund zwanzig.

00:56:24: Ja es wird auf jeden Fall online bleiben auf Itch.

00:56:28: deshalb haben wir diese Plattform auch gewählt dass es zugänglich ist.

00:56:31: Aber es wird jetzt tatsächlich leider absehbar erst mal nicht weiterentwickelt, weil halt eben kein Anschlussprojekt oder so da ist.

00:56:44: Also wenn das nochmal irgendwie Trittmittel reinflattern dann würden wir's vielleicht auch noch weitermachen.

00:56:51: aber an sich sind ja keine Mittel mehr da.

00:56:55: Es ist ein öffentliches... Ergebnis, so sehr gefördert.

00:57:04: Das heißt wenn Leute da jetzt denken Ohr finde ich cool und auf uns zukommen und sagen wir würden da gerne irgendwie was dann weiter machen Dann könnte ich mir vorstellen dass das auch irgendwie geht.

00:57:17: also dass man sagen kann okay wir Ja.

00:57:21: also es ist ja Es gibt jetzt keinen, uns zusammenzufassen.

00:57:27: Es gibt kein sehr konkreten Plan aber es hat auf jeden Fall Potenzial weil wir's auch so angelegt haben auch wegen dieser Ressourcenknappheit die wir hatten dass das sehr modular ist.

00:57:38: also theoretisch könntest du auch diese ganze Story alle Charaktere und alles Szenen austauschen oder welche hinzufügen Und das Spiel würde im Kern das gleiche bleiben nur mit anderem Umfang.

00:57:53: So Wir haben das durchaus angelegt mit dem Gedanken, dass man da vielleicht auch Varianten von machen kann.

00:57:58: Vielleicht doch für bestimmte Zielgruppen.

00:57:59: also wenn jetzt irgendwie keine Ahnung ne Feuerwehr sagt ob wir wollen unsere Leute fortbilden und dann könnte man sagen okay wir machen jetzt irgendwie eine Version die sich auf Feuerwehrleute bezieht oder auf Polizisten oder was auch immer.

00:58:15: Also da könnte man tatsächlich ziemlich... Also was heißt simple ist es nicht?

00:58:19: Man muss die Stories natürlich schreiben, produzieren

00:58:22: etc.,

00:58:23: aber das Grundgerüst könnte man dafür verwenden.

00:58:26: Ja

00:58:27: spannend!

00:58:27: Falls ihr draußen also Trittmittel zuhören sollten meldet euch.

00:58:32: Also meldet uns unbedingt von dem Spiel zu dir.

00:58:36: noch mal du hast schon gesagt seit Januar zwanzig fünf und zwanziger habe ich mir aufgeschrieben bist Du als und jetzt hoffe ich sage es richtig Augmented Reality Designerin und Entwickler in einem neuen Spielprojekt der Uni Wiederhochschule Rhein-Main.

00:58:49: Beteiligt, beteiligt gewesen?

00:58:50: Kannst du uns dazu was verraten, was das für ein Projekt ist?

00:58:54: Cooles Projekt!

00:58:55: Kannste mehr denn sagen...

00:58:57: Ja ja, das heißt Loga Culture steht für Locative Games and Cultural Heritage Und da bin ich quasi verspätet reingekommen.

00:59:06: also das lief schon.

00:59:08: Das ist auch für meine Chefin.

00:59:12: Die hatte vorher noch ein anderes Projekt, das ist PresentXR.

00:59:14: Das baut das so ein bisschen auf.

00:59:16: Das hat sich gut ergänzt und meine Kollegin war da auch schon ganz aktiv drin.

00:59:21: Sie hatten da schon viel entwickelt.

00:59:23: Und ich kam dann eben im Januar twenty-fünf dazu.

00:59:26: und was wir gemacht haben als Team Wiesbaden... Also es gab noch weitere Teams in verschiedenen europäischen Ländern die sich damit befasst haben, die vielleicht eine App entwickelt haben oder Also die ganz unterschiedlich an diesen Prompt-Lockative Games rangegangen sind.

00:59:45: Und wir hatten eben den Ansatz mit Head Mounted Displaces, also so Augmented Reality Brillen und haben dann mit dem Senkenberg Museum zusammen verschiedene Demos entwickelt.

01:00:00: Ja, es ging um verschiedene Themen ist das jetzt sehr groß!

01:00:05: Wir haben uns auch viel mit Präsenz so entwickelt und mein team ist quasi, also wir haben kleine Subteams hier unter uns.

01:00:14: Weemies machen quasi so Mini-Projekte innerhalb dieses Projektes.

01:00:19: Und mein Team beschäftigt sich mit Multi-User weil meine Kollegen da auch drin promoviert.

01:00:25: Da haben wir dann ein Spiel entwickelt wo man in den Parasaurolophus geht.

01:00:29: das ist der Dinosaurer mit dem Horn.

01:00:31: Ich drehe

01:00:32: durch die Räder, da haben wir es wieder Jurassic Park III, da ging er wirklich einen Traum in Erfüllung!

01:00:37: Aber so was.

01:00:38: Das ist ja ein Kreis, der sich schließt!

01:00:40: Hast

01:00:40: du das

01:00:40: kommen gesehen?

01:00:41: Nein!

01:00:42: Wahnsinn!

01:00:43: Magischer Moment!

01:00:45: Ja... Okay krass.

01:00:46: Entschuldige ich wollte dich unterbrechen aber das war zu gut.

01:00:49: Ja stimmt es war gar nicht so aufgefallen.

01:00:52: Da sind wir ja.

01:00:54: Ja genau und meine Kollegin promoviert zum Thema Multi-User also mehrere Spieler innen.

01:01:00: deshalb haben wir einen Spiel entwickelt wo man zusammen so Dino einfärbt.

01:01:04: Und zwar weiß man ja nicht wie die aussahen.

01:01:09: Wissenschaftler gehen dann so dran, dass sie gucken, wie hat dieser Dino gelebt?

01:01:13: Und was für Tiere leben heute vielleicht ähnlich und wir sehen die aus.

01:01:16: Also könnte der Dino ähnlich ausgesehen haben.

01:01:19: Da ist es im Spiel dann so, dass da ein virtueller Dino neben dem Fossil steht.

01:01:25: Zwei Spielende können durch Portale mit Tieren laufen und eine Person färbt ... Teils!

01:01:31: Macht das Farbschema und die andere macht die Musterung.

01:01:33: Wenn ich Farbe bin und ich laufe ins Okapi rein dann wird der Dino so dunkelbraun, weiß und meine Mitspielerin läuft in Zebrar.

01:01:43: Dann kriegt ihr halt entsprechende Streifen oder läuft in Fallgiftforsche und dann kriegt er Punkte.

01:01:48: Und so kann man zusammen diesen Dino einfärben.

01:01:51: Das war unser

01:01:54: Game.

01:01:54: Richtig schön!

01:01:56: Wo kann man das ausprobieren?

01:01:59: Leider gar nicht mehr.

01:02:02: Also es gab dazu ... feste Termine, wo wir das auch engagiert haben.

01:02:07: Aber du kannst es eigentlich nicht in dem Museum so laufen lassen.

01:02:10: Das war Teil der Forschung, dass irgendwie umsetzbar ist für Museen und beim Senkenbergmuseum ist halt das Problem hauptsächlich die Betreuung.

01:02:19: Also das ist unfassbar betreuungsaufwendig!

01:02:22: Und gerade in den Museumen, wo so viele Besuchende immer kommen mit Kindern und Familien, da wäre das jetzt nicht zu leisten.

01:02:29: Das haben wir schon gemerkt bei Also nicht in dem Rahmen, nicht einfach im normalen Publikumsbetrieb.

01:02:36: Das haben wir schon gemerkt als wir da die Evaluation hatten.

01:02:38: das war abenteuerlich Ja

01:02:42: Aber Wissenschaft hat gewonnen, Erkenntnisse wurden ebenfalls gewonnen.

01:02:45: Das ist ja auch irgendwie Sinn der Sache gewesen.

01:02:47: toll und ein süßes Projekt so wie es klingt.

01:02:49: also mit dem Dinos einfärben da kenn ich einige in meinem Umfeld die darin große Freude gehabt hätten.

01:02:55: jetzt ist natürlich die letzte große Frage so viel du davon erzählen willst und überhaupt auch kannst Wie geht's dir mit dir weiter?

01:03:00: Du hast vor vielen stunden angedeutet Eigentlich ist dieses Kapitel von dem du gerade erzählt hast auch schon Mit einem Enddatum terminiert.

01:03:10: Wie soll es weitergehen?

01:03:11: Hast du besondere Wünsche?

01:03:13: Das Ding geht so, als könnte ich das erfüllen.

01:03:14: Aber ich will zumindest zuhören!

01:03:17: Wünsche, Ideen... Was passiert?

01:03:20: Ideen habe ich ganz viele.

01:03:22: Also wie gesagt, ich schiele ein bisschen auf Selbstständigkeit.

01:03:25: also hab mich jetzt ein bisschen erkundigt, wie ich in Richtung Games weiter gehen könnte auch wie ich zum Beispiel einen Nachfolger für das Umfeldspiel machen könnte oder ein Spiel.

01:03:35: also zur gleichen Thematik da habe ich eigentlich auch relativ genau Vorstellungen von ... ähm, dann diese Theatersache.

01:03:43: Also ich bin gerade noch ein bisschen in der Orientierungsphase muss ich sagen und perspektivisch hätten meine Kolleginnen und ich auch los zusammen mit noch einer dritten vielleicht in Richtung Agentur zu gehen um so Serious Games und also gerade Augmented Reality und sowas für Museen auch zu machen.

01:04:01: das ähm ja dass das ist auch ein bisschen im Horizont.

01:04:08: was davon des letzten Endes wird Mal gucken.

01:04:15: Ich hoffe, dass ich das irgendwie schaffe, dieses Jahr noch ein Konzept einzurechnen bei einer Gamesförderung für ein ganz anderes Spiel.

01:04:21: Also nicht für das häusliche Gewaltspiel sondern nochmal ein anderes, was ich mir auch gerne machen würde.

01:04:28: und dann gucke ich mal, was passiert?

01:04:32: Vielleicht bewerbe ich mich einfach wieder auf den Job und gehe den einfacheren Weg.

01:04:36: Also mal schauen!

01:04:39: Auf

01:04:39: jeden Fall aufregend und eine Geschichte, die noch nicht auserzählt ist.

01:04:44: Und ich freue mich darauf sie weiterhin von außen quasi zu beobachten diese Geschichte.

01:04:49: und wer weiß vielleicht hören wir uns in ein paar Jahren hier wieder als Agenturpründerin oder als Solo Entwicklerin.

01:04:54: es ist ja so vieles möglich.

01:04:56: Ich drück dir auf jeden Fall für alles die Daumen!

01:04:58: Ich hoffe dass weiterhin Dinos ein fester Teil des Lebens sind und bleiben und dass du so weiterhin so coole spannende Sachen machst.

01:05:04: wirklich ich freu mich so doll das das hier geklappt hat.

01:05:07: er habe mich sehr gefreut.

01:05:08: Wir haben wirklich sehr gefreut.

01:05:10: Ich mich auch, vielen Dank!

01:05:11: Toi, toi, toi alles ist gedrückt.

01:05:14: wir hören uns zur nächsten Gelegenheit wieder.

01:05:17: Cool ja war ein sehr cooles Gespräch.

01:05:20: Freue mich dass ihr sagt danke so Freunde.

01:05:25: Vielen herzlichen Dank für eure gespitzen Orden und dass ihr euch Zeit genommen habt, diese Podcastfolge anzuhören.

01:05:31: Es warten auf euch noch einige weitere nämlich am Dienstag Mittwoch und Freitag.

01:05:35: die öffnen sich für euch in eurer Gehörgänge.

01:05:38: wenn ihr ok cool bei steady mit einem abonnement unterstützt im monat fünf euro dann seid ihr dabei In der Herzkammer des modernen spielejournalismus.

01:05:48: dafür sorge ich höchstpersönlich.

01:05:52: Verlinkt in der folgen beschreibung Narsal geht es weiter in die neue Woche.

01:05:56: Ich denke aber mal, dass ich's bald hinter mir habe und wieder zur Altersstimmkraft zurück finde.

01:06:01: verfolgt diese Genesung live von der Echtzeit morgen zum Beispiel mit der neuen Folge Ok Müt, in der ich nach einer Woche Krankheitspause wieder einmal gemeinsam mit euch in den neuen vielversprechendsten Releases der Woche hineinschaue.

01:06:16: Wir hören uns da!

01:06:18: Ich freue mich drauf und wünsche euch noch einen schönen Tag.

01:06:21: Tschüss.

Über diesen Podcast

OK COOL ist das unabhängige Magazin über Menschen, Spiele und ihre Geschichten. Sowohl in tiefgründigen Audioreportagen als auch in kurzweiligen Gesprächen lernt Gastgeber und Journalist Dom Schott jede Woche neue Menschen kennen, die mal mehr, mal weniger viel mit Spielen und Medien zu tun haben — von der Entwicklerin bis zum Wissenschaftler. Es geht um Arbeitsrealitäten, Alltagsgeschichten, Spieleentwicklung, Zukunftsängste und vieles, vieles mehr.

von und mit Dom Schott

Abonnieren

Follow us