00:00:12: Herzlich willkommen.
00:00:14: Liebe Menschen da draußen, zu einer neuen Ausgabe von Orkikool trifft dem Formatier bei Orkicoole, nämlich Domshot Freie Journalist jede Woche am Sonntag ein Mensch aus der Spiele und oder Medienbranche zum Plausch treffen darf, zum Plausch und zum Gespräch über all die wichtigen großen und kleinen Fragen, die die Welt der Spielen so her gibt in der Hoffnung Antworten zu finden oder zumindest entlang des Weges über eine spannende Diskussion zu stolpern.
00:00:42: wir alles davon.
00:00:43: Ein spannendes Gast, ein spannendes Thema, eine spannende Diskussion und am Ende bin zumindest ich!
00:00:50: wesentlich klüger rausgegangen, als ich reingegangen bin.
00:00:53: Es war großartig!
00:00:54: Zu Gast hatte ich eine Person die bereits schon mal hier bei Orchekultrift unterwegs war und zwar Nora Bayer.
00:01:02: Kolleginnen von mir auch Journalistin Spielejournalistin, die schon seit vielen Jahren mit dieser Arbeit unterwegs ist da draußen in der großen Internetlandschaft.
00:01:13: Die Menschen teilhaben das an ihren, wie ich finde hervorragenden immer wieder hochinteressanten Kritiken und Reportagen beiträgen rund um die Welt der Spiele.
00:01:31: Und heute, heute ist sie wieder hier.
00:01:34: Und zwar aus einem ganz besonderen Grund.
00:01:36: Denn Noura Bayer hat in den letzten Jahren eine ganz große Aufgabe sich vorgeknöpft und sie jetzt ganz frisch kurz vor Beginn unseres Gesprächs abgeschlossen nämlich das Schreiben einer Doktorarbeit.
00:01:49: Und nicht irgendeiner Doktorbeit sondern eine Doktor Arbeit die schon wieder die Welt der Spiele nicht nur streift sondern vollumfänglich umkreist.
00:01:57: es geht um Besondere Art der Philosophie, um eine besondere Art der Weltanschauung.
00:02:03: Nämlich die Welt zu betrachten durch die Linse der Care Ethik C-A-R-E das englisch sprechige Wort für sich kümmern, sich sorgen, sich emotional einsetzen für irgendetwas.
00:02:17: mit anderen Worten sie hat sich die Frage gestellt wer kümmert sich eigentlich um wen entspielen und warum so?
00:02:25: Die Philosophinnen und Philosophen da draußen, die gerade zuhören werden spätestens jetzt aufrufen.
00:02:29: Und sagen Moment mal!
00:02:31: Das ist aber ganz schön doll runtergebrochen, worum es in Kehrethik geht?
00:02:34: Und ich sage ja ihr habt vollkommen recht beruhigt euch setzt euch allesamt wieder hin.
00:02:39: im Gespräch werden wir selbstverständlich tiefer in diese Thematik eintauchen uns unterhalten über die Doktorbeit von Norah Bayer.
00:02:46: gleichzeitig Aber auch habe ich und wir beide darauf geachtet dieses Gespräch so niedrigschwellig zu halten, dass auch Menschen die nicht jeden Tag sich mit Philosophie auseinandersetzen sehr gut mitkommen können.
00:02:57: Und vor allem auch immer wieder den Bezug zu spielen und der echten Welt nachvollziehen können.
00:03:03: Uns ist das gelungen?
00:03:03: Das behauptet ihr einfach mal mit Nachdruck.
00:03:05: falls dem nicht so ist!
00:03:08: Dann schreibt mir eine Mail an post.augekult.space, dann kümmere ich mich
00:03:11: darum.".
00:03:11: Jedenfalls es war großartig!
00:03:13: Es ging wie schon gesagt im Inhalt um die Doktorarbeit, worum es da eigentlich im Detail geht welche Erkenntnisse Neuer Bayer nach all den Jahren der Forschung und der Arbeit an diesem Thema gewonnen hat.
00:03:26: wir leiten diese diese Ergebnisse dann auch ab und versuchen daraus neue Perspektive für die Welt der Spielekritik zu formulieren.
00:03:34: Und ganz nebenbei steht auch die Frage im Raum Sag mal Nora, wie hast du das eigentlich gemacht über Jahre an dieser hunderte Seiten dicken Arbeit zu arbeiten und zu forschen?
00:03:44: Und gleichzeitig für deine Familie mitzusorgen.
00:03:47: Und gleichzeitig auch noch Freelance-Aufträge als Journalistin anzunehmen und zu erledigen!
00:03:53: Eine Menge Holz – und jeder einzelne Holzscheid dieser Folge ist wunderschön.
00:03:57: Ich habe das sehr Genossen.
00:03:59: Bevor ich euch reinschicke in diese Folge, ein Hinweis an eigener Sache, okay cool dieser Podcast den ihr gerade hört ist ein Podcast Magazin das jetzt schon seit sechs Jahren existiert mittlerweile auch zu dem größten Crowdfunding finanzierten Spielepodcast da draußen gehört und das hoffentlich aus einem ganz besonderen Grund nämlich weil mein Team und ich hier eine ganz tolle Arbeit leisten.
00:04:22: es braucht die jetzt einfach mal und ich glaube dass stimmt irgendwie auch.
00:04:25: seit vielen jahren beschäftigen wir uns in unterschiedlichsten Formaten mit der Welt, der Spiele und der Spielekultur.
00:04:31: von Audio-Reportagen über Diskussionsrunden bis hin zu Interviews die ihr sonst nirgends hören könnt liefern wir jede Woche eine Menge ab was man als modernen perspektiv reichen Spieljournalismus beschreiben könnte.
00:04:43: Und all das ist nur möglich weil ganz viele Menschen rund tausend zweihundert Leute momentan Orchicool finanziell bei Steady unterstützt.
00:04:51: Mit einem Abo für fünf Euro im Monat sind sie bereits dabei und bekommen nicht nur das gute Gefühl dieses Formate überhaupt zu ermöglichen, sondern auch außerdem jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag extra Podcasts in den Feed gespült.
00:05:04: Die exklusiv für alle Supporter sind und wie gesagt die aus leidenschaftlich arbeitenden Menschenköpfen stammen.
00:05:10: das ist eine ganz großartige Sache!
00:05:12: Und ich möchte an dieser Stelle darauf aufmerksam machen falls da draußen jemand diese Arbeit hier unterstützen will oder eben ein paar frische ungewöhnliche Perspektiven und Podcast-Formate im Feed haben will, dann ist jetzt so ein Moment gekommen.
00:05:24: oder auch nach dem Gespräch ist egal, ob sie ihr macht es.
00:05:27: In der Folgenbeschreibung findet ihr einen Link, der führt euch zur Steadyseite und dann könnt ihr ganz easy und unkompliziert an Abo abschließen.
00:05:33: Monatlich, jährlich jederzeit kündbar, macht wir es für sinnvoll und richtig haltet!
00:05:39: Ich und wir würden uns wahnsinnig freuen, so viel an dieser Stelle dazu.
00:05:44: Nun, ganz viel Spaß mit diesem wirklich wundervollen Gespräch zwischen Norah Bayer und mehr.
00:05:58: Ich möchte das kurz mit dir teilen, das meine ich ganz ernst.
00:06:00: Weiß nicht ob ich das hier schon mal jemals im Gast gezeigt habe.
00:06:03: Letztes Weihnachten, vergangene Weihnachtsfeiertage, habe ich mir gedacht jetzt für die freien Tage, die hoffentlich anstehen, möchte ich mir selbst was Gutes tun Dora und hab mir gedacht, ich kauf mir mal eine richtig süße Tasse weil das sind so Kleinigkeiten im Alltag man vernachlässigt sich das viel zu sehr wie sehr man sie selbst eine Freude machen kann.
00:06:22: Und ich trage einen der beiden Tassen die ich mir bestellt habe gerade in der Hand.
00:06:28: Also von hier aus ist es noch völlig unscheinbar, einfach nur weiß.
00:06:32: Aber jetzt kommt's!
00:06:33: Ich drehe die Tasse um und zeige sie in die Kamera.
00:06:35: Oh nein man sieht Kaffeeflecken, ignorier das bitte!
00:06:37: Man sieht eine Sonne... Und die ist ganz süß, sie hat Pausebäckchen.
00:06:41: Die guckt ganz glücklich rein und oben rechts steht noch shine bright.
00:06:47: Scheine hell!
00:06:48: Ich wollte das eigentlich nur mit dir teilen weil ich freue mich jedes mal wenn ich diese Tasse sehe.
00:06:54: Du Nora und warum nicht daraus eine Frage machen?
00:06:57: Wieso auch nicht?
00:06:58: was hast du dir zuletzt im Alltag vielleicht so als Kleinigkeit gegönnt gekauft erlaubt Was nur für dich war, wo du sagst so das darf auch ein Spiel im Steam Cell sein.
00:07:08: Das darf mein freier Tag sein was dir einfällt.
00:07:10: ich bin so gespannt!
00:07:12: Ich habe gestern Abend für sechs Euro fünf neunzig einen Federmäppchen gekauft und zwar so ein schönes Federmöppchen weil ich hab jetzt das was ich jetzt aktuell habe habe ich nicht habe ich es am Tisch liegen lassen.
00:07:24: dass ist auch schön Aber es ist sehr klein.
00:07:27: Und was ich wirklich mache seit einiger Zeit, ... Ich hab immer Notizblock, der neben mir liegen, das schon immer.
00:07:36: Aber ich hab bislang eigentlich nie Bleistifte benutzt und seit einigern Zeit, ich weiß nicht warum, benutze ich unheimlich gerne Bleistift.
00:07:43: Verschiedener Stärken am liebsten zwei B. Gerade habe ich zwei B mit dabei.
00:07:50: Da hab ich wirklich mehr angewöhnt.
00:07:52: Wie so'n Tick diese Bleistifter müssen gespitzt sein?
00:07:56: Also die dürfen auch nicht zu sehr gespitzt sein, weil dann bricht ja wenn das zu sehr geschpitzt ist.
00:08:00: Dann bricht es ja schnell immer ab am Anfang und dann ist es auch wieder doof.
00:08:03: Oh Gott!
00:08:04: Das ist jetzt hier bezeichnet.
00:08:07: was ich da sehr entschieben, was ich jetzt erzähle... Es muss so zwischendrin sein.
00:08:10: Jedenfalls habe ich mir dann einen schönen großen roten, knallroten, ferrarioten Spitzer gekauft und der passt aber in dieses Federmäppchen nur sehr schwer rein.
00:08:18: Und dann hab ich mir gestern Abend ... Ich hab mich richtig gefreut.
00:08:21: Das ist so von Eastpacks, kennt man ja noch.
00:08:23: oder hatten wir ja so Rucksäck in der Schule auch Rot mit so einem Rotmusternfiedermöpfchen bestellt?
00:08:32: Das ist jetzt mein Highlight gewesen!
00:08:34: Ich hab' mich so gefreud!
00:08:36: Sechs Euro, fünf und neunzig.
00:08:37: Na, ich habe mich so gefreut!
00:08:40: Benutzst du diesen Bleistift-und deine Notizsachen für Gesprächsnotizen?
00:08:46: Ist das tatsächlich etwas wenn du Du nix tatsächlich ja.
00:08:49: Ja, also ich bin ganz wild bei sowas.
00:08:51: Ich mach auch Gesprächs Also nicht nur Notizen Sondern ich mache ich mal auch währenddessen Ich mach Formen Ich mach... Also ich hab dann die wildesten Zettel.
00:09:03: Da sind da natürlich einerseits Notizen drauf.
00:09:06: Was ich super gerne mache ist auch in Interviews Na dass sich so ein Satz Es gibt ja auch Leute Die sprechen so schön, dass du da teilweise einfach so zitierfähige Sätze direkt zum mitnimmst.
00:09:16: Und die machen mich so glücklich dann dieses Setze!
00:09:18: Und die schreib ich mir immer gleich auf.
00:09:20: und aber ... Ich merke auch oft, wenn ich zuhöre, das mir das unheimlich hilft, wenn nebenbei hab' ich schon seit Schulzeiten gemacht.
00:09:27: Einfach irgendwelche Formen dazu auf Krakle oder irgendwas mache.
00:09:31: Das mach ich unheimlig gerne.
00:09:33: Ich habe das echt immer dabei liegenut.
00:09:35: Wenn irgendein Gedanke kommt, dann schreibe ich den auf.
00:09:39: Ja, ich habe da vielleicht ein Tipp für dich.
00:09:41: Das scheint ja schon alles für dich hervorragend zu funktionieren aber vielleicht einfach nur für den Hinterkopf was auch funktioniert.
00:09:46: Ich hab das hier liegen.
00:09:47: Achtung.
00:09:47: also das wird erstmal niemanden überraschen.
00:09:49: Notizbuch Alles klar.
00:09:50: Aber jetzt kommt es.
00:09:51: wir sind uns da sehr ähnlich Was diese leidenschaftliche was das leidenschöpfliche Mitschreib angeht?
00:09:56: Aber ich habe ein anderes Werkzeug und zwar benutze ich einen Lamifüller mit richtig Tintenpatrone Und dass ist der Knaller weil auch da floss viel Gedanken rein so wie bei dir mit dem Bleistift und zwar Richtung gehen und das finde ich so spannend daran.
00:10:10: Ein Füller, wie wir in früher von Schulzeiten kennen für alle die jetzt gerade das Bild nicht sehen können ist ein Gerät dass finde ich direkt einen Effekt auf einen hat wenn man es benutzt nämlich man schreibt automatisch etwas langsamer.
00:10:24: Das liegt daran, weil vorne eine so eine Feder dran ist.
00:10:27: das heißt es ist nicht wie beim Kuli dass man einfach drauf klemmen kann sondern muss sich ein bisschen an die Möglichkeiten der Feder anpassen.
00:10:34: Man muss beim Schreiben darauf achten, dass man nicht direkt mit dem Handballen die Tinte verwischt.
00:10:39: Man muß beim handschriftlichen schreiben sowieso etwas langer unterwegs sein als wenn man am PC tippen würde.
00:10:45: und all das für dazu, dass dieser Füller bei Gesprächsnotizen dient wie einen Filter angehalten werde, schon vom Schreibgerät aus.
00:10:54: Nur Dinge festzuhalten die jetzt wirklich essentiell waren und die wirklich auch erhaltenswert für meine Gedanken sind!
00:11:02: Und das sorgt für so ein Filter-Effekt den ich ganz tolle Wertschätze und der möglich gemacht wird unter anderem auch durch den Fütter.
00:11:09: Ich finde es so faszinierend, Nora dass du mit dem Bleistift einen Equivalent dazu hast aber den Schwerpunkt da so ein bisschen anders legst wie du ihn dann benutzt?
00:11:18: Also, ganz große Liebe.
00:11:19: Weil ich hab in meinem Federmäppchen auch einen Lami-Füller.
00:11:22: Ich habe drei Bleistifte zur Zeit drin und auch so ein ... Ich hab diesen Erstklassfüller noch mal nachgekauft leider.
00:11:28: Manche Leute haben den ja wirklich noch über den Mann, der den jeder hatte.
00:11:30: Den gab's ja nur so in Rot und Blau, so Genderbinaire.
00:11:35: Und den hab ich tatsächlich aber auch drin.
00:11:38: Aber da ist zurzeit irgendwie Bleistift.
00:11:40: Ich weiß nicht warum.
00:11:41: Muss ich mal drüber nachdenken?
00:11:42: Aber kann ich total nachvollziehen was du da sagst.
00:11:45: Die eine Frage noch zum Spitzer!
00:11:47: sieht der aus.
00:11:48: Da gibt es ja diese Handwerklichen, wo man früher schon wusst, okay, diese Person wird später irgendwann mal so einen Technikberuf machen.
00:11:53: Das war dann das Klischee.
00:11:54: Das sind die Metallenden klein, die wirklich frei von Verzierungen sind sondern einfach nur die Funktion in den Vordergrund drücken.
00:12:00: und dann gibt es noch diese Verspielten weil sie nicht so ein Burger wurde.
00:12:03: dann dein Bleistift zu reinrammst und dann drehste den und kommt unten aus dem Petty die Späne raus.
00:12:08: was für eine hast du?
00:12:09: Der ist eigentlich ziemlich langweilig.
00:12:11: Er ist rot, das ist glaube ich auch so'n Lami und das ist so ne Box also wo du so in der Mitte aufeinander klappst.
00:12:18: Ich benutze nur den einen, weil ich habe so große Stifte nicht.
00:12:21: Mir ist es wichtig, dass ich das gespitzte Direktor vor Ort dann irgendwie habe und dass das nicht irgendwo rumliegt.
00:12:27: Das wird mich auch super nerven!
00:12:29: Das ist so faszinierend.
00:12:30: Letzter Gedanke noch dazu, aber ich habe schon seit Jahrzehnten nicht mehr diese Art von Spitzer, den du gerade beschrieben hast aus Plastik in der Hand gehabt.
00:12:37: Aber weil ich ihn eben in Schulzeiten wie so viele von uns so oft in der hand hatte, hab' ich direkt so ein haptisches Gefühl auf den Fingerspitzen.
00:12:44: Ich hab wirklich das Gefühl...ich hab' ihn grad in Händen!
00:12:46: Es ist faszynierend, wie sie so einen Eindruck ... Einfach festklammert im Kopf.
00:12:51: Naja, jedenfalls... Wir haben jetzt gehört was du dir zuletzt quasi gegönnt hast.
00:12:56: aber auch ansonsten, Nora interessiert mich sehr leichte Frage zum Gesprächs-Einstieg Was ich denn sonst so in deinem Leben getan hat seit wir uns zuletzt gehört haben.
00:13:06: das war nämlich im Juni zwanzig zweiundzwanzig und ich dachte mir Hey!
00:13:12: Das ist doch vielleicht ganz interessant mal so easy die Frage zu stellen was ich in den letzten vier Jahren ... in deinem Leben so verändert hat.
00:13:21: Was fällt dir ein?
00:13:22: Ich bin bereit für alles!
00:13:24: Das
00:13:24: ist jetzt interessant, also, Zweiundzwanzig... Naja erst mal ich hab noch einen Kind bekommen, das weiß ich nicht, ob du das mitbekommen hast, genau.
00:13:33: Also sind jetzt zwei und ich habe noch eine oder zwei Bücher geschrieben.
00:13:39: Das weiß ich gar nicht mehr wie viele.
00:13:41: Und ich hab ganz viele Artikel geschrieben.
00:13:43: Ganz viele Artikele.
00:13:44: Also ich glaube, Vierundzwansch und Fünfundzwanschi vor allem.
00:13:48: Ich glaube, so viele Artikel hatte ich noch nie geschrieben.
00:13:53: Dafür lasse ich es super-easy angehen, weil auch gemerkt habe, dass ich in eine ... Sättigung reingekommen bin?
00:14:00: Ja, ja.
00:14:02: Das beschäftigt mich gerade sehr, muss ich sagen.
00:14:07: Es ist eine Schreibsättigung, aber wahrscheinlich ausgelöst durch die Doktorarbeit ein bisschen jetzt.
00:14:14: Was ist noch passiert?
00:14:15: Ich hab keine super spannende Fahrradtour gemacht, glaub ich.
00:14:19: Doch!
00:14:19: Ich bin über.
00:14:19: mit meinem ersten Kind, das war da eineinhalb oder so, bin ich über die Alpen nach Italien geradelt
00:14:24: ... Okay, das ist mehr als einfach nur spektakulär.
00:14:28: Das war cool?
00:14:29: Ist anstrengend aber cool?
00:14:31: Genau, aber da hat sich leider nicht so viel getan.
00:14:33: Ich glaube, das wars schon ja.
00:14:36: Wenn du erlaubst, würde ich mal ganz gerne kürzlich auf dieses Sättigungsgefühl ansprechen weil ich das super spannend finde.
00:14:41: Das ist vor allem so eine Art der Formulierung die so positiv dem Ganzen eine Note gibt.
00:14:45: also ne Sättigung man könnte auch sagen ich habe die Nase voll.
00:14:48: gerade aber Sättigen hat ja was sehr positives etwas.
00:14:51: es ist ausreichend genug und jetzt genügt es auch.
00:14:54: erst einmal kannst du das mal näher beschreiben?
00:14:56: Also Schreibst du gerade gar nichts?
00:14:59: Oder wenn du etwas schreiben möchtest für die Arbeit irgendwelche Aufträge oder so, stellt sich der Gedanke ein von eigentlich möchte ich nicht.
00:15:05: Hab keine Lust.
00:15:06: Wie fühlt sie das an?
00:15:08: Also jetzt in den letzten, seit ich abgegeben hab ... Ich habe am dritten Juni abgegeben, jetzt hab ich gemerkt, dass es mal abgegeben ist und abgeschlossen ist.
00:15:18: Jetzt kann ja meine Energiezeit
00:15:21: usw.,
00:15:21: dann wieder mehr in die Richtung... Artikel irgendwie leiten.
00:15:27: Da hab ich festgestellt, jedes Mal, wenn ich mir dachte, jetzt muss ich mal loslegen und muss mal ein bisschen pitchen und sammeln ... Dann habe ich so einen Anfangspunkt an dem ich Lust habe, an dem auch Geld verdienen muss.
00:15:41: Und dann komme ich aber schnell an den Punkt, wo ich was ich von mir gar nicht kenne, feststelle, ich komm nicht in den nächsten Schritt rein.
00:15:48: Ich finde dann Gründe dafür, warum ich das doch lieber morgen mache, dass etwas, Also gar nicht.
00:15:56: Und dann hab ich das mal so ein bisschen genauer angeguckt und bin jetzt, glaub' ich, darauf gekommen ... dass ... also Zettigung oder hast du dann recht ist zu positiv?
00:16:06: Dass ich glaube, ein bisschen übertrüssig zum Akte-Schreibens gegenüber bin.
00:16:13: Ja.
00:16:14: Äh, auch ein bisschen ... Ich weiß nicht, eine große Ungeduld, wenn ich versuche etwas anzufangen... zu schreiben, dann habe ich das so eine Ungeduld, die ich vorher nicht hatte.
00:16:25: Mit dem Schreiben und dann hab' ich jetzt beschlossen okay, dann suche ich mir so ein zwei Dinge raus, die jetzt auch thematisch dem naheliegen was mit denen ich mich gerade sowieso beschäftigen will Und nicht so in diese Randthemen, sag ich mal eher.
00:16:39: Ich bin die Randtheme nicht, weil es jetzt randständige Themen sind, sondern ... Weil's jetzt nicht der Kern meines Interesses ist?
00:16:45: Manchmal schreibt man Sachen, wo wir sagen, das ist schon interessant, aber wär ich vielleicht nicht draufgekommen, wenn das nicht an mich herangetragen worden wäre.
00:16:53: Sondern was ich mache ist, dass ich wirklich in diesem Wendekreis meines Themas irgendwie suche.
00:16:59: Weil ich merke, dass sich da mehr will als bei anderen Dingen.
00:17:06: Hast du das Gefühl, dass diese Phase vielleicht auch die Grundlage werden könnte in Teil deiner Arbeit ganz neu auszurichten?
00:17:13: Das ist ja eine Phase, die andere Menschen bestimmt auch kennen und die sie dann zu einem Anlass nehmen würden.
00:17:19: Zu sagen okay, vielleicht habe ich jetzt wirklich ein bisschen für mein aktuelles Lebenskapitel genug geschrieben und probiert es mal ein anderes Medium für mich beruflich aus.
00:17:28: Keine Ahnung.
00:17:29: Podcasts auf Insta malen lockerer Journalismus real aufnehmen keine Ahnung gibt ja genug Möglichkeiten.
00:17:35: hast du das gefühlt?
00:17:36: Das könnte der Potenzial auch mitschwingen, dass da sich ein Interesse entwickeln könnte noch mehr in eine andere Medienrichtung zu gehen.
00:17:43: Oder es ist tatsächlich eher das Gefühl einer kleinen Pause die vielleicht nicht freiwillig aber immerhin auferlegt wurde und durch die man jetzt durch muss?
00:17:52: Also ich glaube das Schreiben ist schon grundsätzlich das was ich gerne mache weil ich mich dahinter so ein bisschen verstecken kann.
00:17:57: Ich glaube ich habe einfach beim Sprechen zum Beispiel oder bei einem anderen Format ich hab da einfach die Routinen nicht.
00:18:02: also dann müsste ich mir viel aneignen, viel machen.
00:18:06: Ich weiß nicht, ob also schreiben ist etwas was ich eigentlich schon immer ... Also das natürlich kein Grund, etwas weiterzumachen oder man schon immer gemacht hat so.
00:18:13: aber da fühle ich mich eigentlich schon wohl und sicher, sag' ich mal?
00:18:17: Also sicher genug!
00:18:19: Ich glaube es is eher so dass mir das Thema mit dem ich mich jetzt so lange beschäftigt hab gewissermaßen, ich gemerkt habe, dass mir wirklich so am Herzen liegt... sich mit anderen Themen beschäftigen zu müssen, mich einfach nicht befriedigt.
00:18:38: Also das ... Ich merke, dass ich fast wütend werde, wenn ich versuche, mich zu zwingen, mich mit anderen Dingen auseinander zu sagen, nein!
00:18:46: Ich bin noch gar nicht fertig mit diesem anderen und ich merke halt auch, es gibt da so viel was.
00:18:51: Und also ich hab die ... Ich denke, ich habe die Wichtigkeit dieses Themas für mich erkannt.
00:18:59: Ist das irgendwie nachvollziehbar?
00:19:03: Und am Ende, es müsste wahrscheinlich so sein.
00:19:05: Aber du bist auch selbstständig.
00:19:06: Du weißt ja wie's ist ... Ich glaub ich, es müsste einfach mal so eine ein-, zwei-, drei Monate Pause sein.
00:19:11: Das hab' ich halt da vorhin mal gemacht.
00:19:12: Also ohne Kinder!
00:19:13: Ich habe halt immer, wenn ich gemerkt hab okay jetzt bin in so einer Phase im Leben wo sich irgendwas ändert und ich weiß noch nicht was aber es ist irgendeine Art von Umbruch.
00:19:20: dann hab ich alles immer liegen und stehen lassen und bin Fahrradfahren und war dann irgendwie drei Monate durch Europa oder zum Nordkappen.
00:19:27: Und danach wusste ich dann.
00:19:28: Ich wusste auch vorher schon Aber ich hab immer das gebraucht, um mir es dann einzugestehen, sag' ich mal.
00:19:34: Und jetzt kann ich das?
00:19:35: Also meine ... Ich sag mal mein Lösungsmechanismus, der funktioniert gerade nicht, weil wie soll ich das machen mit zwei kleinen Kindern und ich bin ja allein verdient.
00:19:44: Nicht alleinerziehend, aber allein verdienden!
00:19:46: Das fehlt so ein bisschen.
00:19:48: Da versuche ich auch grade, wie mach ich das jetzt?
00:19:50: Wie kann ich mir da als Freiräume schaffen, dass man überhaupt wieder die Möglichkeit hat, überhaupt neu zu denken in welche Richtung man gehen will?
00:19:59: Da freue ich mich ja dann sehr zu hören, dass sich dir heute mit diesem Gespräch quasi einen kleinen Gefallen tun kann.
00:20:04: Weil wir werden sprechen jetzt über deine Doktorarbeit und das Thema, das dich ja immer noch so begeistert und fasziniert.
00:20:09: Das finde ich übrigens ganz toll!
00:20:10: Das ist noch vorne weg nach dieser jahrelangen Beschäftigung jetzt mit dem Thema, dass du immer noch hier sitzt und sagst, es gibt immer noch viel darüber zu reden.
00:20:20: Ich habe immer noch nicht genug davon.
00:20:21: Ich werde sogar unruhig wenn ich mich beruflich um andere Dinge kümmern soll.
00:20:25: Das fühle ich ja ganz großartig.
00:20:26: also... Arbeitsschreibende von sich sagen, nachdem sie diese Arbeit abgegeben haben.
00:20:33: Cool!
00:20:33: Aber dann gehen wir doch da mal rein.
00:20:34: Vielleicht mal ganz kurz für die Rahmung?
00:20:36: Für auch die Leute, die jetzt vielleicht nicht so wie ich völlig staunt immer auf Social Media mitverfolgt haben, wie omnipräsent dieser Arbeit ja in deinem Alltag gewesen zu sein scheint über Jahre hinweg.
00:20:48: Wie lange hast du daran jetzt so irgendwie, wenn man das einrahmen kann, gearbeitet?
00:20:53: Wie dick ist das Ding geworden und vielleicht auch noch im Rahmen welches Studium es passierte das denn eigentlich.
00:21:00: Ich muss überlegen.
00:21:01: ich glaube ich habe angemeldet.
00:21:02: also ich hab mein Master Zwei-Fünfzehn gemacht in Erlangen und war dann auf Fahrertour Und habe dann ich glaube zwei siebzen schon in Bayreuth.
00:21:15: Also es gab ja damals Computer-Spielwissenschaften, Gameshottels oder so.
00:21:20: Also Studiengangsmäßig noch nicht, sonst hätte ich das
00:21:22: studiert.".
00:21:23: Ich glaube, Zwei-Sechzehn hat dann in Bayreuth beim Jochen Kubik, der mein Doktorvater auch ist ... Ich glaube zwei-sechzehnt haben die dann, oder zweifelne zu zweisächten sowas den Bachelor Computerspielwissenschaftensleben gerufen?
00:21:34: Ich habe mich so geärgert, weil ich mir dachte Mensch genau sowas hättet eigentlich studieren wollen!
00:21:38: Ich hab Ethic der Testkulturen gestudiert, es war auch mega cool aber genauso was sie dir eigentlich studiern wollen.
00:21:43: Und dann habe ich aber gesehen, dass die halt frei Promotionsplätze vergeben und hatte ihn glaube ich zwei sechs oder zwei siebzehnten geschrieben.
00:21:53: Das war damals eigentlich noch eine andere Ausrichtung.
00:21:55: also ich hatte so die Un... Also ich komme aus der Philosophie und Ethik und hatte da ungefähr so die Idee Ich will irgendwas Moral-und-Ethik in Videospielen ganz groß und hatte ursprünglich die Idee ich möchte mir angucken inwiefern es in Spielen auf spielmechanischer Ebene ... vielleicht Moraltheorien gibt, die sich einfacher umsetzen lassen oder die Dominanzen.
00:22:21: Also so was wie zum Beispiel könnte man ja mein konsequenzialistische Theorien also utilitaristische theorien, wo es um die Konsequenzen geht.
00:22:30: Also in der Handlung ist da ein Gut wenn die Konssequenz bestmöglichst und so weiter und sofort wäre das ja eigentlich naheliegend dass man sowas in Spielen benutzt weil das kann man ja irgendwie Darstellen letztendlich numerisch und so.
00:22:41: Und das wollte ich ... Hatte ungefähr diesen Plan, hab das da auch schon vorgestellt?
00:22:45: Das hat er dann gesagt, ja, mach das!
00:22:46: Und hatte quasi den Emotionsvertrag seit Jahrzehnten.
00:22:51: Ich bin dann überhaupt aber nicht... Also, ihr habt immer was gemacht.
00:22:55: Ich hatte aber im schweren Unfall in der Weiche lang im Krankenhaus viele Pässe im Rollstuhl.
00:22:59: Dann habe ich im Jahrzehn mich selbstständig gemacht und war damit voll aufbeschäftigt erst mal.
00:23:06: Und das ist immer so nebenher gelaufen.
00:23:08: Ich bin da aber auch nicht so weitergekommen, ich hatte dann irgendwann das Problem ... Literatur, die bei meinem damaligen Pitch sag ich mal noch aktuell ist, ist ja dann irgendwann nicht mehr aktuell.
00:23:21: und irgendwann hast du dann halt das Problem was glaube ich viele haben, die extern promovieren also die halt nicht im Lehrstuhl irgendwie eingebunden sind dass du ja immer irgendwie musst dranbleiben zumindest ein bisschen.
00:23:33: Das Problem hat dich auch Gab's so eine ewig lange Durststrecke, sage ich mal.
00:23:38: Kinder, dies und das, was auch immer... Und dann habe ich ... ... ja, sowas ... ... er hat gesagt Mensch, ich muss jetzt ne Entscheidung treffen entweder Ich muss jetzt irgendwie Gas geben und dass irgendwie Fertigkriegen oder also wirklich ernsthaft angehen Oder nicht mehr.
00:23:58: Bei mir war es so der Ding okay, irgendwann bin ich jetzt thirty-eight.
00:24:02: Also wenn ich es bis vor sich nicht mehr schafft, dann kann ich's jetzt auch lassen so.
00:24:06: Und dann hatte ich mit dem Arno Gürgen den du auch kennst über was ganz anderes.
00:24:13: der hat ja bei der Game auch mitgemacht und wir kennen uns schon seit langem über die Game und er ist ja in den Game-Studies auch ganz aktiv und... Dann haben wir uns über irgendwas weiß ich nicht über die game oder so haben wir das mal zusammengesetzt und haben da irgendwie gequatscht und dann habe ich ihm auch ein bisschen voll geholt wieder dass da geht nichts vorwärts und ich weiß auch nicht.
00:24:31: Und dann bin ich aber damals über einen Aufsatz gestoßen, von des Zwei-Tausen-Elf also auch schon echt lange her.
00:24:39: Von zwei US-amerikanischen Wissenschaftlern vom John Murphy und vom Prozess Agal und die haben untersucht wie es denn eigentlich ist mit der Care-Ethik und digitalen Spielen.
00:24:51: Warum schaut sich eigentlich niemand digitale Spiele aus dieser Perspektive an?
00:24:56: Und das war so nicht sehr lang, irgendwie so sieben Seiten oder sowas.
00:25:00: Ich fand es ganz interessant, weil ich mir dachte, ja stimmt die Care-Ejector?
00:25:03: Das ich kannte dir auch eigentlich nicht!
00:25:05: Das hat man mal gehört, dass ist aber nichts womit man sich irgendwie groß beschäftigt im Studium und danach auch nicht.
00:25:13: Dann hab' ich da mit dem Arno drüber gesprochen und meinte, das findest du eigentlich ganz interessant und das ist ja diese dezidiert feministische Perspektive.
00:25:18: Und ich habe ja dann zu dem Zeitpunkt auch viel in meinem ... Du weißt ja auch ungefähr... wozu ich arbeite, eben im journalistischen Auch und hab da ganz viel ja immer diese feministische Perspektive drauf.
00:25:29: Also es ist eigentlich sehr naheliegend für mich gewesen auf vielen Ebenen sich damit auseinanderzusetzen.
00:25:35: Und dann hat er gesagt naja warum machst du das nicht einfach weiter?
00:25:39: Dann lasst doch diesen ganzen anderen Mist mit dem Motilitarismus und wie auch immer was eh schon oft viel gemacht worden ist, und schau dir das an.
00:25:48: Und dann dachte ich mir ja eigentlich hat er recht?
00:25:50: Ich war so noch ein bisschen hin- und her, aber da muss ich mich jetzt in die Theorie reinarbeiten, die ich überhaupt nicht oder quasi nicht kannte, was natürlich viel mehr Arbeit ist als die Theorien zu nehmen, die es schon kenne und dann die halt anzuwenden.
00:26:03: So ist es dann entstanden.
00:26:04: Dann hab' ich das wirklich jetzt in zwei Jahren letztendlich ... also in Nachtschichten Also Wochenenden durchgeweihtet immer.
00:26:13: Immer, immer.
00:26:14: es hat nur funktioniert.
00:26:15: Das habe ich jetzt echt schon viele gefreut.
00:26:16: Ich glaube das hat nur funktioniert weil das war ... das ist Genuin meine Freizeit mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
00:26:22: Ich hab so viel Bock auf dieses Thema!
00:26:25: Dass wenn ich halt zwischendrin einen Auftrag früher fertig hatte die Kinder schon im Bett waren wie auch immer dann habe ich mich ja den gesetzt und hab halt dazu gelesen oder hab halt gespielt oder hab einfach das gemacht oder so.
00:26:36: Nur deswegen glaub ich, hat das jetzt so funktioniert.
00:26:39: Also Wahnsinn, bevor wir auch gleich inhaltlich da nochmal etwas tiefer einsteigen.
00:26:43: In die Arbeit vielleicht können wir noch mal kurz beim Rahmen bleiben und wie das dann alles geklappt hat?
00:26:48: Bevor ich aber wiederum dazu komme, ich musste eben so schmunzeln in Vorbereitung auf dieses Gespräch weil ich wollte ja nicht komplett blank reingehen was dieses große Themenfeld Ethic of Care und sowas angeht habe ich mir gedacht okay Google einfach mal Was gibt es denn an Artikeln zu diesem Thema?
00:27:04: landete bei verschiedenen wissenschaftlichen Sammelbändern Auf dieses Gespräch gelesen Video Games in the Ethics of Scare von unter anderem Jose Sahgal.
00:27:14: Erschien im September, um Sammelband International Journal of Gaming & Computer-Mediated Simulations.
00:27:19: Ich hab's hier vor mir!
00:27:21: Es sind neun Seiten und es war grad so lustig dass ich den selben Artikel gelesen habe in Vorbereitung hierher.
00:27:26: Sehr gut.
00:27:28: Also wirklich.
00:27:29: Und jetzt bevor wie gesagt inhaltlich nochmal nähe einsteigen auf diese Doktorbeit bin ich doch noch mal neugierig das nochmal kurz in Detail zu erfahren.
00:27:38: Also wie du das durchgehalten hast.
00:27:40: Du hast es eben in so einem Easy-Nebensatz eigentlich gesagt, aber wir reden ja hier wirklich von einer Belastung im Anführungszeichen.
00:27:48: Aber Mehrfachbelastung!
00:27:49: Du hast die Familien und dich als Mensch selbst, als eigenes Leben.
00:27:54: Du hasst deine Freelandsaufträge, die auch für die Familie wichtig sind.
00:27:58: Und du hast die Doktorbeit.
00:28:00: Vielleicht kannst du das nochmal etwas genauer erklären für Leute draußen, die jetzt mit offenen Augen vor dieser Aufnahmegerätschaft sitzen?
00:28:08: Wie hast du das denn gemacht?
00:28:09: Also es klingt für mich nach Arbeitstagen, die eigentlich keine Pausen außer den Schlaf kennen.
00:28:16: Ja.
00:28:17: Fahnen wir!
00:28:19: Aber wie hält man das denn
00:28:23: durch?
00:28:26: Ich war immer schon so ein blöder Antwort aber ich glaube ... Also das klingt jetzt doof, aber ich glaube es ist so ein bisschen ne humanische Ader.
00:28:38: Ja, ja.
00:28:39: Das habe ich zum Beispiel auch beim Fahrrad fahren also als ich zu Nordkrab gefahren bin, wo ich dann auch dreißig Tage lang ohne Pause gefahren, also ohne Pausentag gefahren war.
00:28:48: und ich bin so, ich setze mich da auf rüber aus dem Fahrrad und ... Ich mach natürlich das was notwendig ist damit ich nicht runterfalle, trinken und essen und so, aber das hab ich dann oft auf den Fahrrad gemacht.
00:29:00: Und wenn ich bis sich nicht fertig bin mit dieser Mit dieser Etappe höre ich nicht auf.
00:29:06: Das ist irgendwie ... das ist jetzt nicht erwachsen aus irgendeinem Art von, ja, ich will das jetzt unbedingt schaffen oder so, sondern es ist so ne ... Irgendwas Systemisches bei mir.
00:29:20: Ich kann vorher nicht auf, so belützt.
00:29:22: Also genau.
00:29:24: Es ist echt schwer.
00:29:25: Ich sag auch überhaupt nicht, dass es gut und gesund ist.
00:29:27: Das soll jetzt keine Ermächtigungserzählung sein, dass ich so empowert bin oder wie auch immer.
00:29:33: Dass ich das alles gemacht habe ... Wenn ich es anders machen könnte, hätte ich's anders gemacht.
00:29:38: Ganz bestimmt?
00:29:40: Ja also ist wie meine, wenn ich da andere Möglichkeiten ... Genau aber wie gesagt wirds auch nicht empfehlen glaube ich.
00:29:50: Aber für mich hat das jetzt so funktioniert weil das... Genau, wie es so war.
00:29:55: Irgendwann ist die Entscheidung für mich aufzuzehren in so einem Negativen, wenn ich das weiter und weiter strecke ... Und vor allem wenn ich dann einmal im Thema drin bin.
00:30:06: Ich glaube auch ein bisschen.
00:30:08: Das ist ja auch so'n basales Ding irgendwie, was viele sagen.
00:30:12: Du brauchst, du musst über eine Schwelle kommen.
00:30:14: Das Gefühl hab ich oft am Anfang.
00:30:16: Wenn du die ersten Wochen enden durcharbeitest, auch wieder da ist nicht gut.
00:30:19: Auch da wieder Thema Selbstversorgung ist ein Riesenthema der Kreatik!
00:30:23: Alles nicht gut?
00:30:25: Dann braucht es so ein bisschen, aber wenn du dann über der Schwelle hindurch bist und da hast dich quasi an etwas gewöhnt was nicht um den Gutes.
00:30:35: Dann machst du's halt!
00:30:36: Und
00:30:38: was du schon sagtest, das Thema ist ja wirklich eine Leidenschaft und eine harte Sache für dich.
00:30:43: Und ehrlich gesagt beim Zuhören merke ich wie ähnlich wir uns da zu sein scheinen, was vor allem auch diese manische Art angeht wenn wir etwas haben, was uns bewegt und uns wichtig ist.
00:30:53: Ich kann ganz doll mit dem Kopf nicken weil man gleichzeitig in so ein komisches Spannungsfeld gerät als jemand der von eigenen Recherchen wie wir beide wissen hier nicht dass es jetzt Crunch wäre, aber Crunch-Überarbeitung.
00:31:05: Das ist alles schwierig haltet bitte genug Pausen ein während man selbst aber völlig begeistert auf dieser Couch sitzt und sagt Ich möchte gerne noch dran weiterarbeiten.
00:31:15: Das führt zu so Momenten und das teile ich jetzt einmal mal mit dir, auch wenn das vielleicht mich echt komisch darstehen, das glaube ich.
00:31:21: aber es ist egal, ich stehe dazu.
00:31:23: gestern war ich übermüdet.
00:31:25: Es ist egal warum, ich habe nachts einen latten Rosten sorgt weil mir einfiel, ich muss das trinken mal wegbringen.
00:31:29: dann hab' ich wenig geschlafen.
00:31:30: Dann lief der Tag und dann war Abend und da war achtzehn neunzehnt Uhr.
00:31:34: und dann guckte ich ein Film, da ging zweieinhalb Stunden Running.
00:31:36: Man von zwanzig fünfundzwanzig fand den richtig öde!
00:31:39: Ich war so müde dass ich auf der Couch zwei Mal eingeschlafen bin.
00:31:42: Das ist der Zustand von mir gewesen.
00:31:44: Dann war der Film durch, dann war es so ... ... etwa ... ... und dann nur war mein erster Gedanke als ich aufwachte während der Abspann lief.
00:31:52: Und ich wirklich so müde war, dachte ich mir... das ist jetzt richtig toll!
00:31:56: Wenn ich jetzt Themenbrainstorming für OK Cool mache,... fallen alle Bedenken weg, die ich hätte wenn ich wach genug wäre.
00:32:04: Die rational sind sondern ich habe nur so einen Fluss im Kopf der komplett frei von Umsetzbarkeit agiert weil ich so müde bin und es kommen nur die Ideen raus, die Ich von Herzen toll finde ohne mir Gedanken zu machen wie realistisch das ist.
00:32:19: Und dann saß ich gestern hier um einundzwanzig uhr.
00:32:22: dreißigte Duftkerze waren die Augen wirklich ganz klein also kaum noch zu finden in diesem Gesicht und ich hatte eine solche Freude in mir, werde ich diese Sack tippen.
00:32:33: Und es ist genau das!
00:32:34: Wenn ich das in einem Interview hören würde mit jemandem der in der Industrie arbeitet und erzählt so arbeitet er dann würde ich mir Sorgen machen da würde ich mich denken hey ist dir klar dass das nicht gesund klingt.
00:32:43: was machst du denn da?
00:32:45: aber selbst arbeitet man eben so, aber auch da wieder wie du auch schon hast angestiegen lassen.
00:32:50: Es fühlt sich nicht an wie die zermürbende Art von Arbeit wo du danach ausatmest und sagst ich brauche Urlaub!
00:32:55: Ich kann nicht mehr sondern du machst den Deptop zu und denkst ja das war jetzt hat das geilste Gefühl dass ich es seit langem erlebt habe.
00:33:02: Und dann wiederum und das hast du auch angeklicken lassen Nora fragt man sich oder ich zumindest ist das eigentlich okay?
00:33:07: Dass ich so denke.
00:33:08: also hat das System mich zu so dem Menschen gemacht der arbeitet und sich denkt mega geil Darf man das toll finden?
00:33:15: Ich bin verwirrt.
00:33:16: Ich weiß auch nicht, ob ich's toll finde.
00:33:18: Ich beobachte mich da schon dabei und mir, wie es dir geht ... Ich hab dann schon nach solchen Phasen so, dass man gucken muss, weil sowas kommt ja oft zeitverzögert wieder zurück als Boomerangler auf andere Ebene vielleicht.
00:33:36: Ich krieg jetzt einen Kaffee!
00:33:37: Jetzt geht mal kurz die Tür auf.
00:33:39: Sorry, ich hab nämlich meinen Kaffees noch nicht bekommen.
00:33:43: Wahnsinn, das ist ja megafantastisch.
00:33:45: Hallo Herr Ländchen willkommen!
00:33:46: Hallo, großartig!
00:33:49: Was soll ich sagen?
00:33:50: Du hast es geschafft du arbeitest ein bisschen einen Punkt im Leben angekommen wo du einfach nur in einem öffentlichen Raum sitzen musst und da kommen Leute und bringen dir Kaffee.
00:33:57: Das ist der Knaller.
00:33:59: Es war noch keiner hier als ich gekommen bin.
00:34:01: Das habe ich ja noch nie erlebt.
00:34:02: Das wäre der Wahnsinn.
00:34:04: Normalerweise kommt dann Postbote rein und sagt hallo könnt ihr mal an die Tür gehen aber bei dir fahren sie.
00:34:08: Schöner
00:34:09: muss man vorbei kommen kriegt er auch den Kaffees.
00:34:12: Großartig.
00:34:13: Ich frage mich, was meine Karte tun?
00:34:15: Einer übergibt sich der andere schläft.
00:34:18: Auf keinen Fall die einen Kaffee bringen.
00:34:21: Genau!
00:34:21: Jedenfalls ich ahne du kannst das durchaus nachvollziehen.
00:34:24: aber wo du stehen geblieben bist ... Du hast auch für dich schon erkannt es kostet etwas man zahlt trotz aller Freude ein Preis dafür.
00:34:33: ja also immer und ewig sollte man sowas nicht machen.
00:34:40: Also, da bin ich überzeugt davon, dass man das nicht ewig so machen kann.
00:34:44: Aber natürlich ist es wie du sagst, wenn du Freude dran hast und wirklich Freude daran hast, dann ist es so, dass sich das halt zumindest nicht in so einem negativen Sinne nach Arbeit anfühlt.
00:34:56: Aber es bleibt trotzdem eine Belastung.
00:34:59: Auch wenn man sich positiv gedanklich mit Sachen auseinandersetzt, ist es ja trotzdem auch anstrengend ... Da muss man sich schon immer gut beobachten, ja.
00:35:12: Spannend.
00:35:12: Dann können wir uns von hier aus so langsam jetzt mal auch an den Inhalt der Doktor-Arbeiter ran wagen, auch hier nochmal eine etwas niedrigschwerte Frage für alle draußen die jetzt nicht ständig selbst damit beschäftigt sind eine Doktorarbeit zu schreiben wie bist du das dann eigentlich angegangen?
00:35:27: Also du hast gesagt so zwanzig, sechzehn, zwanzi, siebzehn herum erwuchs schon der Gedanke in dir zu diesem Thema etwas zu schreiben dieser Arbeit rund um dieses Thema zumindest schonmal im groben so zu positionieren Einige Male angefangen, zwanzig vierundzwanzig dann so richtig konzentriert reingestartet.
00:35:44: Aber wie funktioniert das eigentlich?
00:35:46: Man sitzt ja erstmal vor diesem wahnsinnig leeren Blatt Papier hat womöglich schon einen kleinen Quellenkatalog wo man weiß da hat mal irgendjemand was geschrieben für fünf Jahre oder was sollte ich mal durchlesen.
00:35:57: Man hat vielleicht eine These formuliert die man irgendwo eingereicht hat und gesagt hey Leute ich keine Ahnung Und wir jetzt los!
00:36:05: Wie macht man das jetzt noch?
00:36:07: Also als ich wusste, ich will irgendwas ausgehen von diesem Aufsatz, den du da auch vor dir hast jetzt machen.
00:36:13: Dann wusste ich, dass ich ja anfangen muss an meinen Lücken.
00:36:17: Das heißt einfach an der Care-Ethik als Theorie die ich nicht kannte oder natürlich gar gut genug kannte um was Sinnvolles draus zu machen.
00:36:28: und das war eigentlich ein guter Ansatzpunkt weil es gibt in diesen Arbeiten ... Du brauchst ja immer diesen theoretischen Teil erst mal Abstoßarbeit nicht geschrieben habe, hast du diesen theoretischen Teil.
00:36:40: Und dann hatte ich halt mit der Spielanalyse quasi einen praktischen Teil und da hab' ich dann einfach angefangen... also wie du es jetzt auch gesagt hast, ich war angefangen natürlich zu googeln.
00:36:50: Ich hab' dann angefangen weil ich fahre ja viel Fahrrad.
00:36:52: Ich habe keine Auto und ich hab' immer so eine Stunde die ich am Tag auf dem Fahrrad verbringe mit allen Wegen von A nach B hier und zurück.
00:36:59: und wie auch immer eine Stunde, eineinhalb Stunden fahrei ich auf den Fahrrad.
00:37:03: Ich hab dann angefangen, weil es ist niederschwellig.
00:37:09: Es gibt ja zu den Kehr-Ethikerinnen ... Die Theorie ist relativ jung in den Achtzigerjahren, hat ihre Anfahrt aufgenommen.
00:37:18: Das heißt eigentlich findet man von all diesen wichtigsten Theoretikerinnen auf YouTube!
00:37:26: Vorlesungen, Vorträge, weitere Interviews und so weiter.
00:37:30: Dann habe ich mich da wirklich immer, wenn es ging, mir das angehört.
00:37:34: Das hat mir total geholfen, einen niederschwelligen Zugang zu finden und dann auszuzutieren.
00:37:40: Was ist denn die Grundlagenliteratur?
00:37:42: Das alles erst mal zu sammeln und mich dadurch erarbeiten.
00:37:46: Das war der Ausgangspunkt, wovor ich am meisten Respekt hatte ... Weil ich wie gesagt halt nicht aus den Gamestudys oder nicht so aus diesem digital spielanalytischen Bereich komme, das anzugehen.
00:37:59: Also dieser philosophische moralphilosophische Teil der ist mir recht leicht gefallen weil es ist auch straight forward sag ich mal und du liest es halt durch dann verortest du da halt identifizierst er halt die am wichtigsten Sinn sage ich mal.
00:38:14: im dominantesten Sinn bringst du zusammen Filter Stardes raus was du halt mitnehmen willst für deine Spielanalyse.
00:38:21: Aber wie ich das dann angehe, welches Spiel ... Wie?
00:38:25: Wie analysiere ich so was überhaupt nicht?
00:38:26: Ich kann natürlich ein Spiel spielen.
00:38:28: Wir alle spielen ja Spiele jeden Tag, sage ich meine und dann können wir darüber sprechen.
00:38:32: Mein Dein Job ist den ganzen Tag, sprichst du über Spiele... Also wir haben natürlich einen Zugang dazu.
00:38:36: aber wenn man das systematisch angeht, sodass es auch noch mit dieser Theorie zusammenpasst Das war also da hatte ich Riege recht Angst davor, weil ich nicht wusste wie gehe ich das an.
00:38:47: Es gibt ganz viele Ansätze, wie man Spiele analysieren kann.
00:38:51: mittlerweile und was ich gemacht habe in meiner Verzweiflung?
00:38:56: Ich hab dann einfach den Russesagell angeschrieben ...
00:39:01: Nein!
00:39:02: Und da bin gefragt hey sag mal ich möchte dazu meine Doktorbeit schreiben.
00:39:06: und was mir in dem Aufsatz aufgefallen ist...ich weiß nicht ob es dir aufgefallen Was oft ja in so wissenschaftlichen Aufsätzen der Fall ist die natürlich verkürzt sind, wie du sagst ne neuen Seiten oder was.
00:39:16: also da kannst du natürlich jetzt nicht an erklären von welcher Richtung du jetzt herkommst und welche Analyse Instrumente du jetzt bla bla bla.
00:39:23: aber er hat dazu gar nichts geschrieben.
00:39:25: Er ist einfach sehr gegagert gesagt ihr die Kehrethik die fehlt uns so weiter.
00:39:28: und jetzt lass mal angucken und dann schaue ich mir zumal diese Spiele und Beispiel usw.
00:39:31: Und das war es habe ich ihn gefragt naja wie ist es denn?
00:39:33: hast du irgendwelche zurückgegriffen auf irgendwelche bestimmte analyse tools von weiß ich nicht wem.
00:39:43: Und dann hat aber gesagt
00:39:44: nö
00:39:46: gewissermaßen und aber die gibt es natürlich und so und hat mir dann halt zu dieser einschlägigen genannt, die ich da auch schon auf meiner liste hatte Und ich soll mich melden, wenn nicht weiterkommen.
00:39:58: Das war total schön!
00:39:59: Weil das hat mir diese Angst genommen.
00:40:01: Da ist jetzt so mein großes Vorbild zu dem Zeitpunkt der mich eigentlich in diese Doktorarbeitsrichtung überhaupt erst da hingebracht hat auf dieses Thema und er geht da total ... unwissenschaftlich, würde ich jetzt nicht sagen.
00:40:15: Aber der geht halt total niederschwellig damit um.
00:40:18: Dann dachte ich mehr ja cool dann fange ich halt einfach an.
00:40:24: Also ich finde das ja so toll, dass du den angeschrieben hast und der auch geantwortet hat.
00:40:27: Vor allem zu dem Zeitpunkt war dann auch der Aufsatz schon einige Jahre alt und dass er da überhaupt noch das auf dem Schirm hatte wie ihr das gemacht ist ja hoch fasziniert.
00:40:34: Und jetzt kommen wir schon langsam tatsächlich in diese Arbeit dann rein.
00:40:36: es heißt Du hast dann so langsam ein ufer gefunden sag ich mal an dass du an land gehen konntest eine ahnung Wie du loslaufen wolltest.
00:40:43: aber unter welcher fragestellung hast du eigentlich operiert?
00:40:46: Hattest du überhaupt schon so dieser einen konkrete zentrale fragstellung?
00:40:49: oder war Es auch eher die idee zu sagen Wir machen also ne art bestandsaufnahme Das gibt's dazu schon und dann suche ich mir eine Ecke, in die ich mich bewegen könnte.
00:40:57: Und wenn du im Zuge dessen vielleicht auch nochmal ganz kurz miterklären könntest was meint denn das eigentlich diese Care Ethik?
00:41:02: Weil wie gesagt, ich habe jetzt diesen Aufsatz gelesen Ich fühle mich hoch informiert aber ich weiß nicht ob die Leute da draußen die handreiche Ernst genommen haben, die ich natürlich über mein Unitool von der Woche verschickt habe.
00:41:13: Anweisung bitte lese es alles.
00:41:15: Oh jetzt sind die Leute verwirrt.
00:41:16: Es gab diese Anweise und nicht Was bedeutet care-ethik, Nora?
00:41:22: Und wie sah die Fragestellung deiner Arbeit konkret aus.
00:41:26: Ich fang vielleicht hinten an.
00:41:27: also diese konkrete Frageställungen.
00:41:29: Die Forschungsfrage hat sie dann im ich weiß nicht Kapitel zwei eins zwei oder so steht Sie habe ich Also ausformuliert.
00:41:39: so wie ich es haben wollte ist ich glaube fünfzehnmal umformulieren und die Glaube habe ich jetzt wirklich aus formuliert Ich glaube, als ich das erste Analyse-Kapitel geschrieben hatte.
00:41:53: Also, ich wusste natürlich ... Ich hab die Care-Ethik und will mir angucken, wenn ich diese caretische Brilleaufsätze erkläre gleich was quasi?
00:42:02: Und ich schau durch diese Brille auf Spiele.
00:42:04: Was kriege ich denn daraus?
00:42:07: Und unterscheidet sich das, was ich daraus bekomme, obwohl es nur so ein Randthema ist von dem, was man rausbekommen würde, wenn man eine andere Brille auch setzt zum Beispiel Pflichtethikant oder Utilitarismus oder Tugendethik?
00:42:21: Das war der Grundgedanke, das war klar.
00:42:24: Aber die Ausmolierung dieser Forschungsfrage ist ja auch noch mal so eine Wissenschaft für sich ... Ich weiß nicht, ob ich zu hundert Prozent, ich hab's im Monat liegen lassen, jetzt habe ich es gestern wieder gelesen.
00:42:38: Ob ich da jemals damit wirklich zufrieden sein werde?
00:42:42: Die Fragestellung als ich war inwiefern lassen sich digitale Spieler aus kehrethischer Perspektive einerseits mit Mehrwert Moralphilosophischen Diskurs auf rundum Spiele und andererseits auch mit Wehrwert für die Care-Ethik als Disziplin betrachten.
00:42:59: Also ich hab so ein Doppelding, also ich will nicht nur untersuchen quasi wie lassen sich Spiele überhaupt durch care ethische Brille begutachten oder analysieren sondern eben auch hat das auch mehr Wert für die care-ethik und den Blick auf Spiele?
00:43:15: Es ist wahrscheinlich bisschen viel aber ich habe zumindest Ansatzpunkte.
00:43:20: Ich hoffe, mein Professor hat nichts von mir zufrieden.
00:43:23: Aber es ist ja gut die Disposition steht da noch aus das kann ich ja dann verargumentieren.
00:43:29: Das war auf jeden Fall der was ich wollte und den einen Teil glaube ich habe über die Analyse sehr umfangreich also der Teil mit Mehrwert für die moralphilosophische Auseinandersetzung mitspielen in Erweiterung mit der Care-Ethik den anderen teilen.
00:43:46: Wiefern das mehr wird für die Care- Ethik hat, habe ich auch drin als Kapitel.
00:43:49: Aber das kann man ja auch sagen, damit sollen sich andere beschäftigen.
00:43:53: Was ist die Care Ethik?
00:43:55: Die Care-ethik ist eigentlich nicht nur eine weitere Art ... moral über Moral zu sprechen, sondern was mich bei der Care Ethic, als ich mich damit beschäftigt hab, am meisten ... erschüttert hat, muss ich fast schon sagen.
00:44:15: War das es eigentlich eine Ebene tiefer anfängt?
00:44:19: Und zwar hat die Kehrethik wenn man so will ein ganz anderes Menschenbild, ja ich sag's mal jetzt so ganz doof als Die Ethiken über die wir die meiste Zeit sprechen also Ethiken wie Utilitarismus und Pflichtethik vor allem diese Ethiken, die wir so kennen oder in Spielen auch ganz oft sprechen.
00:44:43: Auch wenn es um sowas wie moralische Dilemmata gibt.
00:44:45: zu dieser Klassiker hat man ja ganz vielen Spielen von The Walking Dead, soll jetzt Person A oder Person B getötet werden?
00:44:52: und du entscheidest das jetzt?
00:44:53: Und so diese typischen moralischen Dilemata, die immer aufgewacht werden, da gibt's ja auch ganz viel Forschung dazu im Kontext mit Spielen.
00:45:01: Die haben ... Oder auch wovon wir im Alltag immer... Also was wir lernen auch in der Schule und was wir mal mitbekommen hat.
00:45:09: Oftmals dieses Bild, das Moral beziehungsweise wenn wir über moral sprechen wie sollen wir handeln?
00:45:16: dann gehen wir davon aus dass wir diese autonomen Individuen sind die vernünft von nun begabt sind und in einem Zimmer sitzen und darüber nachdenken können indem wir irgendwelche moralischen Dilemma dann zum Kopf bilden, also Trolli-Dilemma was man so kennt vielleicht.
00:45:36: Na wer wäre als ich Trollidelemana?
00:45:38: Also dieses Ding da stehst du auf einer Brücke und unter dir sind zwei Schienen und du kannst die Weiche stellen.
00:45:44: Auf der einen Schiene liegt eine Person, auf der anderen Schiene liegen vier Personen.
00:45:50: Entweder die eine oder vier Personen entsterben, wie stellst du die Weiche?
00:45:54: Und dann kann man das normal skalieren.
00:45:56: Auf der Brücke steht auch noch ne Person mit oben ... Die kannst du runterstoßen, dass erst was Aktives mit reinkommt und so.
00:46:04: Das ist Gang-und-Gebe immer noch in der Philosophie, auch was ich im Studium gelernt habe.
00:46:10: Es geht davon aus, dass man da rumsitzt und quasi über Nachdenken darauf kommen kann, wie wir uns moralisch verhalten sollen.
00:46:21: Ja, so als Punkte.
00:46:22: Als Inseln gewissermaßen und das zieht sich ja dann auch durch John Rawls oder so durch, dass man sagt okay also diese Kontraktualistischen Theorien, die sagen wir finden zusammen in der Gesellschaft und dann machen wir als Outflow mit Individuen Vertrag miteinander
00:46:39: usw.,
00:46:39: sofort diese ganzen Gedanken, die für uns ganz normal sind.
00:46:42: Und die Care Ethics sagt Nee, so funktioniert das ja gar nicht.
00:46:47: Weil eigentlich findet Moral doch gewissermaßen auf der Straße statt zwischen Menschen und es ist eigentlich immer.
00:46:53: also wir hatten ich kann mich gut erinnern ich hatte eine Vorlesung in der Grundlage irgendwas im Moralphilosophie, erstes zweite Semester.
00:47:02: Also wirklich so vierhundert Leute oder was in Vorlesungszahlen und dann haben wir genau dieses Trolli-Dilemma durch und haben das dann durchgeexaziert.
00:47:10: und der Utilitarismus würde sagen ja auf jeden Fall die eine Person muss sterben weil es ist... weniger schlimm, wenn eine Person stirbt als wenn vier Personen sterben.
00:47:18: Kant würde wieder was anderes und so weiter und sofort.
00:47:21: Und das kamen dann aber immer wieder nachfragen aus dem Publikum von so ganz doofem Erstsemester studiert.
00:47:26: Ja diese Fragen ja aber im Moment... Wie ist denn das?
00:47:30: Kann ich da nicht einfach runtergehen von der Brücke?
00:47:32: oder wer ist denn der, der es liegt?
00:47:34: Bin ich vielleicht mit ihm?
00:47:35: Ist das vielleicht mein Bruder, der er liegt?
00:47:37: Dann wird das ja einen Unterschied machen!
00:47:39: Dann würde ich eher sagen, dann doch die vier Leute.
00:47:41: Weil das ist mein Bruder als wär total komisch ... Wenn ich eine Theorie habe, die sagt es ist moralisch geboten oder mein eigenes Kind umbringen soll, weil es besser ist, dass vier Unbekannt überleben als mein eigener Kind.
00:47:55: So Dinge, wo wir ganz intuitiv sagen würden und was stimmt da nicht?
00:47:59: Und die wurden immer ... Ich war ja mal der Prof, damals hat er gesagt nee, das ist halt jetzt so!
00:48:06: in dem Dilemma, das müsst ihr euch alles weg.
00:48:08: Die Kati sagt nie aber genau darum geht es ja!
00:48:10: Es geht im Moral findet nicht in so einem Raum statt zwischen einzelnen Menschenpunkten die keine Verbindung miteinander haben sondern ganz grundsätzlich ist es so dass wir alle miteinander in Verbindung stehen.
00:48:23: einfach also es ist eine Interrelationalität da, das ist ein großer Begriff in der Kati, die uns miteinander verbindet.
00:48:29: und das heißt wir müssen moral immer Kontext-sensitiv denken in dem Sinne, als dass wir das nicht, wie bei John Roy, sind ein Schleier, das nichts Witzens entscheiden können.
00:48:39: Sondern es geht!
00:48:40: Es ist wichtig eben sich die partikulären Situationen anzugucken.
00:48:45: Das ist mal so das Grundsätzliche also auch zu sagen, dass überhaupt der Gedanke, dass man im Raum sitzt und sich... Wie in so einer mathematischen Gleichung moralische Gebote aus dem Himmel ziehen könnte, ist total weird, sagt die Care Ethik.
00:49:02: Weil allein die Tatsache dass dieses autonome Individuum besteht... ist ja nur der Tatsache geschuldet, dass vorher jemand da war, der dieses autonome Individuum auf die Welt gebracht hat.
00:49:13: Sich um das autonomene Individium gekümmert hat.
00:49:15: Er so erzogen hat in einer Gesellschaft, dass es überhaupt die Möglichkeit hat zu diesem Autonomenindividuum zu werden.
00:49:21: Da kommt doch ein ganz großer politischer Aspekt mit rein und all das wird in diesen klassischen etablierten Moraltheorien, die vor allem auch durch Männer geprägt sind im patriarchalen System komplett außen vorgelassen oder zumindest halt ... na ausgelagert und irgendwie so, ja das ist vielleicht eine Care-Ethik für die Familie oder für Verwandtschaftsbeziehung oder so.
00:49:43: Aber eben nichts was in dem großen Rahmen relevant ist für Moralentscheidungen.
00:49:48: Und da setzt die Care Ethik eben einen ganz anderen Punkt an.
00:49:50: Das fand ich so erschütternd weil ich mir dachte Ja klar also meine Vorstellung von Moral war tatsächlich auch so.
00:50:01: Es gibt halt diese abstrahierbaren universalisierbaren Prinzipien Die muss man nur finden, es gibt sie aber.
00:50:08: Und die finde ich halt, je nachdem ... dass ich möglichst vernünftig begabt mich mit denen gedanklich auseinandersetze und dann passt's schon.
00:50:18: Und diese sind auch immer anwendbar.
00:50:21: eigentlich so.
00:50:22: Dass es ganz anderen Ansatz gibt, der ja auch Sinn macht, bin ich überhaupt nicht draufgekommen?
00:50:29: Das hat mich regelrecht erschüttert!
00:50:33: So hat dann zu dieser Ansatz ... So war dieser Ansatzpunkt dann zu sagen, okay da ist etwas was einfach nicht genug Gewicht bekommt derzeit.
00:50:44: Ja immer noch nicht.
00:50:46: Also erstmal vielen Dank für diese finde ich sehr anschauliche Erklärung was Kehr Ethik ausmacht.
00:50:51: von dem was ich vorher gelesen jetzt auch von dir nochmal gehört habe muss ich sagen das ist mir so sympathisch.
00:50:56: das klingt wie eine auf empathiebasierende, fast schon punkig anmutende Art der Betrachtung der Welt und ihrer Akteurin.
00:51:04: Ich finde das richtig toll und spannend vor allem auch und kann mir auch vorstellen wie da so vor allem... Das ist jetzt geschehen musste.
00:51:11: korrigieren wir das falsch ist aber ältere vielleicht auch Professorinnen eines Instituts auf diese Art der Ethik oder auch der Moralverstellung ein bisschen nase rümpfen blicken.
00:51:22: ich sehe das richtig vor mir wie dieser Professor dann gesagt hat ja das müsst ihr euch wegdenken in diesem Beispiel nur so, wenn wir uns da aufkonzentrieren.
00:51:30: Ich kann mir das richtig vorstellen, dass das eine Art der Ethik ist, die vielleicht auch weil sie nicht zu diesem ganz großen Kanon und der klassischen Ethikbilder gehört, ein bisschen vielleicht belächelt wird?
00:51:41: Stimmt das meine Annahme?
00:51:42: Ja absolut!
00:51:45: Gestern oder vorgestern erst wieder bei einem meiner Fahrradtouren ein Interview angeguckt mit John Tronto.
00:51:52: Sein
00:51:52: Wunder, dass ich nicht in dem Raum erwische übrigens.
00:51:55: Eigentlich könnte
00:51:55: man das auch mal machen also ich hätte Lust da drauf.
00:51:57: aber das mit den Fahrten ist immer so ein bisschen ein Problem und das war ein Interview mit Jon Tronto also die ... Sie spielt eine große Rolle bei mir auch in der Arbeit.
00:52:06: sie ist eine der eigentlich.
00:52:08: es kommt aus der politischen Theorie Und hat die Care-Ethik aber dann wirklich zu einer politischen Theorie auch gemacht.
00:52:19: Sie ist auch eine wunderbare ... Ich lieb sie einfach, sie ist ganz wunderbar.
00:52:22: Sie lebt auch noch und ist schon sehr alt jetzt mittlerweile.
00:52:27: Die hatte ein Interview mit einem Kollegen.
00:52:30: Das war interessant, dass es Streitgespräch so an der Stelle war.
00:52:32: Der hat am Ende was gesagt, was sie bejaht hat.
00:52:35: Es war knallhart von ihm, aber er hat gesagt ja... wenn die Care-Ethik primär eine Theorie wäre, die primär von Männern diskutiert würde.
00:52:45: Hätte es ja auch ne andere Stellung mittlerweile?
00:52:47: Ja!
00:52:47: Und dann hat sie gesagt, das ist keine schöne ... Das ist nichts, worüber man sich freuen muss.
00:52:53: Aber es ist so, es ist einerseits dieses Thema Care in diesem großen Konzept was schon etwas ist, was bei uns eher marginalisiert wird und ausgelagert wird auf marginalisierte Gruppen Nicht nur Frauen, aber vor allem auch Frauen, die sich damit auseinandersetzen.
00:53:11: Dadurch hast du mehrere Schichten intersektional, die sie zusammenschieben.
00:53:15: Du sagst, du hast keine Chance, dass das in einer Art und Weise Mainstream mal wird?
00:53:20: Es gab jetzt mit der Covid-IX-Pandemie schon ... Das hat man gemerkt so, dass im der Cage-Diskurs da richtig noch mal zugelegt hat.
00:53:30: also ganz viele Sammelbände Ein ganz tolles Buch, auch der Kerl Manifesto von Forschenden die da in dem Bereich sind.
00:53:37: Ganz türkes Buch.
00:53:38: also wenn du da Interesse hast kann man nur empfehlen... Also es ist halt Manifest, das ist wirklich ein politisches... Eigentlich schon ein politises Buch und ich glaube auch, dass es auch im Zuge dieser Corona-Pandemie dann auch erschienen wurden.
00:53:55: aber wie wir jetzt auch sehen hat dieser kurze Moment von Auseinandersetzung mit denen, die eigentlich diese Fürsorge leisten und Fürsauge in dem großen, also groß gemeint.
00:54:06: Dass so jetzt nicht nur Leute den Pflegeheim oder der Heimpflege übernehmen für Kinder oder für ältere Angehörige oder so sondern da geht es auch wirklich um die... Da geht es auch wirklich um die Ebenen der Essential Workers, die damals ... Wir haben das hier genannt.
00:54:22: Systemrelevante Arbeiten also auch der Lieferant, der pre-care und unterbezahlt dann anderen Leuten, die privilegiert sind, dass Essen vorbei bringt ist natürlich eine Form von care.
00:54:36: oder wie?
00:54:38: Leute, die im DM noch arbeiten mussten und die dann halt den ganzen Tag diese FFB-Zwei-Masken aufhaben mussten.
00:54:44: Und hier wie im Krankenhaus auch diesen Ausschlag bekommen haben usw.
00:54:48: Auch das ist alles eine Form von Care in einem System.
00:54:52: Das macht die Care-Ethik massiv politisiert seitdem... Eigentlich recht schnell von Anfang an.
00:55:00: Am Anfang wurde auch wirklich kritisiert aus feministischer Richtung weil man ihr vorgeworfen hat, ihr macht genau das was wir nicht haben wollen.
00:55:09: Nämlich dass hier letztendlich propagiert ja okay ist etwas super wertvolles und so weiter.
00:55:15: aber es ist ja eigentlich etwas was oft in Familien stattfindet in diesem privaten Bereich.
00:55:20: und dieser private Bereich, der ja traditionell in den Parteiheinssystemen auch getrennt wird von dem öffentlich-politischen Bereich.
00:55:28: Und das eine hat da nichts verloren und so ... Das hat sich aber schnell dann radikalisiert, sag ich mal, dass es gesagt worden ist.
00:55:35: Nein, das muss natürlich auf wirkliche Veränderungen abziehen.
00:55:38: Auch das ist etwas, was mein Philosophieprofessor denken muss, was schon immer ganz komisch ist für die, weil normalerweise wenn du dich mit Moralphilosophie auseinander setzt, Du setzt dich zwar mit normativen Theorien auseinander, so wie etwas sein sollte.
00:55:55: Aber normalerweise haben diese Ethiken nicht in dem Nachdruck, wie es die Care-Ethik macht auch immer diese Agenda selbst.
00:56:05: Die Care-Aethik hat die Agenda zu sagen.
00:56:08: das ist nicht nur deskriptiv.
00:56:09: also wir beschreiben nicht nur was im Agen quasi liegt sondern wir wollen's auch ändern und das ist etwas was ja wo wie du sagst was immer ein bisschen kritisch betrachtet wird.
00:56:20: Und das ist nach wie vor der Fall, ja?
00:56:22: Oh, spannend!
00:56:23: Wenn wir jetzt von hier aus quasi die Doktorbeit wieder mit ins Spiel holen ... Übrigens, wie viel seid ein Dick so ganz grob?
00:56:29: Ich weiß, liegt Telefonbuchartig rechts vor
00:56:31: dir?!
00:56:32: Also ich hab's jetzt doppelseitig gedruckt noch mal weil ich hatte es jetzt erst einenseitig getruckt, weil ich nicht wusste was sie haben wollten.
00:56:37: Also
00:56:37: Mal zwei jetzt gleich... Dann war
00:56:38: das so schlimm.
00:56:39: also ich habe so seit ich habe dreihundert sechs und ich glaube ich hat das forty-six so genau das sind.
00:56:48: aber Also mit dem Ding, ich glaube es waren... Es waren nicht ganz vierhundert.
00:56:53: Ich glaube, dreihundertsechzig waren's mit zwanzig.
00:56:55: Das ist ja fast schon Silmarillion größer, das ist ja unglaublich.
00:56:58: Ja!
00:56:58: Es war auch nicht der Plan muss ich ehrlich sagen.
00:57:00: Aber ich finde von dem was du auch jetzt schon erzählt hast allein über die Grundlagen um die zum Verständnis dieses Themas gehörend da fühlen sich die Seiten ja quasi wie von alleine.
00:57:08: Nicht im Sinne von Easy Arbeit sondern es gibt so viel zu sagen um auch erstmal die Grundlage zu schaffen.
00:57:14: und das wird mich zu einer Frage Äh, wie soll ich das formulieren?
00:57:18: Wenn man jetzt die Fragen würde und es mache ich jetzt einfach mal.
00:57:21: Was ist denn so... Ich weiß, undankbare Frage, aber ich muss fragen!
00:57:24: Ein zentraler Erkenntnis, deine Arbeit.
00:57:27: So ein wichtiger Punkt wurde so wenn du Leute im Aufzug triffst und die erfahren was du gerade alles geschafft hast mit deiner Arbeit und was du da alles geschrieben hast?
00:57:35: Und die haben aber nur kurz Zeit weil sie müssen irgendwo hin und sagen kannst du mir einen Gedanken mitgeben für meine Fahrt jetzt gleich im Auto irgendwo hin über den ich nachdenken kann.
00:57:44: Was wäre das?
00:57:45: eine zentrale Erkenntnisse dieser Arbeit?
00:57:47: Die zentrallste Erkenntnissen die Ich hatte bei der Arbeit war.
00:57:54: Ich dachte am Anfang, Care ... Ich glaube das machen viele.
00:57:58: Care ist halt irgendwie zum Beispiel bei Computerspielen.
00:58:01: dann was?
00:58:02: Na ja, das hab ich da nur in Spielen, wo ich vielleicht zu Detroit Become Human mäßig mal jemanden spiele der eine andere Figur pflegt oder ... Happy View, wo' ich ne Mutter spiele, die sich um ein Baby kümmert.
00:58:15: also wo ich so dieses klassische Ding, was man für in Verbindung bringt.
00:58:19: Kinder pflegen oder Kinder erziehen Leute pflegeln.
00:58:23: Und ich glaube, die Zentralste Erkenntnis war ... dass ich festgestellt hab, egal welches Spiel ich eigentlich hernehme.
00:58:32: Ich habe viele Spiele mit drin am Ende jetzt.
00:58:35: Ich finde Care auf Ebenen und in Zwischenräumen und Bereichen von denen ich nie erwarte, das hätte, dass ich es finde!
00:58:47: Das ist einfach da.
00:58:50: Es hat auch einen riesen Mehrwert.
00:58:53: Ich das vorher einfach auch nicht gesehen hätte.
00:58:55: Also wenn ich nicht diese Kehr gehabt hatte und die Spiele usw.
00:58:59: zusammengebracht hätte, wäre ich da nie drauf gekommen!
00:59:02: Und das ist aber total schön weil ich mir dachte krass wie viel Keher in Spielen steckt an so vielen Ecken wo ich nie gedacht hätte dass es da steckt.
00:59:10: ja.
00:59:11: Hast du da ein Beispiel dafür?
00:59:12: Das wär natürlich jetzt hoch interessant woran du da zum Beispiel denken musst.
00:59:16: also ich glaube dass die interessanteste... und vielleicht auch Streitbarste These, oder es ist Streitbaß der Ergebnis was ich am Ende habe.
00:59:27: Also ich hab natürlich auch einen Kapitel drin zum Beispiel so zu Mutterschafts- versus Vaterschaftskonzepten und Sorgearbeit.
00:59:33: wie unterscheidet sich Sorge Arbeit je nachdem ob man jetzt eine weiblich gelesene Figur von den männlich gelesenen Figuren spielt?
00:59:40: das ist also der Klassiker sag' ich meine so was hab ich drin?
00:59:43: So Dedication und so in die Richtung auch ein bisschen... Ich hab auch pflegeethische Perspektiven drin also auch so kreatisch Klassika.
00:59:50: Und in meinem letzten Kapitel, also ich habe versucht diese Spienanalysis, also diese Analysekapitel.
00:59:55: Ich hab fünf insgesamt, dass sich die auch so ein bisschen entlang der theoretischen Aufbausmacher sich fangen an mit der ersten Theoretikerin ganz grundlegend wo es einen Perspektivwechsel gibt von Justice-Zegurtdiskursen zu Carediskursen.
01:00:11: und dann am Ende gehe ich immer weiter hinein ins Politische.
01:00:15: Mein letztes Kapitel untersucht mehrere Spiele mit politischer Demunktion.
01:00:20: Vor allem Through the Dark is of Times, das ja auch sehr bekannt geworden ist von ein paar Jahren unter Chontos Konzept von Caring Democracy.
01:00:29: Die packt diesen Begriff von Care dann zusammen mit einem Demokratiebegriff und sagt, dass wir Demokratie als solches ganz anders denken müssen, als wir das gewohnt sind.
01:00:39: Und da hab ich auf Spielmechanischebner ... Narrativer eben und so weiter, aber vor allem auf spielmechanischer Ebene.
01:00:47: Also auf die Spielregeln ist das ja... Wir sprechen über das Spiel, ne?
01:00:50: Das ist ja ein Widerstandssimulator mehr oder weniger als ich habe eine Stadtkarte von Berlin und ich hab dann immer wieder so narrative Vignetten dazwischen gesetzt.
01:00:59: und von Machterkreifung bis eben Ende des Krieges bis zur Auflösung meiner Widerstandsgruppe, die ich da steuere quasi.
01:01:09: Da kommen Leute dazu, da gehen Leute weg, die haben ihre persönlichen Herausforderungen, Geschichten und so weiter, die erzählt werden.
01:01:16: Ich muss aber immer wieder strategisch auf dieser Berlin-Karte entscheiden, welche Akte das zivilen Widerstandsleiste ich?
01:01:23: Also ich brauche Spendengeldern, da muss ich ... Was weiß ich in die Gewerkschaftenreihe bis zur Gewerksamkeit nicht mehr bei den Arbeitern vorbeigucken und schauen, dass sich die für meine Sache gewinnen.
01:01:34: Ich kann Flubblätter irgendwo auslegen.
01:01:39: Das ist gefährlich
01:01:39: usw.,
01:01:40: ein sehr komplexes Spiel.
01:01:42: Und ich komme am Ende zu dem Ergebnis, dass alles was da passiert lässt sich im Rahmen von Trontos Definition von Care hat verschiedene Aktivitätsphasen die es sich so ausmacht wie Care gelingt oder halt misslinkt mit verschiedenen ethischen Elementen die damit reinkommen.
01:02:03: Also sowas wie Verantwortung Attentiveness also Aufmerksamkeit der anderen Person gegenüber Responsiveness dass ich auch wahrnehme, quasi wie die Personen, um die ich mich kümmere auf dieses Kümmern wiederum reagiert.
01:02:20: Und dann eben auch diesen großen demokratischen Komplex, den ich am Ende drauf setze, dass sie sagt es gibt einen Carrying with in einem demokratischen Kontext der geprägt ist von so Werten, die wir natürlich auch kennen und leben wie Solidarität, Vertrauen, Kommunikation, Respekt usw.
01:02:41: Ja, arbeite ich dann so akribisch über diese Spielmechanik heraus.
01:02:45: Dass ich am Ende zu dem Ergebnis komme ja interessant.
01:02:49: in diesem Spiel und anhand dieses Spiels lässt sich zeigen das Ziviler Widerstand, so wie er da dargestellt wird über die Spielmechnik als Akt der Fürsorge greifbar und erklärbar und darstellbar ist.
01:03:05: Und das fand ich hochinteressant.
01:03:09: einfach dann am Ende.
01:03:11: Ich finde das so faszinierend darüber nachzudenken.
01:03:14: Ich kann in die Reihe einen eigenen Gedanken mal reingeben, wäre neugierig was du davon hältst.
01:03:18: oder vielleicht ist es ja sogar Thema deiner Arbeit.
01:03:20: als ich mich jetzt mal näher mit diesem Thema beschäftigt habe kam ich auf diesen Gedanken dass in einem Genre indem man das vielleicht mit am wenigsten vermuten würde Kehr Ethik ganz zentraler Bestandteil ist.
01:03:31: und vielleicht wissen das nicht mal die Leute, die diese Spiele machen.
01:03:34: Und zwar sowas wie Aufbaustrategie.
01:03:37: Ich habe nämlich immer in den Jahren gemerkt ... Wenn ich mit Leuten spreche, dass es so zwei Arten von Spielerinnen und Spielern gibt, grob gesagt... Die einen Menschen spielen aufbaustradigiespiele systemisch.
01:03:47: Die sagen, ich sehe da keine Figuren!
01:03:49: Ich gucke nur nach dem optimalen Spielweise.
01:03:51: Wie richte ich meine Dörfer komplett ein?
01:03:54: Dass sie möglichst effizient produzieren.
01:03:57: Wie verteile ich perfekt beru- damit alles wunderbar ineinander übergreift.
01:04:01: Und es gibt die Menschen, zu denen auch ich gehöre... ...die sich vorstellen das sind jetzt echte Leute und ich weiß!
01:04:09: Ich nehme Bauplatz weg wenn ich da eine Parkbank hinstelle, die in der Logik des Spiels nur ein Ornament ist.
01:04:15: aber ich finde's schön neuer und ich weiss die leute werden sich freuen selbst wenn sie mir kein Feedback geben.
01:04:19: ich stelle mir vor Sie freuen sich und dass ist meine Art damit Spaß zu haben.
01:04:22: und dann fragte ich mich so in Vorbereitung auf dieses Gespräch unter der Perspektive der Care Ethik Ob da Game Design zum Beispiel davon profitieren könnte, noch viel stärker darauf zu achten, Spielwelt so zu inszenieren.
01:04:37: Dass auch die Menschen, die solche Spiele eigentlich nur Systeme spielen vielleicht doch dorthin geführt werden?
01:04:44: Also vielleicht für Sorgepflicht zu entwickeln, für die Figuren, die sich da unten tummeln.
01:04:48: Wäre das dann überhaupt erstrebenswert auch diese Systeme spielenden Leute in diese Gruppe hineinzubewegen?
01:04:53: Wenn ja wie könnte man das machen?
01:04:55: also du merkst der ist noch nicht zu Ende gedacht der Gedanke aber ich sah plötzlich dieses Genre bei dem mich immer damit abgefunden hat es gibt die zwei Arten von Menschen.
01:05:02: und letztes dass das eigentlich ja auch mit Game Design als so eine mit Kehr Ethik als so einer Art Game Design Philosophie arbeiten könnte.
01:05:13: Zum einen meine Frage der Wirkungsforschung.
01:05:16: Da gibt es auch schon Artikel dazu, ich hatte ... Den hab ich auch drin meiner Doktorbeit.
01:05:22: Der ist noch nicht so alt und interessant.
01:05:24: Die haben Detroit Become Human untersucht genau auf diese Fragen, wobei das eine ganz andere Genre ist.
01:05:30: Inwiefern Darstellungen von Kehr wie sie da dargestellt werden?
01:05:36: Auch die Frage mit dieser ... Mit der hast du doch im Menü, hast du diese Figur.
01:05:44: Also du hast nicht nur im Spiel selber Aspekte von Care sondern du hast im Menüt selber eine Antroiden die dir zu diensten ist quasi und gegen dieses quasi so mitbegleitet.
01:05:52: natürlich alles geskriptet ist ja klar aber gegen Ende hin hast du dann als Spielen davor dem der vor den Bildschirm sitzt die Möglichkeit eben sie in die Freiheit zu entlassen.
01:06:01: und dann verschwindet sich wirklich auch aus dem Menü Bildschirmen und taucht nicht wieder auf oder halt eben nicht.
01:06:07: Und du siehst ja dann aber an, dass das jetzt natürlich keine gute Verordnung für sie ist.
01:06:13: Die untersuchen all diese, also die sagen genau diese Konfrontation natürlich schon interessant ist und man da natürlich gucken kann was macht es denn mit uns?
01:06:22: Ich würde sagen man muss das auch gar nicht so hundert Prozent nachweisen sondern was auf jeden Fall der Fall ist wie du sagst ist, dass Spiele quasi der Darstellung wie Sie etwas darstellen was auch immer das ist ... wird natürlich auch in Aufbaushimulation.
01:06:38: Ich hab mir jetzt vorhin auch wieder eine Mail an mich selber geschrieben, genau zur Aufbausimmolation, weil ich mir dachte...
01:06:42: Wenn man zu wenig zu tun ist, eigentlich einfach selber die Mail?
01:06:44: Jetzt
01:06:45: mach ich immer, wenn ich dann zu euch mal ... ... habe ich ne Mail an sich selber geschrieben.
01:06:48: Weil ich's auch genau auf Baushimilationen.
01:06:50: Das ist kein Genre was ich jetzt selber so viel gespielt habe aber ich find das unheimlich interessant!
01:06:54: Ich hab auch Frostpunk zum Beispiel drin in meiner Arbeit.
01:06:58: Wobei das ja doch kann man schon sagen ja so und klar macht das ein Unterschied, also wie auch die Spielregeln überhaupt erstmals sind.
01:07:08: Was dargestellt wird was der Spielziel ist.
01:07:10: Also ein Spiel wie Terranil zum Beispiel wo das Spielziel ja ist dass die Renaturalisierung der Welt stattfindet und eben nicht so dieses klassische Civilization-Ding.
01:07:23: oder was wir halt auch mit dem wir alle aufgewachsen sind, dass die Zivilisation oder das Vorantreiben der menschlichen Zivilization das Spielzelt ist Das Anhäufen von Wohlstand, das Anhäufe von Fortschritt und Entwicklung.
01:07:36: Was auch immer das bedeutet?
01:07:37: Weil für wen Fortsschritt, für wen Entwicklung?
01:07:39: wie ist es verteilt?
01:07:40: Es sind alles so Fragen die die Care-Ethik eben stellen würde Ähm, und die ja in vielen aufspielen auch unhinterfragt bleiben.
01:07:47: Weil wie du sagst also da wird ja oft gar nicht so gefragt sondern es ist ja klar dass das Ziel sein muss dass man eben weil sie nicht am Ende das meiste gelt hat irgendwie so nach dem Motto auf dem Konto auch hat.
01:07:58: Also Ja klar!
01:08:00: Es gibt ja auch Ansätze Wie von Mary Flanigan und Hellnissenbaum.
01:08:04: die nutze ich auch als Kategorisierung meiner Spielanalysen.
01:08:07: Die haben ein Buch geschrieben von zwei drei oder zwei vierzehn Values at Play in Digital Games heißt das.
01:08:12: Und die formulieren.
01:08:15: Ja, so ein bisschen mehr als einen Dutzend ja Analyse-Elemente sag ich mal raus.
01:08:20: also das ist sowas wie Narrative-Premises und Goals.
01:08:23: Also narrative Prämissen und Ziele im Spiel oder Choices also Verhandlungsentscheidungen spielen usw.
01:08:31: Also alles was die Spiele uns als Spielenden an die Hand geben Und sie sagen dass sind die Elemente in denen was zum Ausdruck kommt wir ja trotzdem auch selektiv zumindest wahrnehmen.
01:08:44: Und natürlich macht das einen Unterschied, wie du sagst ob ein Spiel dann hergeht und zum Beispiel quasi in der Spielmechanik mir die Möglichkeit gibt dass ich halt Parkbänke baue und das vielleicht mit einer Negativ-Sanktion aber verseht.
01:08:58: Das heißt also ich muss mich entscheiden als Spielerin bau jetzt lieber eine Parkbank dadurch bestraft nicht aber das Spiel vielleicht weil da kann ich an dieser Stelle keine Fabrik mehr bauen.
01:09:08: Ja also du könntest diese Fragen könntest du total gut in Spiele natürlich einbauen.
01:09:13: Die werden ja auch vielfach schon eingebaut und das hat viel mit Kehr zu tun, vor allem im dem demokratischen Sinne bei auch Bossemodationen wenn man sich hinterfragt also so wie Chonto zum Beispiel Demokratie fast ist die zentrale Aufgabe demokratische Systeme Ist die Frage danach Wie kehr Verantwortung Verteilt wird nicht wie Wohlstand verteilt wird.
01:09:37: Der hat natürlich auch was, aber wir haben gerade so diese Ausrichtung von der Wohlstand akkumulieren.
01:09:42: Aber das hilft ja gar nichts!
01:09:44: Wem gehört denn der Wohlstand?
01:09:45: Das ist immer die Frage.
01:09:45: Es sind wirklich nur... Das ist ja auch nicht gleichverteilt oder gerechtverteuert, sondern es geht um Care eigentlich in diesem sehr weiten Begriff den sie dafür
01:09:54: hat.".
01:09:55: Und das ist klar, wenn man das als Brille mal aufsetzen wird und auch aufbauscht Spiele guckt oder super interessant.
01:10:03: Spannend vor allem dass es jetzt die Seite des Game Designs in der Spiele Entwicklung jetzt natürlich brennend interessant für mich der in diesem Feld dann arbeitet und du ja auch.
01:10:12: was kann denn deiner Meinung nach die Spiele Kritik von einer Arbeit wie Deiner mitnehmen?
01:10:17: Und von der Kehrethik im Allgemeinen?
01:10:19: ergibt sich dadurch auch eine neue Spieljournalistische Linse unter der man Spiele besprechen könnte und vielleicht auch im Rahmen von Tests oder Kritiken bewerten könnte?
01:10:30: Ja, also ich würde mal behaupten ja.
01:10:32: Ich habe bei der letzten Ausgabe des G-Magazins das versucht.
01:10:39: Und da hatte ich mit dem Jörg Lügel, hab' ich vor kurzer Zeit darüber gesprochen und er hat gemeint dass er das so interessant fand weil was ich gemacht habe.
01:10:45: Ich hab' Indiana Jones in The Great Circle Das wurde ja gut besprochen, wurde ja vielfach besprochen.
01:10:54: Ich hab das aber gespielt einfach nur private.
01:10:56: wirklich und das ist das erste Spiel was ich meiner Doktorbeit dann auch kehätisch analysiere weil mir dann als ich mich mit der care-ethik beschäftigt habe in dieses Spiel gespielt hat es mir auf so vielen Ebenen ins Auge gefallen was das Spiel care ethisch total gelingend macht.
01:11:13: also zum Beispiel die Frauenfiguren.
01:11:16: Wohl mal keine Spiel, also man bleibt immer in dieser männlichen Spielfigur trotzdem drin.
01:11:21: Aber die Frauenfiguren und die Frauennetzwerke vor allem sind total handlungstreibend für das Spielnarrativ.
01:11:28: Und da ist so viel Kehrethik steht darin und diese Perspektive habe ich zumindest auch nicht gesehen dass irgendjemand, also der Spiel wurde gelobt aus verschiedenen Gründen
01:11:38: usw.,
01:11:38: aber dieser Perspektiv wechselt ja eigentlich stattfindet Der wurde gar nicht so besprochen und der Jörg hat eben gemeint, dass er das auch so interessant war.
01:11:47: Weil er ist gar nicht draufgekommen bis ich dann gesagt habe, hey ja, ich hätte es als eine Artikelidee und das wäre das und was?
01:11:54: Und ich glaube, das wär ne großer Mehrwert in die Care-Ethik auf vielen Bereichen hätte, dass sie einfach Perspektiven eröffnet, die bislang ranständig verhandelt werden vor allem auch weil ganz massiv sich intersektionale Fragen stellt.
01:12:16: Also es geht um Perspektiven, die oft halt einfach vor allem dann auch nicht so systematisch... also du hast im Spiel Forschungsdiskurs was ich zumindest gelesen habe!
01:12:27: Du hast schon diese Fragen, die gestellt werden.
01:12:30: Der Arno hat zum Beispiel auch einen tollen Aufsatz, wo er fragt nach der Marginalisierung von NPC-Figuren, also von Nonplayer-Characters, ja?
01:12:37: Die ja oft wirklich so nebenherlaufen und so weiter.
01:12:41: Da wird aber dieser caretisch, dieses caretische Vokabular wär supergut dafür.
01:12:46: Er hat auch gesagt, wenn er das gekannt hätte zu dem Zeitpunkt, wer hätt es ihm extrem geräufen, das systematisch darüber sprechen zu können?
01:12:54: Einfach wirklich eine Art von die Caretikern uns Worte geben über etwas zu sprechen, worüber wir einfach noch nicht genug oder überhaupt noch gar nicht sprechen.
01:13:05: Und das ist der Mehrwert, den es auf jeden Fall hätte.
01:13:07: Ich merke jetzt auch ganz viele Artikel, die ich schreibe haben irgendwie damit was zu tun und das funktioniert!
01:13:19: Also ich finde das so anregend... über diese Perspektive nachzudenken, auch für meine eigene Arbeit.
01:13:24: Ich finde das so spannend!
01:13:27: Das nur am Rand ist, es führt zu keine Frage.
01:13:28: aber nun mal kurz diese Sprachlosigkeit von mir zu erklären.
01:13:33: ich höre dazu und merke wie sich in mir ganz neue Mini-Horizonte eröffnen.
01:13:38: weiß was ich meine?
01:13:40: Da hinten ist auch eine Sonne, ich dachte es gibt nur eine und da scheint auch irgendwas, was ist denn hier los als würden so neue Synapsen raus springen, ich finde das hoch faszinierend.
01:13:50: Komme ich da zu einer Frage, die du eben auch noch gerade berührt hast in deinem Nachsatz.
01:13:54: Inwiefern würdest du denn sagen hat diese jahrelange und intensive Beschäftigung mit dem Thema deine Beziehung zu den Medien- und Videospielen verändert?
01:14:05: Hat eine Veränderung eingesetzt?
01:14:07: Guckst du anders auf dieses Medium durch diese neu gewonnene Linse?
01:14:13: Das ist ja immer so ein bisschen die Herausforderung, die man hat wenn man sich ... mit Spielen beschäftigt unter einer bestimmten Linse, dass man da gar nicht erkannt anzieht.
01:14:23: Das gilt für Spiele natürlich ... die ich spiele.
01:14:29: Die mir zugleich auch als ich habe oft, das klingt ja so blöd aber derzeit ganz massiv Angst wirklich zu spielen oder neue Spiele zu spielen weil ich Angst davor hab, dass sich jetzt auf was stoße.
01:14:49: Also als jetzt God of War kam die Ankündigung, dass wir jetzt die Mutter spielen, dachte ich mir, nee, ah.
01:14:55: Oh nein!
01:14:56: F**k you!
01:14:57: Da hatte ich mir wirklich so, nein, wollt ihr mich verarschen?
01:15:01: Es ist ja gut.
01:15:03: Und es ist auch toll, weil man sich weiter mit beschäftigen kann.
01:15:07: Ich bin unheimlich gespannt wie sie's machen und was sie daraus machen.
01:15:11: Und der ganze Schiffstorm, die sich wiederum entsponnen hat auf vielen Ebenen so ... Das hat sich natürlich total geändert.
01:15:21: Aber auch in meinem normalen Alltag, Fernab von Spielen berührt die Care-Ethik ... als feministische Kreatik natürlich Themen und macht da Perspektiven auf, wie du selber sagst.
01:15:34: Wenn man da einmal irgendwie ... ja, ich sag mal so diese Unwuchten ins System immer auf die Aufmerksamkeit geworden ist, dann kommt man da nicht mehr raus.
01:15:46: Und das ist auch nicht nur positiv.
01:15:48: also ich merke auch dass sich auf vielen Ebenen auch wütender geformt oder kompromissloser oder ich weiß nicht was ich sagen soll.
01:15:58: Ja, also das ist ein Thema, dass auch begleitet mehr als jeder andere moralische Theorie mich bislang begleitete.
01:16:06: Eben war es ja nicht so.
01:16:07: Es hat nicht dieses Abstrakte, sondern immer in diesem praktischen Raum irgendwie da und auch so fluid und auch etwas, was die Chaotik macht und womit man zu schwer zurechtkommt, wenn man immer denkt, naja jetzt habe ich doch meinen kategorischen Imperativ und damit ist doch gut!
01:16:25: Sondern sie sagt auch nein... Wir können da nicht aufhören, du kannst nicht.
01:16:29: Es gibt nicht irgendwelche Prinzipien und die bleiben dann so wie auch immer sondern das geht immer weiter es ist immer anders.
01:16:35: Es sind andere Menschen in der Konstellationszeit andere Menschen usw.
01:16:40: Das macht unheimlich herausfordernd auch weil es halt irgendwie kein abgeschlossener Prozess ist wenn man nicht über den Dingen schwebt wie man das davor getan hat in anderen Ethiken oder in anderen Theorien ja und spielen Ja, wie gesagt.
01:16:56: Ich bin mal gespannt, wann ich mich dann so wieder richtig ran traue und mich umzugucken?
01:17:01: Das ist ja derzeit schwierig!
01:17:04: Wahnsinn, also kann ich sehr gut nachvollziehen dieses Gefühl gleichzeitig natürlich auch überraschend zu hören.
01:17:08: Aber es ist so nachzuvollziehen dass man dann wenn man so ein Riesenbrocken dazu habe ich gleich noch eine letzte Frage abgeschlossen hat das wirklich Sorghardt über Beispielen zu steuern wo man sich denkt Das wäre ein Kapitel eigentlich gewesen ehrlich gesagt vielleicht sogar ein wichtiges.
01:17:22: naja aber irgendwann muss es ja enden.
01:17:23: wie ist das denn jetzt?
01:17:24: Also ich ahne es ja noch in Erinnerung an meine Archäologie Kommilitonen-Kommilitoninnen von damals welchen Weg jetzt so'n Buch gehen wird.
01:17:31: aber ich frag dich trotzdem mal Wir haben es jetzt schon gehört, dieses Buch, zumindest ein Buch sage ich schon.
01:17:37: Diese Adoktoarbeit, die ja irgendwie auch im Buch ist liegt gerade bei dir auf dem Tisch in einer Version, die quasi für dich ist zum Durchlesen.
01:17:44: wie geht's denn jetzt weiter?
01:17:45: Ich hörte schon als wir uns zu diesem Termin verabredet haben Es findet jetzt erst einmal der große Verteidigungskampf vor dem wissenschaftlichen Kollegium statt.
01:17:53: Das kannst du vielleicht noch mal ganz kurz erklären und dann ist vielleicht für manche Menschen da draußen Für mich in jedem Fall!
01:17:59: Die große Frage Kommt man da dann irgendwie ran?
01:18:03: An diese Schatzkiste, an Entdeckungen, Beobachtung und aufgezeigten Zusammenhängen in die du Jahre investiert hast.
01:18:10: Wie kann man das Ding eines Tages
01:18:12: lesen?"
01:18:13: Wie du sagst.
01:18:14: also es muss jetzt ein Buch werden!
01:18:16: Es ist jetzt ein Zielstein wie ich's genannt habe glaube ich Und das ist jetzt abgegeben.
01:18:25: Also Anfang Juni hab' ich abgegeben Dann geht das in die Promotionskommission Und da wird erst mal nur geschaut, glaub ich.
01:18:33: Hast du all die Dokumente wie Lebenslauf und Lila-Du?
01:18:37: Betreuungsvereinbarung, blablabla, das musste man alles noch mal mit abgeben.
01:18:41: Dann wird es halt angenommen oder nicht, aber das ist eher so eine Formalie.
01:18:44: Da hab' ich den Brief bekommen vor zwei Tagen, hab mich sehr gefreut!
01:18:48: Weil das ist das erste Mal, da steht dann wirklich drauf ... Sie sind angenommen worden zur Promissions-Eignungsfeststellungsprüfung.
01:18:55: Ja, so ein deutsches Wort!
01:18:57: Und dann steht aber dein Thema.
01:18:59: also da steht der Titel dieser Arbeit das erste Mal nicht nur von dir selber eingegeben irgendwie in so nem fiktiven Raum deines eigenen Kopfes sondern der steht da und es war ganz krass irgendwie.
01:19:14: Wie laut ist der Titl eigentlich?
01:19:15: Der ganze genauer?
01:19:16: Ich hab auch so einen schönen Sender, das sieht
01:19:18: man wahrscheinlich...
01:19:20: Doch Gameplay-Care, feministische ... Mein Gott.
01:19:27: Feministische, careethische Perspektiven auf digitale Spiele großartig?
01:19:31: Genau und das Design hier oben ist von der Künstlerin, von der Befreundin von mir.
01:19:36: Ich weiß nicht, ob man das sieht.
01:19:37: Das ist Gameplay Care.
01:19:39: Das hab ich mir dann so ausgedacht und das faded aber ein bisschen aus.
01:19:42: Und dann soll es halt eben also bei des Arbeitcare verschwindet eigentlich ganz was natürlich auch diesen... auf diesen blinden Fleck und die Lehrstelle hinweisen sollen.
01:19:52: Sie hatte das ein bisschen weniger in your face gemacht, aber ich hab dann gesagt, lass mal so machen.
01:19:56: Mehr
01:19:57: face?
01:19:57: Ja
01:20:00: genau!
01:20:03: Dann wird es rumgeschickt an die Betreuerbetreuenden.
01:20:06: Das ist bei mir in der Jochen Kubik und die Frau Doktor Claudia Paganini.
01:20:11: Die ist quasi für die Philosophie zuständig.
01:20:14: Und dann wird das begutachtet.
01:20:16: also ... Lesen sie es dann, hoffentlich.
01:20:19: Und schreiten dann halt was dazu.
01:20:21: und ich glaube das Gutachten kann man aber nicht einsehen also zumindest in Beiräute nicht und die haben drei Monate Zeit irgendwie sowas.
01:20:29: Dann wirst du geladen und dann wie du sagst Verteidigung Das
01:20:34: heißt, da werden Fragen gestellt zur Arbeit und den Prozedere.
01:20:37: Und du erklärst noch mal die Arbeit daran inhaltlich aber auch strukturell wie du vorgegangen bist?
01:20:42: Ja das glaube ich wird schon ein bisschen auseinander genommen.
01:20:46: also man hört ja so oder so.
01:20:48: Ich habe natürlich mit anderen Leuten die das schon hinter sich haben gesprochen und das ist natürlich ganz unterschiedlich.
01:20:53: Ein Freund von mir hat es genannt, das sei ein wohlwollendes.
01:20:57: Er hatte gemeint, du wirst nicht auf Herz und Nieren geprüft, aber schon auf Herz!
01:21:02: Das fand
01:21:03: ich ganz treffend.
01:21:04: genauer als so stelle ich's mir vor.
01:21:06: Ich wollte jetzt auch mal hingehen.
01:21:07: die haben ja sich auch öffentlich also Hochschulöffentlich ist jetzt aber glaube ich keiner zu niemand zur Zeit Und dann musst du es eben noch veröffentlichen und erst dann darfst du auch den Titel
01:21:16: tragen.
01:21:17: Das war zu meiner Zeit in der Archäologie Studium immer ein ganz besonderer Tag.
01:21:21: Wie du schon sagst, diese Verteiligungen sind oft öffentlich dass da auch Studierende hinkommen und sich das angucken können Und er findet dann wirklich ich will es nicht so nennen aber es geht in die Richtung Art Prüfungsgespräch statt, wo dann wirklich inhaltlich genau wie du auch sagst Nachfragen gestellt werden und auch manche der Beobachtung herausgefordert werden.
01:21:38: Dass du da nochmal wirklich dazu gebracht wirst darüber zu diskutieren vielleicht auch andere Meinungen dann noch mal zu argumentieren oder oder wie gesagt damit irgendwie umzugehen?
01:21:46: Und da habe ich schon die komplette Bandbreite erlebt sehr wohlwollende Verteiligungen, wo die Nachfragen schon mit so einem Krinsen gestellt wurde, wo du wusstest alle sind begeistert von der Arbeit es gibt Inhaltlich eigentlich nichts, was man angreifen könnte.
01:21:58: Ich habe aber auch schon solche Termine erlebt wo dann Profisoren so wütend wurden dass die rausgegangen sind während dieser Gespräche also alle Emotionen.
01:22:07: ich will damit keine Angst machen aber alle Emotion war da schon drin.
01:22:11: Da wurde über kleines jatische Statuetten damals so hitzig diskutiert das es eine Pause geben musste.
01:22:18: Also einfach geil, wenn Leute so eine Leidenschaft für was haben.
01:22:21: Und dann nehmen wir mal an das geht alles gut.
01:22:25: und jetzt heißt es als nächstes würdest du warten auf jemanden der zu dir sagt Hallo lass uns das doch in unserem Wissenschaftsverlag zum Beispiel als Buch wirklich verlegen.
01:22:35: also ist muss ich glaube ich habe es nicht mehr hundert Prozent im Kopf in der Promissionsordnung aber du musst Ich glaube, es waren dreißig gedruckte Exemplare abgeben.
01:22:46: Oder das ist jetzt durch diese ganzen Open Access-Formate ein bisschen einfacher geworden?
01:22:51: Du musst halt eine Veröffentlichung im Open Access Format nachweisen, was es schon einfacher macht.
01:22:56: Also der eine Freund von mir hat wirklich damals ... ja also dann echt noch mal selber, obwohl er am Lehrstuhl war ich weiß gar nicht mehr, was da schief gegangen ist oder so hatte das dann auf eigene Kosten verlegen müssen und hatte dann... Das kann man sich ausrechnen, das sind dann schon ein paar tausend Euro wahrscheinlich Genau, aber das werde ich nicht.
01:23:14: Ich bin jetzt schon dabei, mich umzutun und schon mal zu fragen und viel auszustrecken und so dass es dann nicht wieder irgendwie dann bist du fertig oder dauert's irgendwie wieder zwei Jahre wie auch immer bis ihr wirklich durch bist.
01:23:26: Das will ich natürlich
01:23:35: nicht.
01:23:41: unbedingt kriegste großartig.
01:23:44: ich würde sagen wir sind schon lang über der zeit aber das ich habe einfach gehofft.
01:23:48: du sagst wenn es wenn es schwierige zeitbereiche erreicht aber es war so interessant und ich kann dir jetzt schon versprechen wir werden uns nicht zum letzten mal zu diesem thema gehört haben.
01:23:57: da bin ich mir ganz ganz sicher und für diesen moment aber danke ich dir von herzen nicht nur für dieses gespräch sondern auch für deine arbeit und dass du da an diesem themat ran geblieben bist.
01:24:05: großartigt wirklich vielen
01:24:07: vielen dank.
01:24:09: Ich winkte zu, ich drück dir alle Daumen für die Zukunft und wie gesagt wir werden uns wieder hören.
01:24:13: Ganz sicher!
01:24:17: Was am Ende wie eine Drohung klang war ganz von Herzen gemeint.
01:24:22: Vielen Dank an Noa Bayer für ihre Zeit dieses wunderbare Gespräch und auch ein Dankeschön euch da draußen für die gespitzten Ohren.
01:24:29: Wir hören uns wieder nächste Woche am Sonntag bei einem weiteren neuen Gespräch.
01:24:33: Okkult trifft oder auch schon morgen am Montag ebenfalls gratis frei verfügbar, für alle ok müd.
01:24:39: mein jede Woche im Montag-Nacht erscheinende Ausblick auf die neuesten und interessantesten Indie-Spiele der Woche kommentiert mit Liebe und Hingabe von mir!
01:24:49: Oder wenn ihr ein Supporter seid am Dienstag, am Mittwoch, am Freitag – es ist eine Menge los.
01:24:53: Ich freue mich drauf Freunde, passt aber euch auf.
01:24:56: wir hören uns Wieder Tschüssi!